Nur zwei Drittel lang Wiedergutmachung

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das war kaum zu glauben: Nach einer 5:1-Führung

gaben die Kölner Haie das vermeintlich sicher gewonnene Spiel noch aus der Hand

und verbuchten somit nur einen einzigen mickrigen Punkt gegen die über 40

Minuten lang harmlosen Gäste. Kurz vor der Entscheidung bewahrte

Scorpions-Keeper Levente Szuper seine Mannschaft vor einem vorzeitigen Aus, als

er in einer Blitzreaktion einen Schlagschuss von Marcel Müller, der von Martin

Bartek noch abgefälscht wurde, in hervorragender Manier parierte. Der

anschließende Break sorgte durch den besten Leine-Crack für die Entscheidung.

Es klappte zwei Drittel lang mit der von den

Offiziellen und der sportlichen Leitung versprochenen Wiedergutmachung. Mit

Ausnahme weniger Sekunden nach dem zwischenzeitlichen 2:1 hatte man zunächst

nicht das Gefühl, als würde nach vielen Enttäuschungen in der Kölnarena heute

etwas anbrennen. Zumindest dachte dies die Mehrzahl der Fans bis zur 52.

Minute. Denn da kamen die im Schlussdrittel besser aufspielenden und Morgenluft

witternden Gäste zu zwei Treffern. Und fast schon Kölner Tradition entsprechend

brachen jetzt wieder alle Dämme bei den Domstädtern.

Beim zweiten Tor der Niedersachsen wurde der

Vorstoß von Rainer Köttstorfer von den Kölnern nicht ernst genommen, und das

5:3 fiel, als ein Schuss von Nicki Mondt von Haie-Keeper Lars Weibel abprallte

und der mitgelaufene Ben Cottreau wenig Mühe hatte, für Hoffnung zu sorgen.

Haie-Chefcoach Igor Pawlow nahm danach eine Auszeit. Die Hoffnung der

Leinestädter wurde trotzdem noch größer, als die jetzt konfusen Kölner die

Scheibe aufreizend langsam zum Anschlusstreffer über die Linie hoppeln ließen.

In der letzten Minute der regulären Spielzeit nahm Scorpions-Chefcoach Hans

Zach seinen Keeper Levente Szuper zu Gunsten eines weiteren Feldspielers heraus.

Die Maßnahme hatte Erfolg, denn nach Videobeweis erkannten die Unparteiischen

den Treffer an.

Die Tabellennachbarn lieferten sich ein Match,

welches in den ersten zwei Dritteln von den Hausherren beherrscht wurde.

Verwirrung herrschte bei den zunächst lustlos wirkenden Leinestädtern bereits

beim ersten Treffer. Nach einem Schuss von Norman Hauner brachte keiner der

Gäste die Scheibe unter Kontrolle. Das gleiche bei Tor Nummer zwei, als bei

angezeigtem Foul die engagierten Haie-Youngster ein erneutes Chaos der

Scorpions-Defensive ausnutzten. Zwar kamen böse Ahnungen  beim Anschlusstreffer

auf, als sich viele Zuschauer befürchteten, das es wieder einmal mit der Kölner

Herrlichkeit vorbei wäre. Doch diesmal ließen sich die Domstädter aus dem

Konzept bringen. Ein an und für sich harmloser Schuss von Stéphane Julien

wurde, entweder von einem Hannoveraner Verteidiger oder von Dusan Frosch

abgefälscht, bedeutete das 3:1. Und als in Haie-Unterzahl Ivan Ciernik von

einem bösen Fehler Adam Mitchells profitierte, war die Partie quasi

entschieden. Beinahe wäre Daniel Rudslätt in der gleichen Unterzahlphase sogar

das 5:1 gelungen, doch der Schwede scheiterte knapp an der Hannoveraner

Defensive.

Die Voraussetzungen waren, was die Ausfallliste

angeht, ausgeglichen. Bei den Gastgebern fehlten nach wie vor Kapitän Mirko

Lüdemann und Stürmer Christoph Ullmann, Gästecoach Hans Zach musste auf den

wegen einer „Spieldauer“ gesperrten Matt Dzieduszycki sowie den

verletzten Gerrit Festerling verzichten. Der neue Scorpions- und Ex-Haie-Goalie

Travis Scott, der nicht seinen besten Tag erwischte, wurde mit einem gellenden

Pfeifkonzert begrüßt. Nach bereits 20 Minuten und vier Gegentoren war für ihn

der erste Arbeitstag beendet. Für ihn kam Levente Szuper.

Der Ungar konnte sich sofort bei einem

„Pfund“ von Mats Trygg auszeichnen. Jedoch war er beim fünften

Kölner Treffer machtlos, als sich Marcel Müller, quasi in 5:3-Überzahl (der

vierte Gästecrack war gerade von der Strafbank zurückgekehrt) die Scheibe

bequem zurechtlegen konnte. Zuvor konnte sich Scorpions-Verteidiger André Reiß

nur mit einem Foul behelfen, als im Powerplay Adam Mitchell wieder einmal den

Puck an Ciernik verlor und dieser gefoult wurde. Jaspers hatte sogar nach einem

Alleingang Tor Nummer sechs auf dem Schläger, als der lange Rainer Köttstorfer

hinter ihm herspazierte und der Kölner Angreifer am Scorpions-Schlussmann

scheiterte. Bezeichnend für das harmlose Gekicke der Niedersachsen, dass Martin

Hlinka in der 38. Minute nach einem schönen Zusammenspiel mit besagtem Mitchell

scheiterte.

Tore: 1:0 (2;47) Brandl (Ohmann, Julien), 2:0

(9;00) Ohmann (Brandl), 2:1 (12;41) Herperger (Mitchell, Hlinka), 3:1 (15;52)

Frosch (Jaspers, Julien), 4:1 (17;57) Ciernik, 5:1 (27;35) Marcel Müller

(Jaspers), 5:2 (49;03) Kathan (Vikingstad), 5:3 (51;06) Cottreau (Mondt,

Vikingstad), 5:4 (54;43) Mitchell (Köppchen), 5:5 (59;28) Herperger (Brimanis,

Vikingstad), 5:6 (64;33) Herperger . – Zuschauer: 9.081. –

Schiedsrichter: Brüggemann (Sümmern), Jablukow (FASS Berlin). -Strafminuten:

Köln 12, Hannover 6.


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Mittwoch 21.02.2024
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Kölner Haie Köln
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Eisbären Berlin Berlin
Donnerstag 22.02.2024
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
Straubing Tigers Straubing
Freitag 23.02.2024
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
EHC Red Bull München München
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ERC Ingolstadt Ingolstadt
Fischtown Pinguins Bremerhaven
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Düsseldorfer EG Düsseldorf
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Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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Sonntag 25.02.2024
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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EHC Red Bull München München
Straubing Tigers Straubing
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Löwen Frankfurt Frankfurt
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