Nach zwei Matchbällen jetzt Tie-Break!

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Krefeld Pinguine - Kölner Haie 2:3 n.V. (2:0, 0:1, 0:1, 0:1)

Aus den zwei Matchbällen für die Krefeld Pinguine ist ein Tie-Break geworden. In einer ungemein kampfbetonten Partie bog der Titelverteidiger den 0:2-Rückstand in der Verlängerung noch um und glich die Finalserie somit zum 2:2 aus. Haie-Coach Hans Zach, der nach dem alles entscheidenden Treffer durch Kapitän Mirko Lüdemann auf das Eis stürzte und sich auf seine Jungs warf, fand in der Pressekonferenz die richtigen Worte. “Es war ein hochdramatisches Spiel. Nichts hat meine Mannschaft aus der Bahn werfen können. Wir haben ein Spiel gewonnen”, warnte der Alpenvulkan, “nicht die Serie. Hut ab vor beiden Teams.” Dabei hatten die Domstädter nicht nur die verdiente Pinguin-Führung, sondern nach 16 Minuten auch noch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Eduard Lewandowski zu verkraften, der seinen Gegenspieler Christian Ehrhoff mit dem Stock niederstreckte. Und zu allem Überfluss erkannte der unsicher wirkende Unparteiische den vermeintlichen Ausgleich durch Shane Peacock gegen Ende des zweiten Drittels nach Video-Beschau aus unerfindlichen Gründen nicht an. Auf der anderen Seite hatten die Haie Glück, dass Dave McLlwain wegen seines Schlittschuhtritts gegen Patrik Augusta nicht auch die “rote Karte” erhielt. Krefeld, das einen Bombenstart hinlegte, hörte nach 23 Minuten mit dem Eishockeyspielen auf. Die Blitzparade von Haie-Keeper Chris Rogles gegen “Alpen-Tank” Christoph Brandner wirkte wie ein Fanal. Fortan spielten nur noch die Kölner, deren Reihen von Hans Zach munter durcheinander gewirbelt wurden, während die Pinguine immer mehr nachließen. Clever nutzte Brad Schlegel die Chance zum Ausgleich, als er einen Schuss antäuschte und dann auf den wieder einmal vor Spieleifer sich selbst zerreißenden Alex Hicks passte. Dieser ließ Robert Müller im Tor der Pinguine keine Chance. Kurios die Entscheidung durch den alle überragenden Mirko Lüdemann. In Unterzahl (der offensichtlich eingeschüchterte Unparteiische hatte den Mut und ahndete ein Foul, nachdem im gesamten letzten Drittel seine Pfeife stumm blieb) schnappte er sich die Scheibe, startete ein Solo und überwand seinen Nationalmannschaftskameraden Müller; Rest siehe oben. Der frustrierte Pinguine-Chefcoach Butch Goring fand anerkennende Worte Richtung Köln: “Wir sind ein bisschen enttäuscht. Köln spielte wie ein Meister.” Tore: 1:0 (7;46) Brandner (Augusta, Purdie), 2:0 (9;44) Brandner (Augusta), 2:1 (35;49) Morczinietz (Pasco), 2:2 (56;11) Hicks (Schlegel, Lüdemann), 2:3 (60;35) Lüdemann. - Zuschauer: 6.714 (ausverkauft). - Strafminuten: Krefeld 10, Köln 12 + 10 Renz + 5 + Spieldauer Lewandowski. - Schiedsrichter: Deubert (Bad Kissingen).