Null Punkte Wochenende zum „Saisonstart “

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wir fangen bei Null an, sagte Teal Fowler der neue / alte

Trainer und Nachfolger von Doug Mason. Und zumindest bei der Punkteausbeute war

das auch so. Unterstützt von seinem Assistenten Martin Jiranek hat er die nicht

leichte Aufgabe, die Adler wieder in Schwung zu bringen.

Die Adler

zeigten gestern Abend eine von Licht und Schatten geprägte Leistung. Ihnen

fehlte sicherlich das Quäntchen Glück, das einem hilft, aus einer Krise zu

finden. Zwischen Phasen von Unkonzentriertheiten beim Passspiel und der

Defensivarbeit zeigte das Team durchaus gefälliges Eishockey. Pech - der

Nürnberger Goalie Patrick Ehelechner sowie ab und an umständliches,

verkrampftes Agieren vor dem Tor des Gegners verhinderten im ersten Drittel ein

so nötiges Tor für das Selbstbewusstsein der Adler.

Anders die Ice

Tigers aus Nürnberg. Abwartend, was der Neustart der Adler spielerisch

bedeutete, spielten sie aus einer soliden Defensive heraus und das mit dem

Glück, das den Adlern heute fehlte, äußerst effektiv. Ein Abpraller landete auf

einem Nürnberger Schläger 1:0, Brad Leeb nutzte einen Fehlpass von Scalzo zum

Break bei Überzahl der Adler zum 2:0 – 2 Chancen, zwei Tore. Dieses Ergebnis

beendete den aufkeimenden Spielfluss der Adler erst einmal, und die Nürnberger

drängten auf mehr. Fünf Minuten später schoss Barta einem Adlerspieler vor dem

Tor den Puck an den Schlittschuh, 3:0 und der Endstand im ersten Drittel.

Keinen

Pfifferling setzten die Zuschauer im Stadionoval auf die Adler bei diesem

Spielstand, zumal Greg Leeb in der 25. Minute das 4:0 markierte. Doch die Adler

wollten das so nicht stehen lassen und begannen jetzt nicht nur zu kämpfen,

sondern auch konzentriert zu Werke zu gehen. Als zwei Minuten später Scalzo

eine schöne Kombination über King und Papineau zum 1:4 nutzen konnte und zwei

Minuten später Spylo einen seiner unnachahmlichen Handgelenksschüsse zum 2:4

versenkte, hatte man den Eindruck, die Adler hatten jetzt das benötigte

Erfolgserlebnis – ihr Spiel nahm Fahrt auf und Nürnberg gab das Spiel aus der

Hand.

Und sie spielten

es gut. Ihnen gelang durch Arendt und Robinson der 4:4 Ausgleich in der 44.

Minute. Was dann passierte ist, schwer zu beschreiben. Sicherlich wollten die

Adler ab diesem Zeitpunkt zu viel, waren viel zu offensiv unterwegs, und das -

gepaart mit einigen katastrophalen Blackouts ganzer Reihen auf dem Eis - ließ

das Spiel der Adler völlig einbrechen. Die Ice Tigers nutzten dies, und

Fischhaber durfte nach dem kollektiven vierten Nürnberger Versuch den Puck zum

5:4 über die Linie schieben. Die Hektik übertrug sich wohl auch auf die Bank,

die Wechsel liefen schlecht, eine kleine Bankstrafe für zu viele Spieler auf

dem Eis kam hinzu und Nürnberg nutzte die Überzahl zum 6:4. Alles weitere

Anrennen der Adler auf das Nürnberger Tor blieb erfolglos. Auch die Trainer

hatten wohl die Hoffnung aufgegeben und verzichteten auf die Herausnahme des

Torhüters zu Gunsten eines 6. Feldspielers in den letzten Minuten.

Wohl oder Übel muss man sich

in Mannheim wohl eingestehen, dass auch Teal Fowler keine sofort wirksamen

Mittel zur Verfügung hat und es dauern wird, bis aus diesen Spielern ein

Mannschaft wird. Zum Abschluss passende Worte zum Spiel von Teal Fowler: Wir finden Wege, Punkte zu verlieren.

Gerd Kositzki

 

Tore:

1. Drittel

04:25  0 : 1, Schultz ( Spang / Savage ) PP 1

09:30  0 : 2, B. Leeb ( G. Leeb ) Unterzahl

14:55  0 : 3, Barta ( Spang / B. Leeb ) EQ

2. Drittel

24:24  0 : 4, G. Leeb ( B. Leeb, Barta ) EQ

26:24  1 : 4,

Scalzo ( King / Papineau )

27:11  2 : 4,

Spylo ( King / Papineau ) PP 1

3. Drittel

41:43  3 : 4,

Arendt ( Martinec / Beardsmore ) EQ

43:04  4 : 4, Robinson ( Trepanier ) PP 1

48:05  4 : 5, Fischhaber ( G. Leeb / Keller ) EQ

53:18  4 : 6, Leeb ( Keller / Peacock ) PP 1

 

Torschüsse:

Mannheim: 36

Nürnberg: 33

 

Strafminuten:

Mannheim: 10

Minuten

Nürnberg: 32

Minuten

 

Zuschauer: 10.317

 

Schiedsrichter

:

Martin Reichert



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