NHL/DEL: Ovationen für die Freezers

John Curry lieferte im ersten Drittel ein starkes Spiel im Hamburger Tor. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)John Curry lieferte im ersten Drittel ein starkes Spiel im Hamburger Tor. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)
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Dabei ließ der Auftakt Böses vermuten. Gerade einmal 36 Sekunden waren gespielt, als sich Justin Williams selbst zum Geburtstag beschenkte und das 1:0 für L.A. erzielte. Doch trotz des proppevollen Programms in der DEL gingen die Freezers voll mit und verdienten sich so in der 13. Minute den Ausgleich. Patrick Traverse hatte abgefeuert – und Serge Aubin fälschte die Scheibe zum 1:1 ab. Doch erneut hatten es die Kings eilig. 34 Sekunden später feuerte Alec Martinez die Schreibe unbedrängt auf das von John Curry stark gehütete Hamburger Gehäuse. Der Puck schlug zum 1:2 ein. Doch noch im ersten Drittel sorgten die Hamburger sehr sehenswert für Gefrierbrand bei den Kings. Ein Pass von hinter dem Tor nutzte Kevin Schmidt mit einer Direktabnahme zum 2:2-Ausgleich.

Das lief richtig gut. Das sah auch der Hamburger Patrick Köppchen so, der als Co-Kommentator für Eurosport tätig war. „Wir haben ja inzwischen auch etwas gelernt“, schmunzelte er. Ganz offensichtlich, denn die Freezers gingen gegen das NHL-Team gar in Führung. Im Nachschuss sorgte Aubin für das 3:2. Dann jedoch kam Los Angeles zurück. Anze Kopitar glich mit einem trockenen Schuss von links aus. Beim 3:4 von Brad Richardson war Niklas Treutle, der seit Drittelbeginn im Tor stand, machtlos. Ethan Moreau machte in der 44. Minute bereits alles klar, als er das 5:3 markierte. Doch noch einmal durften die Hamburger Fans jubeln. Brandan Brooks traf 29 Sekunden vor Spielende, ehe sich die Freezers auf die hochverdiente Ehrenrunde begaben.

Benoit Laporte (Trainer Hamburg Freezers): „Es war ein tolles Spiel heute Abend, vor allem für unsere Fans. Sie haben uns hervorragend unterstützt, das ist Hamburg! Wenn die Mannschaft arbeitet, honorieren die Fans das auch. Ich bin stolz auf die Leistung meines Teams. Wir haben sehr diszipliniert und ohne Druck gespielt. Nervös waren die Jungs nicht, sie haben sich eher auf die Partie gefreut und das dann auch gezeigt!“

Terry Murray (Trainer Los Angeles Kings): „Das war eine sehr gute Partie der Freezers, die viele starke und schnelle Spieler in ihren Reihen haben. Hamburg hat überzeugend und mit Tempo gespielt. Auch die Atmosphäre in der o2 World war super. Für uns war es der letzte Test, den wir nicht vollends bestanden haben. Wir werden viel trainieren und uns verbessern müssen. Das Powerplay war nicht überzeugend: Wir müssen mehr schießen und unsere Chancen nutzen.“

Tore:
0:1 (00:36) Williams (Kopitar)
1:1 (12:51) Aubin (Cook, Traverse/5-4)
1:2 (13:25) Martinez (Richards, Gagne)
2:2 (17:32) Schmidt (Jensen, Wolf)
3:2 (31:42) Aubin (Brooks, Dolak)
3:3 (33:32) Kopitar (Williams, Parse)
3:4 (39:46) Richardson (Stoll, Scuderi)
3:5 (43:50) Moreau (Scuderi, Kopitar)
4:5 (59:31) Brooks (Dolak)

Strafen: Hamburg 6, Los Angeles 4
Zuschauer: 10.152

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