Nürnberg schießt, aber trifft nichtMatch-Puck für Augsburg

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17 Torschüsse für Nürnberg im ersten Drittel, sechs für Augsburg: 3:0! Drei Powerplays für die Gastgeber in den ersten acht Spielminuten: eine klare Sache, sollte man meinen. Nun ja, nicht wirklich. Denn nicht die Franken trafen, sondern die Schwaben. Gerade eben hatte Justin Shugg noch eine Bankstrafe der Augsburger abgesessen, als er auch schon den Führungstreffer für die Gäste erzielte (9.). Kurios? „Krank“, beschrieb ein Kollege den ersten Spielabschnitt. Oder einfach nur wie verhext?

„Guter Job“ vs. „fehlendes Scheibenglück“

Fakt ist: Die Ice Tigers kamen nach dem 0:4 vom Dienstag erneut nicht an AEV-Schlussmann Ben Meisner und dessen Vorderleuten vorbei. Die haben nämlich "zusammen einen guten Job gemacht.“ Cheftrainer Mike Stewart ist stolz auf seine Panthertruppe, die sowohl in Unter- als auch in Überzahl sehr gut gespielt hat. Drei Powerplaytreffer landeten die Augsburger am Freitag in Nürnberg. Die Torschützen: Gabe Guentzel (17.), Trevor Parkes (24.) und Brady Lamb (47.). Zweimal musste Jochen Reimer hinter sich greifen, nachdem Andreas Jenike den Kasten für seinen Goalie-Kollegen Jochen Reimer geräumt hatte. Auf der anderen Seite dagegen fehlte den Ice Tigers laut deren Coach Rob Wilson das Scheibenglück. Da war es nicht verwunderlich, dass Marco Pfleger seinen Penaltyschuss nicht verwandeln konnte.

Entscheidung in Spiel sechs?

Während die Pantherfans im Gästeblock jubelten und feierten, war das Nürnberger Publikum wie gelähmt. Schock? Resignation? Sicherlich: Nicht wenige Zuschauer waren der Meinung, dies sei das letzte Saison-Heimspiel der Franken gewesen. Ice-Tigers-Fan „Hunter“ gibt die Hoffnung aber noch nicht auf: „Wenn die Mannschaft ihren Kopf frei bekommt, ist noch nichts verloren“, findet der Nürnberger mit den belgischen Wurzeln, der auch am Sonntag wieder in Augsburg mit dabei ist. Sein Blockkollege Oliver ist da noch direkter: „Wenn wir heute noch ein Tor schießen, gewinnen wir am Sonntag“, ist er sich fast sicher. Nun, das Tor ist am Freitag tatsächlich noch gefallen. Philippe Dupuis vermasselte Ben Meisner in der 58. Spielminute den Shutout. Doch war der späte Treffer wirklich eine Art „Entkrampfer“?

Denn nicht zu vergessen: die Verletztenmisere der Ice Tigers. Die Ausfälle der beiden Schlüsselverteidiger Colten Teubert und Milan Jurcina konnten nicht hundertprozentig kompensiert werden. Nun könnte Leo Pföderls Saisonende eine weitere Hiobsbotschaft folgen. Stürmer Yasin Ehliz hat sich am Freitag im recht rauhen Mitteldrittel bei einer Kollision mit Brady Lamb wohl verletzt. Erst die Abwehr, jetzt der Angriff. Meint es der Eishockeygott wirklich so schlecht mit den Franken?

Das Spiel im Überblick:

Tore: 0:1 (9.) Shugg (Stieler), 0:2 (15.) Lamb (LeBlanc, Trevelyan) 0:3 (17.) Guentzel (PP1/Shugg), 0:4 (24.) Parkes (PP1/Hanowski, Stieler), 0:5 (47.) Lamb (PP1/Holzmann, LeBlanc), 1:5 (58.) Dupuis (Segal)

Strafminuten: Nürnberg 12, Augsburg 16

Schiedsrichter: Brüggemann, Schimm

Zuschauer: 7.672 (ausverkauft)

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