Nürnberg verspielt Führung und HeimvorteilDEL kompakt

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Thomas Sabo Ice Tigers – Grizzlys Wolfsburg 3:4 (2:1, 1:0, 0:2, 0:1) n.V.
Play-off-Stand: 1:2

Nach dem furiosen Serienstart der Ice Tigers und dem 5:1-Heimsieg verpassten es die Nürnberger am vergangen Sonntag, ein starkes Comeback final zu krönen. Denn dank dem grandiosen Tor von Aubin waren es am Ende die Wolfsburger, die feiern durften. Und so ging es mit einem Serienstand von 1:1 in die heutige Partie. Gleich in der fünften Spielminute waren es die Gastgeber, die jubeln durften. David Steckel überzeugte mit viel Einsatz hinter dem Tor und brachte die Scheibe vom rechten Pfosten hoch in den Slot. Dort zeigte sich Brandon Prust, der den Puck mit Gewalt unter die Latte hämmerte – 1:0. Doch in der elften Spielminute kam es zum Ausgleichstreffer der Wolfsburger. Sebastian Furchner stand goldrichtig und machte aus dem Nichts das 1:1. Die Ice Tigers holten sich jedoch in der 16. Spielminute die Führung wieder zurück. Prust arbeitete auf der rechten Seite und passte den Puck auf die andere Seite. Dort ballerte Mebus drauf und der Puck fand so über Umwege den Weg hinter die Linie. Es folgte der Videobeweis: regulärer Treffer. Nach dem ersten Drittel stand es somit 2:1 für die Hausherren.

Mit genau so viel Energie ging weiter. Rob Schremp erzielte in der 32. Minute den nächsten Treffer über das kurze Eck für die Nürnberger – 3:1. Gerade im zweiten Drittel waren die Ice Tigers in den wichtigen Momenten die effektivere Mannschaft. Die Grizzlys ließen zu viele Powerplay-Chancen liegen. Die Pause brachte den Wolfsburgern jedoch neue Kraft. Und so war es in der 45. Spielminute Nick Johnson, der die Gäste wieder auf Kurs brachte. Richtig spannend wurde es dann noch einmal in der letzten Spielminute. Gerrit Fauser ballerte einen Schuss mit voller Wucht ins Netz. Erst nach erneutem Videobeweis war klar, dass das der Ausgleichstreffer war. Overtime. Die Wolfsburger waren im letzten Spielabschnitt das fittere Team, dass sich durch die zwei Treffer selbst belohnte. Der erlösende Treffer folgte in der 77. Spielminute. Tyler Haskins stieg nach einem Spielerwechsel der Nürnberger an der Bande in einen Konter ein, ging zwei schnelle Schritte und knallte den Puck mit viel Selbstvertrauen von links in die lange Ecke. Diesmal war Jochen Reimer machtlos – 3:4. Somit holen sich die Grizzlys die Führung in der Serie und empfangen am Freitag die Ice Tigers aus Nürnberg zu Spiel vier.

Stimmen zum Spiel:

Pavel Gross (Cheftrainer Wolfsburg):
Wir haben heute wieder eine schnelle Partie gesehen und dass eine 3:1-Führung nichts sagt. Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft, ähnlich wie Nürnberg am Sonntag. In der Overtime ging es dann, meiner Meinung nach, zu viel auf und ab. Daher sind wir froh, das entscheidende Tor geschossen zu haben.

Rob Wilson (Cheftrainer Nürnberg):
Das sind Play-Offs. Natürlich sind wir ein wenig enttäuscht über die vergebenen Tore. Darüber werden wir auch noch sprechen. Aber wir wussten, dass es eine lange Serie werden würde. Morgen geht es wieder an die Arbeit, damit wir am Freitagabend bereit sind.

Spiel drei im Überblick:

Tore: 1:0 (5.) Prust (Pfleger, Steckel), 1:1 (13.) Furcher (Haskins, Bina), 2:1 (16.) Mebus, 3:1 (33.) Schremp (Reinprecht, Ehliz), 3:2 (45.) Johnson (Hisey, Karachun), 3:3 (60.) Fauser (Mulock, Dehner), 3:4 Haskins (77.)
Strafminuten: Nürnberg 10, Wolfsburg 6
Schiedsrichter: Piechaczek, Rohatsch
Zuschauer: 7.672 (ausverkauft)


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