Nach Blitzstart das große Zittern

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit

einem, am Ende knappen, 4:3 Erfolg über die Panther aus Ingolstadt festigten

die Hannover Scorpions ihrer Spitzenposition in der Deutschen-Eishockey-Liga.

Das Spiel: Die Hausherren

begannen, als sie es ihrem Übungsleiter zeigen wollten. Äußerte Hans Zach nach

den beiden Niederlagen gegen Kassel und Straubing leichten Unmut über die

Einstellung seiner Mannen, so musste er mit ihnen nach den ersten 258 Sekunden

mehr als zufrieden sein. Zu diesem Zeitpunkt führte sein Team gegen anfangs

restlos überforderte Ingolstädter bereits mit 3:0. Der wie aufgezogen wirkende

Thomas Dolak besorgte nach 83 Sekunden bereits die Führung für seine Skorpione,

als er nach einem Querpass von Eric Schneider den Puck nur noch einzuschieben

brauchte. Nur 27 Sekunden der nächste Nackenschlag für die Panther. Tobias

Draxinger und Keeper Jimmy Waite wurden sich nicht einig wer den Puck vor dem

Tor spielen sollte, Klaus Kathan bedankte sich in Form zweiten Treffers für die

Niedersachsen. In der fünften Minute fuhr Dolak mit dem Puck seelenruhig und

ungestört durch die Verteidigungszone der Gäste, sein Pass verwerte Schneider

zum 3:0. Die anschließende Auszeit von Panther-Trainer Greg Thomson brachte ein

wenig Ruhe in das Spiel seiner Mannschaft, doch mehr als ein Schlagschuss von

Jakub Ficenec in der neunten Minute sollte aber bis zur Pausensirene nicht

herauskommen.

Den

besseren Einstieg in den zweiten Durchgang hatten die Audi-Städter. Ein harmlos

wirkender Schuss von Michael Waginger (24.) rutschte Scorpions-Keeper Alex Jung

zum 3:1 Anschlusstreffer durch die Schoner. Die Panther in der Folgezeit mit

leichten Vorteilen, mussten aber mit ansehen wie, just als eine Strafe Stephan

Daschner abgelaufen war, Sachar Blank nach feiner Vorarbeit von Martin Hlinka

den alten Drei-Tore-Vorsprung wiederherstellte. Doch vom Gegentreffer

unbeeindruckt schlugen die Thomson-Boys zurück. Ein wunderbar anzusehender verdeckter

Handgelenksschuss von Thomas Greilinger landete nach 33 Minuten zum 4:2 in den

Winkel. Der Spitzenreiter tat sich wie in der Folgezeit schwer mit dem Spiel

ihres Kontrahenten und hatte Glück, als kurz vor der Pause ein Querschläger von

Daschner an den Außenpfosten landete.

Ähnlich

das Bild in den letzten 20 Minuten, die Gäste machten den aktiveren Eindruck.

Waginger (41.) verzog knapp, Hannover´s Dolak hatte zwei Minuten später Pech

mit einem Lattentreffer. Zwei Überzahlspiele in Folge konnten die Gastgeber

zwischen der 45. und 48. Minute nicht nutzen. Zwar übten die Zach-Mannen enormen

Druck aus, hatten aber in den entscheidenden Phasen kein Fortune. Die Ingolstädter

in der Folgezeit mit dem Willen das Resultat zu korrigieren, doch wenn dann mal

ein Schuss durch die Defensive der Niedersachsen kam zeigte sich Torwart Jung

auf dem Posten. Vier Minuten vor dem Ende war es dennoch soweit. In Überzahl stand

Glenn Goodall goldrichtig, und verkürzte auf 3:4 aus Sicht seiner Mannschaft.

Die letzten Minuten gestalteten sich dramatisch. Als Thomson seinen Keeper aus

dem Gehäuse nahm, fand sich 48 Sekunden vor dem Ende der Puck, nach einem

Schuss von Matt Keith, in den Maschen des hannoverschen Tores. Doch nach

Videostudium entschied Hauptschiedsrichter Georg Jablukov, dass das Tor vorher

verschoben war. So blieb es nach Ablauf der 60 Minuten beim knappen und

glücklichen Sieg des immer noch aktuellen Tabellenführers.     

Stimmen: Hans Zach

(Hannover): „Es sah nach dem 3:0 nicht nach einem engen Spiel aus. Wir haben

heiß und zielstrebig begonnen, und sind dann ins technische Spiel verfallen.

Ich hoffe das wir wieder zu unserem Spiel zurückfinden, was uns an die Spitze

gebracht hat.“

Greg

Thomson (Ingolstadt): „Wenn man einer Mannschaft wie Hannover einen

Drei-Tore-Vorsprung gibt, ist nicht viel zu holen. Positiv ist, dass wir noch

rangekommen sind. Schade das Ende das Tor verschoben war.

Statistik: 1:0 (1:23)

Dolak (Schneider, Vikingstad); 2:0 (1:50) Kathan (Boos, Mondt); 3:0 (4:18)

Schneider (Dolak, Vikingstad); 3:1 (23:54) Waginger (Goodall, Keith); 4:1

(29:58) Blank (Hlinka, Ackeström); 4:2 (32:02) Greilinger (Seidenberg, Daschner);

4:3 (55:59) Goodall (Waginger, Ficenec) 5-4

Strafminuten:

Hannover 8 – Ingolstadt 14

Schiedsrichter:

Jablukov (Berlin)

Zuschauer:

3791

Jens

Wilke

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