Nur ein Punkt gegen Schlusslicht Kassel in restlos überfüllter Puckhöhle

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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„Wir werden noch einmal alles geben“, hatte Iserlohns Headcoach Doug Mason vor dem Spiel gegen die Kassel Huskies angekündigt. Bei seinem Vorhaben konnte der Niederländische Nationalcoach in Diensten der Iserlohn Roosters auf den wieder genesenen Erich Goldamann zurückgreifen. Kapitän Bryan Adams, Igor Alexandrov und Matt Higgins fehlten weiterhin verletzungsbedingt. Im Tor stand wieder Dimitrij Kotschnew für den zuletzt in Hamburg und gegen Berlin stark spielenden Leo Conti.

Die Huskies setzten auf Corey Hirsch im Tor und hatten schon nach exakt 155 Sekunden Grund zum Jubeln. Gert Acker hatte eine Unachtsamkeit der Iserlohner Abwehr mit einem Bauerntrick zum 0:1 genutzt.

Die Roosters agierten ungewohnt körperlos und taten sich auch in Überzahl schwer. Kassel lauerte auf Konter und hatte Pech, dass Swanson in der 8. Spielminute frei vor Kotschnew noch im letzten Moment abgedrängt wurde. Hektisch wurde es, als Danielsmeier die Strafbank drücken musste. Zunächst scheiterte Intranuovo in Unterzahl an Hirsch. Im Anschluss verpassten Valenti und Hammer per Schlagschuss den zweiten Treffer der Hessen. Der fiel dann in der 12. Minute, als Lysak für die Roosters auf der Strafbank saß. Martin Sychra hatte auf Zuspiel von Schultz und Tobias Abstreiter getroffen. Iserlohn blieb weiter unkonzentriert, konnte aber noch vier Sekunden vor Drittelende durch Danielsmeier den 1:2 Anschlusstreffer schaffen.

Auch das zweite Drittel war zunächst arm an Höhepunkten. Erst ab der 25. Minute nahmen beide Teams wieder Fahrt auf. Laflammes Schlagschuss und auf der anderen Seite Martins abgefälschter Schuss für die Roosters waren die ersten nennenswerten Gelegenheiten in diesem Drittel. In Überzahl, Laflamme saß für die Huskies draußen, demonstrierten die Roosters dann schon deutlicher warum sie nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und Kassel um seine Existenz bangen muss. Knolds Schlenzer war eine von gleich mehreren gefährlichen Chancen für die Roosters. Danach, verflachte das Spiel wieder etwas, obwohl Einsatz und Kampf bei beiden Teams stimmten. Corso (30.), Hommel (35.) hatten für die Huskies noch die besten Gelegenheiten im Drittel.

Auf der anderen Seite rettete Hirsch an seiner „Beinahe-Wirkungsstätte“ in der 34. Spielminute gleich zwei Mal glänzend. Zunächst einen Intranuovo Schuss aus vollem Lauf nach Sahnepass von York und kurz darauf gegen den Lockout-Star selbst. Die letzte gefährliche Aktion im Drittel ging von Gordon und Liles aus, die aber an Hirsch scheiterten.

Im letzten Drittel erarbeiteten sich die Roosters wieder Vorteile. Auf den Rängen hatte längst Partystimmung Einzug gehalten und so passte Liles´Ausgleichstreffer in der 47. Minute hervorragend ins Bild. Nicht ins Bild passte den Fans ein Treffer, den Hauptschiedsrichter Schimm per Videobeweis nicht anerkennen konnte. Eine kleine Massenschlägerei in der 57.Minute trug zur weiteren Unterhaltung bei. Auf dem Eis begnügten sich beide Teams mit dem Unentschieden, so dass es ins Penaltyschießen gehen musste, Hierbei war Kassels Swanson der einzigste Schütze, der seinen Penalty verwandeln konnte.

Für Kassel reichte der doppelte Punktgewinn am Ende nicht mehr, um die Play-downs zu vermeiden. Bei den Roosters wurde nach der Schlusssirene noch kräftig gefeiert. Besonders Mike York stand dabei einmal mehr im Mittelpunkt. (MK)

Iserlohn Roosters - Kassel Huskies 2:3 n.P. (1:2, 0:0, 1:0, 0:1)

Tore: 0:1 (2:35) Acker (Sychra, Schultz), 0:2 (11:46) Sychra (Schultz, T. Abstreiter), 1:2 (19:56) Danielsmeier (Gordon, Intranuovo), 2:2 (46:51) Liles (Verwey), 2:3 (60.) Swanson GWS

Strafzeiten: Iserlohn 14 - Kassel 14 + 10 T. Abstreiter

Schiedsrichter: Willi Schimm

Zuschauer: 4500 (ausverkauft)

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