„No-Limit-Roosters“ gleichen die Serie nach 118 Minuten aus

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Nach der bitteren 3:4-Niederlage nach Verlängerung am Donnerstag in Frankfurt konnten die Iserlohn Roosters die best of seven Serie gegen die Frankfurt Lions am späten Donnerstagabend ausgleichen. Michael Wolf führte die Entscheidung nach 117:45 Minuten in der dritten Verlängerung herbei. 0:18 Uhr zeigte die Uhr an. Spielbeginn war um 19:30 Uhr.

Die prächtige Kulisse von 4967 Zuschauern in der restlos ausverkauften Eissporthalle am Seilersee sorgte von Beginn an für ordentlich „Feuer“ unterm Dach. Iserlohn begann gut, brauchte aber bis zur 16. Minute, als Beechey einen Abpraller im Powerplay zur 1:0 Führung einnetzte. Jeff Ulmer glich für die gefährlicher werdenden Lions allerdings noch vor der ersten Pause (18.) zum 1:1 aus.

Auf den Punkt dreißig Minuten waren gespielt, als Hock die Scheibe unter Frankfurts Keeper Gordon zum 2:1 ins Tor schob. Und wieder fiel der Treffer in Überzahl.

Die immer wieder gefährlichen und gut vorgetragenen Konter der Lions konnten von den Roosters in den folgenden Minuten immer wieder abgefangen werden. Und wenn es brenzlig wurde, dann war auf Keeper Maracle Verlass. Der musste sich allerdings in der 48. Minute geschlagen geben, als Wörle auf Zuspiel von Heerema zum 2:2 einnetzte. Alles wieder offen in dieser intensiv geführten Partie. Glück hatten die Roosters, dass Young (52.) nur die Latte traf. Mit dem 2:2 Unentschieden ging es somit auch in die Overtime.

Trotz der stark schwindenden Kräfte sahen die leidenschaftlich mitgehenden Zuschauer noch immer harte Checks und packende Zweikämpfe. Iserlohn hatte in der ersten Verlängerung die besseren Chancen, hatte aber auch Glück, dass eine Hinausstellung gegen Wren kurz vor dem Ende der ersten Periode nicht genutzt werden konnte.

In der zweiten Overtime hatte Henderson für Frankfurt die Entscheidung (87.) auf dem Schläger, aber er traf nur den Pfosten. Glück und Pech als hauchdünn nebeneinander.

Es folgte die dritte Verlängerung. Die Physiotherapeuten beider Teams hatten unterdessen in der Pause Schwerstarbeit gegen die Krämpfe der Spieler zu verrichten.

Strafen gegen Danner und Vorobiev ließen die Roosters ungenutzt und mit verwundertem Blick schaute so mancher in der Halle auf die Uhr und der nächsten Pause entgegen. Dann aber schlug das kongeniale Duo Hock / Wolf noch einmal zu. Hocks Querpass versenkte Wolf nach 117:45 Minuten zum 3:2 Siegtreffer. DEL Geschichte, denn so spät wurde bislang noch nie ein DEL Spiel entschieden!

In der "best of seven"-Serie steht es somit 1:1. Schon am Samstag, also nur 41 Stunden nach der Schlacht vom Seilersee geht es in Frankfurt weiter. (MK)

Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions (1:1/1:0/0:1/0:0/0:0/1:0)

Tore: 1:0 (15:32) Beechey (Tapper/Hock) 5-4PP, 1:1 (17:51) J. Ulmer (Young), 2:1 (30:00) Hock (Tapper/Wolf) 5-4PP, 2:2 (47:20) Wörle (Hahn/Heerema), 3:2 (117:45) Wolf (Hock/Tapper)

Strafen: Iserlohn 33 – Frankfurt 40

Schiedsrichter: Georgij Jablukov, Roland Aumüller

Zuschauer: 4967 (ausverkauft)