Nord-Derby in Hamburg - Freezers schlagen Wolfsburg 3:1

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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Die Premiere des Nord-Derbys zwischen den Hamburg Freezers und den Grizzly Adams Wolfsburg begann vor 9.608 Zuschauern mit der bekannt euphorischen Stimmung auf den Zuschauerrängen.


Das Spiel, besonders das der Heimmannschaft, konnte da nicht annähernd mithalten. Kein Zuspiel landete beim eigenen Mann, kein Tempo im Spiel, einfach konfus und übernervös präsentierten sich die Freezers. Wolfsburg hatte leichtes Spiel und kam zwangsläufig zu Torgelegenheiten. Es schlug dann auch sofort beim ersten Überzahlspiel der Grizzlys im Gehäuse von Boris Rousson ein. Ein Wolfsburger und ein Hamburger Spieler saßen bereits auf der Strafbank, als Paul Manning in der 12. Min. ebenfalls für 2 Min. das Eis verlassen musste. Die Wolfsburger spielten ganz ruhig und gemächlich, bis plötzlich Xavier Delisle ganz frei vor dem Tor an die Scheibe kam und zum 0:1 traf.


Das drückte die Stimmung in der Halle und die Freezers wurden durch diesen Treffer auch nicht sicherer in ihren Aktionen. In der 20. Min. gab es zwar noch eine Riesengelegenheit, als Brandon Reid allein auf den Wolfsburger Goalie Mark Seliger zulief, doch der sehr starke Torwart blieb Sieger in diesem Duell.

Das zweite Drittel begann ein wenig schwungvoller, die Hamburger hatten sicher in der Kabine einige deutliche Worte von ihrem Trainer, Dave King zu hören bekommen.

Es dauerte auch nur bis zur 23. Min., als Jürgen Rumrich ein Abstaubertor aus spitzem Winkel zum 1:1 Ausgleich gelang. Er freute sich wie ein „Schneekönig“ darüber, und sagte nach dem Spiel, dass es immer wieder etwas Besonderes sei, für einen neuen Klub den ersten Treffer zu erzielen.


Ganz langsam wurde das Spiel der Hamburger besser. Die erste wirklich gute Kombination wurde dann auch mit dem Führungstreffer belohnt. Der Wolfsburger Simon saß auf der Strafbank, Hamburg spielte in Überzahl. Die Scheibe lief über den enorm quirligen Reid zu Van Impe, der spielte Peacock ca. 5 Meter vor dem Tor frei und der „Chef“ versenkte den Puck gekonnt im Torwinkel.

Die Halle tobte, die Stimmung war wieder riesig und dem Hamburger Team tat dieser Treffer richtig gut.


Im letzten Drittel hatte die Wolfsburger Glück, dass sie nicht gewaltig unter die Räder kamen. Angriffswelle um Angriffswelle rollte auf Mark Seliger zu, der allerdings eine starke Partie bot. In der 48. Min. parierte es sogar einen Penalty, den Brandon Reid nicht verwandeln konnte.


Doch die Freezers ließen sich davon nicht beirren und berannten unaufhörlich das Grizzly Tor. In der 53. Min. gelang dann Dave Tomlinson das entscheidende 3:1, als er mit einem knallharten Schlagschuss direkt in den Winkel traf.

Die Wolfsburger waren platt, sie hatten keine Kraft mehr, um diese Spiel noch aus dem Feuer zu reißen.


Die Hamburg Freezers kamen zu ihren ersten Punkten, aber es trennen sie noch Welten von der erfolgreichen Spielweise der vergangenen Saison.

Boris Chapla sagte dazu: „Gegen eine Aufsteiger hat es heute gereicht. Es gibt viel zu tun, packen wir es an!“


Tore: 0:1 12:58 X. Delisle (P. Smrek, T. Simon) 3:4

1:1 22:19 J. Rumrich (B. Reid, C. Johnson) 5:4

2:1 32:42 S. Peacock (D. Van Impe, B. Reid)

3:1 52:17 D. Tomlinson (B. House, J. Plachta)


Strafzeiten: Hamburg Freezers 18 Min., Grizzly Adams Wolfsburg 24 Min.

HS: Reichert, Martin

Zuschauer: 9.608

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