Panther beenden Berliner Siegesserie - 4:2 nach einer hochklassigen Partie

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Eigentlich gut gespielt hatten die Augsburger Panther am Freitag in Hamburg, doch auf Grund ihrer schlechten Chancenauswertung gingen sie am Ende doch als Verlierer vom Eis. Also musste wieder die zuletzt viel beschworene Heimstärke dafür sorgen, dass man die benötigten Punkte einfährt und den Anschluss an die Playoff-Regionen nicht verliert. Die Eisbären erwiesen sich allerdings als harter Brocken, am Ende aber konnten auch sie die Heim-Siegesserie nicht in Gefahr bringen. Dafür mussten sie selbst nach zuletzt fünf Erfolgen nun wieder eine Niederlage einstecken.



Immerhin konnte Trainer Benoit Laporte wieder auf seine Nummer Eins im Tor, Jean-Francois Labbé zurückgreifen, dafür reichte es im Angriff verletzungsbedingt einmal mehr nur für drei Reihen. Und die taten sich in den ersten Minuten ziemlich schwer mit den Gästen aus der Hauptstadt, die mit ihrer schnellen Spielweise immer wieder Brände in der Augsburger Defensive legten. In der ersten Überzahl schafften es diese noch kaum ins gegnerische Drittel. Kurz darauf allerdings gab es überraschenderweise dann doch etwas zu jubeln für die heimischen Fans. Shawn Carter brachte die Panther nämlich in Führung. Diese hielt aber lediglich 24 Sekunden, dann hatte Andre Rankel bereits für den Ausgleich gesorgt. Auch in der Folge waren die Eisbären deutlich überlegen, was zum Teil allerdings durch teilweise haarsträubende Fehler in der Augsburger Abwehr bedingt wurde. Durch überflüssige Strafen brachten sich die Hausherren zudem in doppelte Unterzahl, die sie mit viel Glück ohne Gegentreffer überstanden. Bei eigener Überzahl dagegen handelte man sich einen schnellen Konter ein, bei dem Alex Barta das Zuspiel von Rob Leask, der sich die Scheibe zuvor in nicht ganz regelgerechter Weise mit der Hand vorgelegt hatte, mustergültig verwertete. Zum Duell mit seinem älteren Bruder Björn auf Augsburger Seite kam es übrigens nicht, da dieser derzeit verletzt ist. Gegen Ende des ersten Drittels wurden beide Mannschaften etwas aggressiver und forderten damit Schiedsrichter Hascher bei seinem DEL-Debüt, der zuweilen etwas kleinlich pfiff, ansonsten aber eine sehr ordentliche Leistung bot.

Auch nach der Pause blieben die Eisbären das dominierende Team, wenngleich die Panther durchaus ihre Chancen hatten. Als Rob Leask bei den Eisbären dann gleich für vier Minuten vom Eis musste, schlugen die Gastgeber zu. John Miner sorgte im Nachschuss für den inzwischen nicht mehr ganz unverdienten Ausgleich. Nun wurde die Partie offener und die Augsburger konnten nun ihrerseits mehr Druck auf Oliver Jonas im Eisbären-Tor machen. Doch auch an diesem Abend bestätigten sich die Unzulänglichkeiten im Abschluss, die eine erneute Führung zunächst verhinderten. Allein Shawn Carter und Francois Fortier hätten dafür sorgen können, wenn nicht müssen, doch scheiterten sie jeweils knapp. Allerdings ging es den Eisbären auf der andern Seite nicht besser, denn Labbé meldete sich nach seinem Muskelfaserriss mit starken Paraden zurück.

Den 4030 Zuschauern bot sich nach der zweiten Pause endgültig eine schnelle und abwechslungsreiche Begegnung mit guten Chancen auf beiden Seiten – eine gute Partie hatte sich zu einer hochklassigen entwickelt. Langsam bekamen die Augsburger ein spielerisches Übergewicht und so ging es völlig in Ordnung, als Kapitän Duanne Moeser in seiner bekannten Art und Weise einen Schlagschuss von Rick Girard zum 3:2 abfälschte. Es war der zweite Überzahltreffer der Hausherren an diesem Abend. Endgültig auf die Siegesstraße gelangten die Panther dann durch Shawn Carter: Sein Solo durch die gegnerische Abwehr zum 4:2-Endstand war eine wahre Augenweide und wurde von den Fans auch entsprechend gefeiert. Fast konnten die Eisbären einem leid tun, die sich weiterhin bemühten, aber gegen die nun wie aufgedreht spielenden Fuggerstädter kaum mehr einen Fuß aufs Eis bekamen. Francois Methot, Rick Girard und Francois Fortier hätten das Ergebnis gut und gerne noch deutlicher gestalten können. 41 Sekunden vor Schluss nahmen die Berliner ihren Torhüter vom Eis, geholfen hat es aber nichts mehr.

So erkannte ihr Trainer Pierre Page auch neidlos die Leistung der Gastgeber an: „Augsburg war einfach besser in den entscheidenden Szenen.“ Benoit Laporte sah den Schlüssel zum Erfolg seiner Mannschaft in erster Linie im Powerplay, verwies aber auch auf die mannschaftliche Geschlossenheit. „Besonders freut es mich für Shawn Carter, der endlich einmal für seine harte Arbeit und seine Leistung für das Team belohnt wurde.“ (mor)
 Tore: (1:2 / 1:0 / 2:0) 1:0 (03:22) Carter ( Kofler ; Busch )1:1 (03:46) Rankel ( Keller ; Barta )1:2 (12:29) Barta ( Leask ; Felski ) 4:52:2 (32:02) Miner ( Arendt ; Fortier ) 5:43:2 (43.57) Moeser ( Methot ; Girard ) 5:44:2 (50:49) Carter ( Miner ; Busch ) Zuschauer: 4030 Strafzeiten: Augsburger Panther 10, Eisbären Berlin 18Schiedsrichter: Alfred Hascher

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