Panther bestrafen undisziplinierte Scorpions

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Nichts allerdings wies auf ein derart denkwürdiges Spiel hin, das die knapp dreieinhalbtausend Zuschauer vor sich hatten.

Musste Panther-Trainer Larry Mitchell sich zuletzt öfter entscheiden, wen er auf die Tribüne setzen sollte, tauchte dieses Problem diesmal nicht auf. Außer dem angeschlagenen Steffen Tölzer fehlte auch Verteidigerkollege Chris Heid, der wegen einer Entzündung des Gleichgewichtsnervs ins Krankenhaus musste. Darüber hinaus standen die beiden Angreifer Thomas Jörg und Peter Flache sowie Torhüter Leo Conti nicht zur Verfügung. Dafür war Florian Schnitzer nach langer Verletzung in die Mannschaft zurückgekehrt. Den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften machten im ersten Drittel zunächst die Special Teams. Denn während die Panther gerade einmal 13 Sekunden Überzahl brauchten, um durch Jeffrey Szwez in Führung zu gehen, fiel den Gästen außer Schüssen von Sascha Goc im Powerplay nicht viel ein. Auch ansonsten erwiesen sich die Augsburger als konsequenter und viel effektiver in ihren Aktionen Richtung gegnerisches Tor und so schloss Darin Olver eine schöne Kombination zum 2:0 ab.

Zu Beginn des Mitteldrittels verpassten es die Hausherren, bei doppelter Überzahl für eine mögliche Vorentscheidung zu sorgen. Da aber die Scorpions ebenfalls aus ihren Möglichkeiten kein Kapital schlugen, blieb der Spielstand zunächst unverändert. Erst in der 34. Minute kam wieder Bewegung auf die Anzeigetafel und erneut waren die Panther dafür verantwortlich. Barry Tallackson vollstreckte zum 3:0. Jetzt lagen bei den Gästen die Nerven endgültig blank und so flogen kurz darauf nach einer überflüssigen Attacke von Matt Dzieduszycki gegen den Augsburger Torhüter die Fäuste. Die Unparteiischen berieten sich fast eine Viertelstunde und dann wurde es auf beiden Strafbänken eng. Scorpions-Angreifer David Wolf, der sich von der Spielerbank aus ins Gefecht geworfen hatte, um die numerische Unterlegenheit seines Teams auszugleichen, durfte mit einer doppelten Spieldauerstrafe gleich in die Kabine. Jedenfalls hatten die Panther danach minutenlang zwei Spieler mehr auf dem Eis und das nutzten sie durch Barry Tallackson, Benedikt Kohl und Jonathan D’Aversa dazu, ihre Führung kontinuierlich auszubauen. Wohl nicht nur Toni Krinner, der auf der Hannoveraner Bank zwischenzeitlich aus dem Toben gar nicht mehr herauskam, hatte den Überblick über die jeweils verbleibenden Strafzeiten bald verloren.

Die doppelte Überzahl der Gastgeber hatte auch noch kurze Zeit im Schlussdrittel Bestand, doch Jonas Langmann, der für Youri Ziffzer ins Gäste-Tor gekommen war, blieb zunächst von Gegentreffern verschont. Erst als dann Martin Hlinka erneut für eine Unterzahl seines Teams sorgte, musste er sich Sean Bentivoglio geschlagen geben. Großen Respekt verdienten die Scorpions dafür, dass sie auch jetzt nicht aufsteckten, sondern auf den Ehrentreffer drängten. Die Panther agierten völlig befreit und so entwickelte sich ein munteres Spiel, bei dem die Zuschauer auf ihre Kosten kamen. Niki Mondt und Chris Herperger konnten dann das Ergebnis aus Sicht der Scorpions wenigstens noch etwas freundlicher gestalten. (mor)

Toni Krinner (Hannover): Die Panther haben verdient gewonnen. Bis zu unseren Undiszipliniertheiten lagen wir bei Fünf gegen Fünf gut im Rennen, die Augsburger waren aber auch dank Dennis Endras effektiver als wir. Ein Kompliment an die Schiedsrichter, die bei den vielen Strafen den Überblick behalten haben. Wir wurden zu Recht bestraft, denn uns hat die Disziplin gefehlt. Es gibt nach dem heutigen Abend großen Gesprächsbedarf bei uns.“

Larry Mitchell (Augsburg): „Man hat einmal mehr gesehen, gerade beim Unterzahlspiel gleich zu Beginn, wie wichtig die Special Teams sind. Wir haben geduldig agiert und dann später auch fünf Überzahltore erzielt. Bis zum 3:0 war die Partie enger, als es das Ergebnis ausgesagt hat, und deshalb bin ich sehr froh über die drei Punkte.“

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