Muss Tomlinson guten Schlaf teuer bezahlen?

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Zum einen, weil sein Team vor 4146 Zuschauern in der Arena am Dutzendteich bereits mit 5:1 geführt hatte, der Vorsprung aber Tor um Tor schmolz. Und zum anderen, weil es einer der beiden Hauptschiedsrichter nach Tomlinsons Meinung nicht gut mit der DEG meinte, was den Trainer zu einer für ihn nicht typischen Schelte ausholen ließ, die die Liga ernst nehmen sollte, da sie vom 40-Jährigen lange nach Spielschluss und trotz des Sieges sowie ohne Emotion und mit ruhiger Stimme vorgetragen wurde. „Christian Oswald war nicht gut. Es ist zu merken, dass er nie Eishockey gespielt hat. Ich hatte aber schon auch das Gefühl, dass er uns benachteiligt, denn er hat mich immer so arrogant angesehen. Natürlich kann ich für diese Äußerungen eine Geldstrafe bekommen, aber wenn dem so sein sollte, dann bezahle ich sie gerne, denn es musste einfach mal raus und nun kann ich besser schlafen.“

Dies kann Tomlinson aber auch deshalb, weil sein Team die sechs Spiele andauernde Niederlagen-Serie dennoch stoppen konnte. „Das war für die Moral ungemein wichtig“, sagte Verteidiger Marian Bazany, der aber ergänzte: „Wir waren schon unsicher, als die Nürnberger immer mehr aufholten.“ Das Team hat die kleine Talsohle also noch nicht durchschritten, scheint aber auf gutem Weg dorthin. „Wir haben richtig hart gearbeitet und uns den Sieg daher am Ende auch verdient“, sagte Angreifer Patrick Reimer.

Besonders diese harte Arbeit imponierte Trainer Jeff Tomlinson. "Ich habe immer gesagt, dass die Jungs Charakter haben. In diesem Spiel und besonders bei dessen Verlauf haben sie das nun wieder deutlich unter Beweis gestellt. Unglaublich, wie sich in den vielen Unterzahlsituationen in die Schüsse geworfen wurde. Besonders Daniel Kreutzer war ein richtiger Krieger.“ Die DEG hat am Sonntag in Nürnberg ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben, an das es nun anzuknüpfen gilt. Damit es für Jeff Tomlinson wieder leichter wird, hinter der Bande zu stehen.

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