Norris: Leistung inakzeptabel – Ausländer enttäuschen komplett

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Die Frankfurt Lions haben von den angestrebten sechs Punkten vom Wochenende gerade einmal drei Punkte eingefahren. Haderten die Hessen am Freitag beim Sieg nach Verlängerung gegen Hannover noch mit der Chancenverwertung, zeigten die Lions am Sonntag beim glücklichen Punktgewinn in Duisburg ihre schlechteste Saisonleistung. „Das war ein arrogantes Spiel von der Mannschaft, überwiegend von unseren ausländischen Spieler. Diese Leistung ist absolut inakzeptabel. Ich bin sehr enttäuscht, wie wir gespielt haben“, sagte Manager Norris (Foto by City-Press) am Montag. In erster Linie kritisiert Norris seine ausländischen Spieler, von denen viel zu wenige Impulse ausgehen. In Duisburg hießen die Torschützen Gawlik und Oppenheimer. Die besten Spieler waren zudem Danner und Wörle. Die Schlüsselspieler in der Offensive Taylor, Young, Kavanagh oder Wright fallen derzeit nur durch Strafzeiten und halbherzigen Einsatz auf, die zu Gegentoren führen. In der Defensive bleiben die Spieler Biron, Slaney und Ward weiterhin hinter den Erwartungen zurück.

„Das ist nicht der Weg der Frankfurt Lions. Diese Spieler gehen momentan den Weg des geringsten Widerstandes. Sie arbeiten nicht hart genug und spielen alleine. Das war absolut null. Diese Mentalität ist die eines Verlierers. So kann es nicht weitergehen“, schimpft Norris. In Duisburg musste erneut Heerema als überzähliger Ausländer auf die Tribüne. „Er hat sich selbst in diese Lage gebracht. Heerema muss mehr für die Mannschaft arbeiten. Dann spielt er auch wieder. Es ist nicht genug zwei Tore gegen Duisburg zu schießen und dann mit dem Eishockey spielen aufzuhören“, kommentiert Chernomaz diese Personalie. Auf der einen Seite ist dies natürlich keine glückliche Situation, dass die Hessen einen ausländischen Spieler zuviel haben, auf der anderen Seite sollte es aber für jeden Spieler eine Extramotivation sein, dieser eine, der nicht spielen darf, nicht zu sein. „Normal könnte Chernomaz sieben oder acht Ausländer raus lassen. Ich bin sehr frustriert“, ließ Norris einen Einblick in sein Innenleben zu. Doch was tun? Trainer Chernomaz sagte am Freitag, es helfe nur beten, dass seine Mannschaft endlich mal seine Torchancen in etwas Zählbares ummünzt. Norris hingegen fordert harte Arbeit. „Gerade wenn es nicht so gut läuft erwarte ich, dass die Jungs einfach spielen. Die jungen Deutschen machen es doch vor. Sie arbeiten jeden Wechsel so hart für den Erfolg. Die Jungs machen Spaß“, lobt Norris seinen Deutschen Spieler.

Konsequenz der dürftigen Leistungen mit nun gerade einmal vier Punkten aus den letzten fünf Spielen ist der 9. Tabellenplatz. Damit hinken die Lions dem eigenen Anspruch deutlich hinterher. „Ja, das ist zu wenig. Aber noch ist kein Grund zur Panik. Die Spieler müssen wieder eine andere Mentalität an den Tag legen. Dann werden sie auch automatisch besser spielen“, ist Norris zuversichtlich, dass in den nächsten beiden Spielen gegen Kassel und Iserlohn wieder eine Mannschaft auf dem Eis steht, die hungrig ist zu gewinnen. Helfen könnte dabei ein gesunder Ilja Vorobjew, der in der vergangenen Saison der kampfstärkste Spieler der Mannschaft war. Nur leider ist Vorobjew weiterhin verletzt ohne Aussicht auf Besserung. „Ilja fehlt uns sehr. Ich hoffe, dass er bald wieder gesund ist“, bestätigte Norris, dass ein solcher Leader derzeit komplett fehlt. (Frank Meinhardt)  

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