Nach der Kür kam die Pflicht….

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Eine Erkenntnis des Abends ist wohl die, dass die

Statistiken manchmal richtig sind. Die Adler schießen ihre Tore zu 80 % bei Fünf gegen Fünf, d.h. aber im Umkehrschluss das die Special Teams nicht so

funktionieren, wie es für einen Kader dieser Klasse zu erwarten wäre. Die Adler

schießen zu wenig Tore in Überzahl. Fortgeführt gilt das auch für

Unterzahlsituationen, in denen sie zu viele Gegentreffer erhalten.  In beiden Disziplinen sind sie gerade noch

Mittelmaß (jeweils 8. von 15 Positionen). Wenn man nun ein Spiel spielt, bei

dem die Strafzeiten mit 67 zu 28 Minuten zu Buche schlagen, werden solche

Mängel gnadenlos offensichtlich. Diese Strafzeitenflut entsprach zwar in

keinster Weise der Härte des geführten Spiels, umgehen müssen die Spieler damit

trotzdem können. Hinzu kamen die die üblichen Verdächtigen: unkonzentriertes

Abwehrverhalten (hier hilft vielleicht ein Video über die Abwehrarbeit der

Scorpions), schlechtes Bullyspiel, teilweise schlampiges Passspiel und ja, das

erste Tor für den Gegner. Sonst war das ein Weckruf für die Adler aber gegen

die wie immer tief stehenden Scorpions fanden die Adler kein Mittel, diesen

Riegel aufzubrechen. Ihr Spiel wirkte ideenlos, teilweise emotionsfrei. Die

Hannoveraner hatten mehr Spielanteile im ersten Drittel und so ging das 2:0

völlig in Ordnung.

In der Drittelpause muss Doug Mason wohl zu dieser

Spielweise ein paar Worte verloren haben, die Adler kamen deutlich motivierter

aus der Kabine. Für den Schiedsrichter 

wohl zu motiviert. Hatte er schon im ersten Drittel durch seine

kleinliche und in seiner Kleinlichkeit auch inkonsequenten Art das Spiel zu

leiten, jeglichen Spielfluss unterbunden, so verlor er im zweiten Drittel

komplett die Übersicht und  verteilte 57

zu 14 Strafminuten, die das Spiel nicht verdient hatte.  Es war ein Drittel der Special Teams, dass

die Scorpions mit dem 0:3 für sich entschieden.

Im letzten Drittel entschloss sich dann der Schiedsrichter

erst einmal nichts mehr zu pfeifen, auch Dinge nicht, für die es zwei Drittel

lang Strafzeiten gab. Dies tat dem Spiel der Adler gut und sie bauten mehr und

mehr Druck auf. Das Resultat war ein Doppelschlag von Ahren Spylo in der 56.

und 57. Minute. Dieses Aufbäumen kam zu spät, für einen weiteren Treffer langte

es nicht mehr, es wäre letztendlich auch nicht verdient gewesen.

Fazit ist, dass die Spielweise - wir schießen mehr Tore als

wir bekommen - nicht immer funktioniert, manchmal muss man sich einen Sieg auch

erarbeiten und wenn es auch nur ein Gegner aus der unteren Tabellenhälfte ist.

Gerd Kositzki


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