Ohne Glanz in die Play-offsMünchen - Köln 4:2
Wie bereits so oft in dieser Saison zu sehen begannen die Red Bulls mit mehr Power und Zug zum Tor. Die Haie wirkten hingegen schwach und ließen den Anschein eines fehlenden Siegeswillens aufkommen. Hunderte von Fans waren extra aus Köln mit einem Sonderzug angereist, um ihr Team zu unterstützen. Die Stimmung glich angesichts der Leistung der Haie einem stillen Protest. Sprüche, wie „Deutscher Meister am Glas“ waren auf Bannern der Gästefans zu sehen. Nicht nur, dass die Play-offs in dieser Saison ohne Köln stattfinden werden, waren die Fans der Haie über die Einstellung ihres Teams sichtlich verärgert. München tat nicht mehr als unbedingt nötig, um dieses Spiel zu gestalten, und so endeten die ersten 20 Minuten auch torlos.
Im zweiten Drittel versuchten beide Mannschaften, die Begegnung offener zu gestalten. Die Red Bulls erwiesen sich in dem Sinne fleißiger und erzielten auch verdient den Führungstreffer durch den Youngster Dominik Kahun. An eishockeytechnischen Höhepunkten war es das allerdings in diesen 20 Minuten.
Zur allgemeinen Überraschung der 4824 Zuschauer nahm das Spiel im Schlussdrittel noch einmal an Fahrt auf. Zuerst vollendete Philip Gogulla einen Konter zum 1:1-Ausgleich, nur wenig später erfolgten der erneute Führungstreffer der Red Bulls durch Daniel Sparre sowie der abermalige Ausgleich der Haie durch Nickolas Latta. Beide Mannschaften vernachlässigten jetzt die Defensivarbeit zu Gunsten der Offensive. Hierdurch ergaben sich für beide Teams zunehmend Freiräume. München schien diese zunächst besser ausnutzen zu können und ging durch den zweiten Treffer von Daniel Sparre erneut in Führung. Dennoch zeigten die Haie wenigstens ein bisschen Siegeswillen und machten es den Münchnern zunehmend schwerer, ihre jetzt sicherere Defensive zu überwinden. Ein Empty-Net-Goal von Michael Wolf besiegelte die durchwachsene Saison der Haie sowie den letzten Hauptrundensieg der Red Bulls. „Jetzt geht es wieder von null los und müssen uns von neuem motivieren“, resümierte Alexander Barta.
München beendet die Hauptrunde damit auf Platz zwei, der sie in der kommenden Saison zur Teilnahme an der Champions Hockey League berechtigt. „Jetzt gilt es, sich physisch und mental auf die Herausforderung Play-offs einzustellen, in denen jedes Spiel das letzte sein kann“, so Kapitän Michael Wolf.