Nick Petersen: Der Albtraum der Düsseldorfer EGDer Stürmer der Iserlohn Roosters im Gespräch

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Der am 27. Mai 1989 im kanadischen Wakefield, Ontario, geborene Nicholas „Nick“ Petersen wurde 2009 von den Pittsburgh Penguins an 121. Stelle gedraftet. Nachdem der junge Stürmer aber keine Chance in der NHL bekam und in den „Minors“ landete, unterschrieb er vor der letzten Saison einen Vertrag bei den Schwenninger Wild Wings. Nach einem Jahr im Schwarzwald wechselte er ins Sauerland, wo er immer mehr zum torgefährlichen Stürmer wird. Gegen die Düsseldorfer EG gelang ihm ein Hattrick, wobei sein drittes Tor in der Kategorie „Weltklasse“ eingeordnet werden könnte. Er schnappt sich den Puck, kurvt durch das ganze Drittel der DEG, hinter dem Tor durch und schießt die Hartgummischeibe unhaltbar für Lukas Lang ins Tor! (Das Video HIER auf Laola1.tv) Nach dem Schlusspfiff äußerte er sich zu dem Spiel:


Was können Sie über dieses Spiel sagen?

Ich bin noch voll in dem Hochgefühl des Sieges. Dieses Spiel hat so richtigen Spaß gemacht! Wir kamen aufs Eis, haben uns die Führung herausgearbeitet und haben dann kontinuierlich darauf aufgebaut.


Welche Rolle spielen hier am Seilersee die Fans?

Die Zuschauer übernehmen hier einen besonderen Part – es bereitet uns Spielern eine große Freude vor diesen Fans spielen zu dürfen. Speziell bei solchen Partien wie heute geben sie uns mit ihrer Energie, ihren Gesängen, ihrem Radau das Gefühl, als hätten wir immer einen Mann mehr auf dem Eis. Mit der Unterstützung unserer Fans, hatte der Gegner heute keine Chance!


Ab welchem Zeitpunkt waren Sie sich sicher: Wir gewinnen heute?


Wir haben die Düsseldorfer schon das letzte Mal (28. September – 8:0) hoch geschlagen. Ich denke, die spielen momentan nicht sehr gerne hier. Wir mussten uns eigentlich nur konsequent an unsere Spielanweisungen halten. Dann wurde das Match einfach nur laufen gelassen. Und wir hatten das Glück auch auf unserer Seite, dass wir die sich zwangsläufig ergebenden Torchancen verwerten konnten.


Wie Sie sagten, spielt Düsseldorf in dieser Saison nicht gerne hier – aber Sie spielen bzw. treffen gerne gegen die DEG! Beim 8:0 zwei Tore, heute drei!

Ja, mag sein! Ich kann nicht sagen warum, aber manchmal gehen die Scheiben halt rein – ich habe nichts dagegen!


Ihr drittes Tor könnte  gut und gerne als Tor des Jahres bezeichnet werden!

Es war zweifelsohne ein schönes Tor. Aber, wie ich gerade schon erwähnte, manchmal gelingt dem einen halt alles und dem anderen nichts. Bei meinem dritten Treffer stimmte halt alles.


Ein Gegentreffer in Überzahl kann manchmal ein Spiel kippen lassen - als Düsseldorf in der 56. Minute der Ehrentreffer in Unterzahl gelang, bestand aber keine Gefahr mehr?

Nein, es ist zwar immer ärgerlich, im eigenen Powerplay einen Tor zu kassieren, aber das kam viel zu spät, um unseren Sieg noch zu gefährden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Spiel schon lange kontrolliert.


Zweimal hatten Sie, die Roosters, die Möglichkeit mit zwei Leuten mehr auf dem Eis zu sein, haben aber nicht gepunktet!


Ja, wir haben in diesen Situationen kein einziges Mal ins gegnerische Tor geschossen – aber ich denke, dass dies auch nicht spielentscheidend war, da wir ja bei anderen Gelegenheiten zugeschlagen haben! Und das machte heute den Unterschied!