Nicht schön, aber gewonnen

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach der Niederlage am Mittwoch gegen Wolfsburg bekamen die Panther bereits die nächste Chance vor eigenem Publikum, wichtige Punkte einzufahren. Für die Augsburger musste quasi ein Pflichtsieg gegen den derzeit auf dem neunten Platz weilenden direkten Konkurrenten aus Straubing her, um nicht weiter an Boden im Kampf um die Playoff-Teilnahme zu verlieren. Im Gegenzug hätten die Tigers im Falle eines Sieges einen ihrer Konkurrenten schon ein gutes Stück hinter sich lassen können.

Die Frage war, ob es den Hausherren gelingen würde, wieder eine ähnliche Leistung wie zwei Tage zuvor abzurufen, aber die individuellen Fehler zu vermeiden, die zu zwei Gegentoren führten. In der Anfangsphase schien das der Fall zu sein und nach 30 Sekunden musste nach einem Schuss von Top-Scorer Darin Olver der Pfosten bereits für Dimitri Pätzold retten. Nach einer Strafe gegen Sean Bentivoglio war der Schwung dann etwas gebremst, doch die Panther überstanden die Unterzahl schadlos und knüpften nahtlos wieder an. Die Gäste allerdings hielten munter dagegen und waren vor allem bei ihren Kontern brandgefährlich. So verfehlte Karl Stewart beispielsweise nach zwölf Minuten nur knapp die Führung. Im weiteren Verlauf war die Partie im ersten Drittel dann völlig ausgeglichen, wobei die Fehlerquote auf beiden Seiten langsam zu- und das spielerische Niveau abnahm.

Diese Tendenz setzte sich im Mittelabschnitt fort und die wenigen guten Chancen, wie die von Nathan Smith in der 23. Minute, wurden ziemlich leichtfertig vergeben. Nach einem Powerplay, in dem die Panther nicht ein einziges Mal auf das Straubinger Tor geschossen hatten, war es nur Dennis Endras zu verdanken, dass die Gäste nicht in Führung gingen. Die Augsburger taten sich immer schwerer, ein konstruktives Spiel nach vorne aufzuziehen, und wirkten auch in der Defensive häufiger nicht allzu sattelfest. Andererseits vermochten es die Straubinger auch nicht, daraus Kapital zu schlagen, woran der Augsburger Keeper allerdings entscheidenden Anteil hatte.

Eine doppelte Überzahl zu Beginn des Schlussabschnittes bescherte den Panthern dann doch die Gelegenheit, durch Jonathan D’Aversa in Führung zu gehen. Kurz darauf schickte der gewohnt schwache Schiedsrichter Roland Aumüller, dem es wohl inzwischen zu langweilig geworden war, nun zwei Augsburger auf die Bank, doch die Gäste nutzten das ebenso wenig, wie kurz darauf ein weiteres Powerplay. Dennoch warfen sie in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und setzten die Augsburger gehörig unter Druck. Doch es reichte einfach nicht mehr und die Panther retteten den denkbar knappen Sieg über die Zeit.  (mor).

Dean Fedorchuk (Straubing): „Beide Mannschaften hatten viele Chancen vor dem Tor, aber auch beide Torhüter waren sehr stark. Augsburg hat eine Möglichkeit genutzt und so sind wir leer ausgegangen.“

Larry Mitchell (Augsburg): „Es war zwar kein schönes Eishockey, aber viel Kampf, und darüber hinaus das Spiel zweier überragender Torhüter. Es hat schon eine gewisse Ironie, dass die Mannschaft mit der besten Überzahl der Liga ihr schlechtestes Spiel in dieser Hinsicht gezeigt hat und dennoch das einzige Tor im Powerplay erzielt. Für Jonathan D’Aversa war es ein Erfolgserlebnis nach langer Durststrecke und das wichtigste Tor in dieser Saison.“

Jetzt die Hockeyweb-App laden!