Neuer Tabellenführer: Krefeld Pinguine

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
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Es war der Tag der jungen Deutschen beim “Unternehmen

Tabellenführung”. Mit André Huebscher, Daniel Pietta und Sinan Akdag

sorgten zwei Eigengewächse sowie der jüngste Krefelder Akteur für die drei Tore

der Gastgeber und somit für das Gelingen vorgenannten Unternehmens. Damit sind

die Schwarz-Gelben zum ersten Mal nach rund sechs Jahren wieder die Nummer eins

in der DEL-Hitliste.

“Gipfelsturm, die zweite!” war der Slogan vor dem heutigen

Spiel. Aus gutem Grund nahm der Stadionsprecher das ominöse Wort diesmal nicht

in den Mund. Denn da Meister Berlin heute nicht anzutreten brauchte, war die

erneute Chance zur Übernahme der Tabellenführung für die Schwarz-Gelben

vorhanden. Krefeld musste umstellen, da sich Boris Blank am Freitag eine

Schulterverletzung zuzog. So rückte der selbstbewusste Patrick Hager in die

erste Reihe, während „Joker“ Philip Riefers den Job eines

Mittelstürmers der vierten Reihe bis zu seiner Schulterverletzung übernahm.

Daniel Pietta war, wie auch zu Anfang der Saison, Roland Verweys Partner auf

den Flügeln von Reihe Nummer drei. Die Oberbayern dagegen mussten auf ein

ganzes Quartett verzichten: So blieb verletzungsbedingt das Verteidiger-Pärchen

St. Jacques/Ficenec zuhause, während die Angreifer Seidenberg und Nickulas aus

dem gleichen Grund die Reise an den Niederrhein ebenfalls nicht antraten.

Zwar verlief das erste Drittel recht verhalten, doch nur ganz selten

kamen Zweifel daran auf, dass die Führung der selbstbewussten Gastgeber in

Gefahr geraten könnte. Die einzig sehenswerte Chance für die Oberbayern hatte

Thomas Greilinger, einst Superstar der Nationalmannschaft und einer der

Garanten für den sportlichen Aufstieg der B-WM im polnischen Kattowitz vor acht

Jahren. Der Schuss der gebürtigen Bayerwaldler wurde eine sichere Beute von

Pinguin-Schlussmann Scott Langkow. Nicht von ungefähr erzielte Eigengewächs

André Huebscher das 1:0, denn der 19-Jährige hatte schon in der dritten Minute

eine vielversprechende Szene. Als Daniel Pietta, ebenfalls dem Nachwuchs der

Schwarz-Gelben entstammend, den routinierten Jimmy Waite im Kasten der Donaustädter

düpierte und auf 2:0 erhöhte, war die Vorentscheidung gegen die über weite

Strecken harmlosen Ingolstädter gefallen.

Nach einem furiosen Beginn im Mitteldrittel (Stephens fuhr

Doppelschichten, weil Youngster Riefers mit Schulterproblemen ins Krankenhaus

zur Untersuchung gebracht wurde) mit guten Chancen für den Ingolstädter

Routinier Glen Goodall und Youngster Hager für die Gastgeber hatten die Gäste

durch Matt Keith und Duncan Milroy noch weitere gute Möglichkeiten. Danach wurde

das Match wieder zum Einbahnstraßen-Eishockey Richtung des heute nicht

überzeugenden Waite. Auch beim dritten Treffer durch den jüngsten Krefelder sah

der Oldtimer nicht gerade wie ein Weltmeister aus. Der türkischstämmige

U20-Nationalspieler zog ab, die Scheibe war drin. Die letzten Minuten dieses

Abschnitts gehörten wieder den Ingolstädtern, begünstigt durch den Leichtsinn

des slowakischen Duos Pavlikovsky/Milo sowie eine Strafe für Chris Heid.

Gästefans und -spieler freuten sich in der 38. Minute zu früh, als Nationalverteidiger

Michael Bakos zwar das Netz mit einem fulminanten Schlagschuss traf, der

Unparteiische nach Videobeschau jedoch auf Torraumabseits entschied.

In den letzten 20 Minuten tat sich außer einer Rauferei und dem

Ehrentreffer für die dezimierten Gäste so gut wie gar nichts mehr.

Tore: .1:0 (13;03) Huebscher (Endraß, Riefers), 2:0 (19;14)  Pietta (Pavlikovsky), 3:0 (30;01) Akdag

(Schopper)^, 3:1 (48;58) Waginger (Röthke, Goodall)  – Zuschauer: 3.341. -  Strafminuten: Krefeld 16 + 10 Hager,

Ingolstadt 24 + 10 Boucher. – Schiedsrichter: Jablukow (FASS Berlin)