Nach Münchens CHL-Coup: Fischtown Pinguins stellen Red Bull ein BeinKonrad Abeltshauser: „Haben zu wenig Chancen genutzt“

Viel Verkehr vor dem Tor des EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)Viel Verkehr vor dem Tor des EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)
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Die Frage, die sich im Anschluss gestellt haben dürfte, wäre: Wie kommen die Red Bulls mit dieser Doppelbelastung zurecht? Zum 20. Spieltag waren nämlich die Fischtown Pinguins Bremerhaven angereist, die den Red Bulls in der Vergangenheit schon mehrmals ein Bein stellen konnten – und das bei ihrem 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0)-Sieg nach Verlängerung erneut taten.

Mit von der Partie war auf Seiten der Red Bulls wieder Trevor Parks, der auch von Beginn an schon ordentlich aufs Tempo drückte. Die Red Bulls hatten optisch mehr Spielanteile, wenngleich auch die gefährlichen Torchancen bis zur elften Minute ausblieben. Eine doppelte Überzahlsituation brachte den Gastgebern die Führung, während das Team von Thomas Popiesch darum bemüht war, das Spiel nicht noch weiter aus der Hand zu geben. „Wir haben in den Special Teams nicht so gut ausgesehen“, so Popiesch.

In Zug kamen die Red Bulls im Vergleich zum ersten Drittel wesentlich stärker und selbstsicherer aus der Kabine. Gegen die Fischtown Pinguins schien die Mannschaft von Don Jackson den roten Faden ein wenig verloren zu haben. „Wir haben unsere Chancen gehabt, haben aber zu wenig genutzt“, so Kony Abeltshauser. Unkonzentriertheiten sowie stärker werdende Pinguins sorgten für den zwischenzeitlichen Ausgleich in einer bis dahin sonst recht zähen Partie. Es deutete sich an, dass die Red Bulls am Dienstag in der Schweiz doch konditionell ein wenig Federn lassen mussten. Das 2:1 kurz vor der zweiten Pause kam aus Sicht der Red Bulls zum richtigen Zeitpunkt.

In der 44. Minute hatte die Mannschaft von Don Jackson dann sogar die Möglichkeit, mit zwei Toren in Führung zu gehen: der Rebound, den Jaroslav Hübl produzierte, landete nur Sekundenbruchteile später im Tor, aber der Treffer wurde vom Schiedsrichtergespann nicht anerkannt, da bereits vorher abgepfiffen war.

Dies nutzten die Gäste für einen kurzen Zwischenspurt ihrerseits und glichen ebenfalls durch eine Überzahlsituation aus. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie immer ruppiger und die Qualität ließ nach. Die Overtime war die logische Konsequenz daraus. Bremerhaven machte kurz darauf den Treffer und sicherte sich so in München zwei Punkte. „Es war ein harter Kampf heute. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die zweimal zurückgekommen ist“, so Thomas Popiesch.

Die Red Bulls verlieren durch diese Niederlage weitere zwei Punkte auf Tabellenführer Mannheim. Coach Don Jackson war sichtlich enttäuscht: „Wir haben gegen eine sehr hart kämpfende Mannschaft gespielt. Es ist schade. Im Spiel drei gegen drei haben wir den Fehler gemacht. Das war der Unterschied.“

"Umso länger das Spiel ging, desto besser haben wir uns eingearbeitet. Wir haben unsere Möglichkeiten gehabt“, so Thomas Popiesch.

„Klar ärgert einen so eine Niederlage. In Köln wollen wir wieder drei Punkte holen. Jetzt heißt es, wieder nach vorne zu schauen“, so Münchens Konrad Abeltshauser.