„Nur gemeinsam sind wir stark!“Augsburg – Hamburg 5:2

Lesedauer: ca. 3 Minuten

„Das ist Eishockey!“, brachte es Augsburgs Maximilian Schäffler auf den Punkt. Denn so etwas ist nur in einem Match der schnellsten Mannschaftssportart der Welt möglich – eine Partie innerhalb weniger Sekunden komplett zu drehen, während weder die 2.974 Zuschauer, noch die Jungs auf dem Eis selbst an eine Wende geglaubt haben.

Aufgetaute Freezers legen vor

Dabei versuchte der AEV von Beginn an, das Spiel an sich zu reißen. An Torschüssen und Möglichkeiten mangelte es den Panthern nicht, doch der Puck wollte einfach nicht in den gegnerischen Kasten. Entweder stand Hamburgs Goalie Niklas Treutle im Weg oder die Scheibe zischte am Tor vorbei. Die Freezers dagegen tauten von Minute zu Minute mehr auf und zogen hinsichtlich der Schüsse mit den Augsburgern gleich. Der Führungstreffer der Nordlichter lag in der Luft und so brachte Rob Collins schließlich 28 Sekunden vor der Sirene die Gäste in Führung (20.).

Wende dank Powerbreak

Nach der ersten Drittelpause setzten die Hamburger das Heimteam weiter unter Druck, so dass auch das 2:0 nicht lange auf sich warten ließ. In der 22. Spielminute war es diesmal Kevin Schmidt, der Patrick Ehelechner überwinden konnte. Die AEV-Fans schwankten zwischen Resignation und Protest. „Kämpfen und siegen“, forderten die Anhänger ihr Team auf, während die ersten Pfiffe durch das kalte Curt-Frenzel-Stadion schrillten. Die Panther wirkten nun verunsichert und orientierungslos. Die fehlende Positionierung vor dem Gästetor hinderte die Augsburger an einem möglichen Treffer, die Fehler häuften sich. Die Hamburger Truppe dagegen war hellwach – bis das Powerbreak die Partie kurzzeitig unterbrach. Gott sei Dank!, wie Larry Mitchell fand. „Es wird viel über das Powerbreak geschimpft, aber heute hat es uns gerettet“, erklärte der AEV-Coach. „Ich habe den Spielern klargemacht, dass sie sich steigern müssen und nach der Pause hat das dann auch geklappt. Sie haben das Heft in die Hand genommen.“

Hamburg sitzt, Augsburg trifft

Nicht ganz unschuldig an der folgenden Wende: die Freezers. Denn als Garrett Festerling wegen Beinstellens die Strafbank hütete, nutzten die Schwaben endlich ihre Chance. Derek Whitmore traf zum 1:2 (32.) und kaum waren die Gäste wieder komplett, klingelte es nur 17 Sekunden später erneut im Freezers-Kasten. Ryan Thang donnerte die Scheibe so ins Netz, dass Niklas Treutles Trinkflasche das Weite suchte. Die Fans waren total aus dem Häuschen, denn mit so einem plötzlichen Ausgleich hatte wohl keiner gerechnet. Hamburg gab nun unglaublich Gas, um sich die Führung zurückzuholen. Emotionen machten sich auf der Eisfläche breit, so dass auf Seiten des AEV Ryan Thang und bei den Hansestädtern David Wolf und Druval Westcott für zwei Minuten in die Kühlbox mussten. Nur Sekunden später gesellte sich auch noch Kapitän Rob Collins zum Hamburger Duo. Die Folge: Doppelte Überzahl für die Panther, die auch dieses Powerplay auskosteten. Daryl Boyle zog ab und drehte die Partie (36.). Jetzt waren die Fuggerstädter endgültig im Spiel angekommen. Noch im Mittelabschnitt sorgte Peter MacArthur für das vierte Schwabentor (39.).

Im letzten Drittel setzten sich die Augsburger weiter gegen die Gäste durch. Hamburg hatte dagegen in Überzahl Pech, als erst Mathieu Roys Stock brach, danach Rob Collins zu Boden ging und David Wolf ohne Schläger dastand. Und so machten die Panther durch den Treffer von John Zeiler (49.) den Sack endgültig zu.

Weitere Stimmen zum Spiel:

Benoît Laporte (Trainer, Hamburg Freezers):

„In den ersten 30 Minuten haben wir sehr gut gespielt. Doch nach den zwei Toren haben wir unser Ziel aus den Augen verloren. Der Mannschaft fehlte schließlich jegliche Disziplin, was letztendlich den Unterschied ausmachte.“

Larry Mitchell (Trainer, Augsburger Panther):

“Wir haben heute nicht schlecht gespielt, aber nach dem Sieg vom Sonntag war mir das heute zu wenig Emotion. In den ersten 25 Minuten hat völlig das Feuer gefehlt. Sehr glücklich war ich dagegen über unser Überzahlspiel, an dem wir so hart gearbeitet hatten. In den letzten 35 Minuten haben die Jungs dann eine super Mannschaftsleistung gezeigt. Daher möchte ich keine einzelnen Spieler loben, denn nur gemeinsam sind wir stark.“


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