Nethery weiterhin nicht einig mit den Frankfurt Lions

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Nicht nur Zahnschmerzen plagen derzeit den Manager der Frankfurt

Lions, Lance Nethery. Auch die Ungewissheit um seine Person scheint

Nethery langsam zu nerven. Dies würde er zwar nie zugeben, aber

zwischen den Zeilen kann man hören, dass ihn Selbst die momentane

Situation nicht wirklich glücklich macht. „Ich war mit Gerd Schröder

(Alleingesellschafter der Frankfurt Lions) am Montag essen, und wir

haben uns einmal mehr ausgetauscht. Es gibt da 4-5 Ideen für die

Zukunft der Frankfurt Lions, die ich abgeklärt haben möchte. Die

letzten Details sind aber noch nicht geklärt“, so Nethery.

Diese Details scheinen indes mit den DEG Metro Stars geklärt. „Das

Angebot liegt mir vor. Mich reizt vor allem die neue Arena, die in

Düsseldorf entsteht“, betont Nethery, dass er auch nicht abgeneigt

wäre, in der nächsten Saison am Rhein zu arbeiten. Kein Geheimnis

macht Nethery aber auch, dass es ihm schwer fallen würde, Frankfurt,

und da vor allem die Mannschaft, zu verlassen. „Ich habe hier einiges

aufgebaut. Die Mannschaft für die neue Saison steht fest, und es wird

wieder ein Team sein, dass in der Spitzengruppe mitspielen kann. Es

macht mir sehr viel Spaß, den Jungs derzeit zuzuschauen. Alle spielen

mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft. Und die meisten haben bereits

Verträge für die kommende Saison.“

Aber was passiert nach der nächsten Saison? Die Spieler und der

Trainer haben an Marktwert gewonnen. Diese höheren Gehälter können

aber langfristig nur gezahlt werden, wenn die Lions sich nach vorne

entwickeln in ihrer gesamten Struktur. „Es ist nicht einfach, eine

neue Halle zu bauen, dass weiß ich auch. Ich möchte aber sehen, dass

was in dieser Richtung geschieht. Die Finanzierung ist sehr schwer. Es

ist eine rissige Investition. Auf Dauer werden wir aber nur

konkurrenzfähig sein mit einer neuen Arena“, vermutet Nethery. Eine

Entscheidung über sein Verbleib in Frankfurt erwartet der Manager

nicht unbedingt vor Beginn der Play-offs in 10 Tagen. „Wir werden uns

in den nächsten Tagen wieder unterhalten, und dann sehen wir weiter“,

hat Nethery keine Eile. Lions Trainer Rich Chernomaz sieht das ein

wenig anders: „Mir wäre schon wohler, wenn Lance schon bald einen

Vertrag unterschreiben würde. Wir arbeiten gut zusammen und haben die

gleiche Philosophie von Eishockey.“ Mehr wollte Chernomaz öffentlich

nicht verraten. Es war ihm aber anzumerken, dass er unzufrieden

darüber ist, dass Nethery noch kein konkretes Vertragsangebot erhalten

hat, was wohl eher an Gerd Schröder liegt, als an Lance Nethery.

Im sportlichen Bereich haben die Lions derzeit alles im Griff. Zwei

überzeugende Siege gegen den ERC Ingolstadt, die allerdings personell

arg geschwächt waren, haben dafür gesorgt, dass die Lions im Play-off

Viertelfinale zunächst Heimrecht genießen werden. Am kommenden

Wochenende erwartet die Lions ein hochkarätiges Programm. Zunächst

gastieren die Nürnberg Ice Tigers am Ratsweg, ehe die Reise am

Sonntag in die KölnArena zu den Haien führt. „Nürnberg hat uns bisher

überhaupt nicht gelegen. Wir haben bisher alle Spieler gegen sie

verloren. Es ist ein guter Maßstab, wie stark wir wirklich sind. Ich

freue mich auf diesen Vergleich“, erwartet Nethery ein absolutes

Topspiel, dass sicher vor ausverkauftem Haus stattfinden wird. Es gibt

nur noch wenige Stehplatzkarten, genauso wie zum letzten Heimspiel

der Doppelrunde gegen Mannheim. Auch hier sind die Sitzplatzkarten

längst ausverkauft und nur noch wenige Stehplatzkarten zu haben.

Begonnen hat inzwischen der Vorverkauf für die ersten beiden Play-off

Heimspiele der Frankfurt Lions.

Zum Spielerkader: Chad Bassen hat seinen Vertrag bei den Lions um

eine Spielzeit verlängert. „Bassen ist charakterlich einwandfrei und

läuferisch sehr gut“, begründete Nethery die Vertragsverlängerung von

Bassen. Ebenfalls vor einer Verlängerung der Verträge stehen die

Spieler Michael Bresagk, Andrej Strakhov und Boris Ackers. Bei Joe

Murphy wird die Genesung seiner Knieverletzung abgewartet. Murphy

verletzte sich im Training erneut am Knie, und wird daher länger als

gedacht ausfallen. Mit Sean Pronger ist vereinbart, dass man die

Play-offs abwartet, und nachher entscheidet, ob er ein Angebot der

Lions erhält oder nicht. (Frank Meinhardt)

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