Nürnberg Ice Tigers haben das Siegen noch nicht verlernt3:2-Erfolg gegen Straubing

Tom Gilbert (links) und die Nürnberg Ice Tigers ließen sich diesmal nicht aufhalten und fuhren nach langer Durststrecke einen Sieg ein.  (Foto: dpa/picture alliance/Sportfoto Zink)Tom Gilbert (links) und die Nürnberg Ice Tigers ließen sich diesmal nicht aufhalten und fuhren nach langer Durststrecke einen Sieg ein. (Foto: dpa/picture alliance/Sportfoto Zink)
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Beide Mannschaften kamen gut aus der Kabine und konnten bereits die ein oder andere Torchance kreieren, ohne allerdings den Torhüter bezwingen zu können. Als nach vier Minuten Daniel Schmölz auf Seiten der Nürnberger für zwei Minuten wegen Beinstellens auf die Strafbank musste, war zu befürchten, dass die Gäste in Führung gehen würden, ist das Unterzahlspiel der Ice Tigers doch recht anfällig für Gegentreffer. Doch es wurde clever verteidigt und der Führungstreffer der Straubinger verhindert. Kurz nach Ablauf der Strafe war es Patrick Reimer, der die Führung für die Franken hätte markieren müssen, doch konnte er den trudelnden Puck kurz vor dem Abschluss nicht unter Kontrolle bringen, sodass Sebastian Vogl im Kasten der Gäste keine Mühe hatte den Puck aufzunehmen.

Mitte des ersten Drittels durften sich dann die Ice Tigers in Überzahl versuchen, Benedikt Kohl musste wegen eines hohen Stocks vom Eis. Wieder war es Patrick Reimer, der an einer 100-prozentigen Chance beteiligt war, seine präzise Hereingabe von der rechten Seite in den Torraum, wo Brett Pollock den Puck abfälschte, wurde im letzten Moment von Sebastian Vogl mit der Fanghand abgelenkt. Nürnberg kam nach diesem Powerplay besser ins Spiel, konnte aber seine zahlreichen Chancen nicht in Tore umwandeln.

Das zweite Drittel begann, wie das erste endete, mit Chancen auf beiden Seiten, doch erneut konnte keine Mannschaft die Führung markieren. Insgesamt gaben aber die Gäste den Ton an, hatten sie beinahe doppelt so viele Torschüsse zu verzeichnen. Waren die Ice Tigers während der ersten Überzahl des Drittels nah dran an der Führung, mussten sie in der zweiten einen Rückschlag hinnehmen. Tom Gilbert konnte an der gegnerischen blauen Linie den Puck nicht im Drittel halten, Kael Mouillierat rauschte an ihm vorbei und überwand Niklas Treutle in Unterzahl durch die Schoner.

Die logische Konsequenz der spielerischen Überlegenheit der Gäste war das 2:0 durch Nick Latta über die Fanghand von Niklas Treutle. Straubing machte auch nach dem zweiten Tor weiter Druck, Nürnberg konnte sich zwar befreien, die Gäste waren aber kurz darauf wieder im Angriffsdrittel.

Einen der Befreiungen nutzten die Ice Tigers für einen Konter in Person von Brett Pollock, der frei vor dem Tor stehend den Pass nach hinten auf Eric Cornell gab und dieser mit einem satten Handgelenkschuss den Anschluss herstellte. Allerdings mussten sich die Schiedsrichter diese Situation erst noch im Videobeweis ansehen. Beflügelt durch dieses Erfolgserlebnis machte Daniel Schmölz mit einem seltenen Treffer in Überzahl den Ausgleich zum 2:2. Von nun an machten die Hausherren Druck und hatten ihrerseits die Chance, in Führung zu gehen.

In der 56. Minute musste Chase Balisy wegen eines hohen Stocks vom Eis und es war Chris Brown mit dem zweiten Treffer in Überzahl, der seine Mannschaft das erste Mal an diesem Abend in Führung schoss. Das Spiel war damit aber noch nicht endgültig entschieden, Nürnberg machte es nochmal spannend, als Luke Adam 45 Sekunden vor dem Ende eine Strafzeit wegen Haken kassierte.

Mit zwei Mann mehr, Sebastian Vogl hatte sein Tor verlassen, versuchten die Gäste, auf Biegen und Brechen das Spiel in die Verlängerung zu bringen. Doch alles Anrennen half nichts, Nürnberg beendete seine Negativserie ausgerechnet gegen Straubing.

Philippe Lotz

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