München verliert im Finale des Red Bulls SaluteHygienekonzept funktionierte

Nick Petersen vom Klagenfurter AC im Duell mit Münchens Torhüter Daniel Fiessinger.  (Foto: GEPA pictures/Thomas Bachun)Nick Petersen vom Klagenfurter AC im Duell mit Münchens Torhüter Daniel Fiessinger. (Foto: GEPA pictures/Thomas Bachun)
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Um bei diesem Turnier auch einen Betrieb mit Zuschauern zu ermöglichen, erarbeiteten die Verantwortlichen ein umfangreiches Hygienekonzept für die Sicherheit aller Beteiligten. So wurde nur jeder zweite Sitzplatz zum Verkauf angeboten und der Presse- und Fernsehbereich abgesondert auf die Kitzbüheler Stehplatztribüne verlagert. Dies ermöglichte, dass 468 Fans ihre Mannschaft live im Stadion unterstützen konnten. Um einen risikoarmen Besuch der Spiele zu gewährleisten, herrschte im kompletten Stadiongelände die Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, welche erst auf dem zugeteilten Platz abgenommen werden durfte. Vor Betreten der Anlage wurden die Hände desinfiziert sowie die Körpertemperatur gemessen. Ein Konzept, das voll aufging und ein mögliches Beispiel für einen Spielbetrieb mit Zuschauern auch in Corona-Zeiten darstellt.

EC Red Bull Salzburg – Klagenfurter AC 0:4

Der Klagenfurter AC hat das Auftaktmatch mit 4:0 für sich entschieden. Beide Teams begannen sehr überlegt und wollten jeglichen Fehler vermeiden. Aus diesem Grund egalisierten sich beide Mannschaften im Anfangsdrittel überwiegend. Im Laufe des ersten Drittels stand auch immer mehr der Salzburger Goalie Jean-Phillipe Lamoureux durch einige gute Paraden im Mittelpunkt. Im zweiten Drittel änderte sich das Bild und die KACler bestimmten das Spiel. Ein Doppelschlag in der 35. und 36. Spielminute durch Manuel Geier und Neuzugang Gregorc Blaz führte zur erstmaligen Führung. Um die sich anbahnende Niederlage noch abzuwenden, kamen die Mozartstädter mit viel Druck aus der Kabine. Ein Fehler im Aufbau der Gastgeber nutzte im Gegenzug Rok Ticar konsequent aus und stellte den Drei-Tore-Vorsprung her. Die Kärtner nutzten das leere Tor, um in der 59. Spielminute durch Manuel Geier den Endstand herzustellen. Die Klagenfurter standen als Finalist fest.

EHC Red Bull München – Vienna Capitals 2:1

Das Team aus München machten es besser als die Namensvetter aus Österreich und zogen durch einen 2:1-Sieg ins Finale ein. Die Münchner starteten sichtlich motiviert in das Turnier und spielten schnelles und direktes Eishockey mit viel Zug zum Tor, jedoch ohne Torerfolg. Luce Zitterbart änderte dies in der 15. Minute mit einem platzierten Schuss, bei dem Caps-Schlussmann Bernhard Starkbaum keine Abwehrchance hatte.

Die vielen angereisten Fans der Red Bulls aus der bayrischen Landeshaupstadt sahen auch zu Beginn des zweiten Drittels ein starkes Spiel ihres Teams. Colin Campell glich durch einen Fehler im Aufbau der Red Bulls in deren Überzahl das Spiel aus. Dies hatte jedoch nur knapp fünf Minuten Bestand, ehe Yasin Ehliz einen Alleingang zur erneuten Führung durch die Beine von Bernhard Starkbaum nutzte.

Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie den Kampf ums Finale annahmen und jeden Check zu Ende fuhren. Ein Blick auf die Münchner Bank zeigte jedoch, dass das Team von Don Jackson nicht zufrieden mit der gezeigten Leistung war. Am Ende brachten die Red Bulls die Führung über die Zeit und zogen zum zweiten Mal in Folge ins Finale des Salute ein.

„Es war super, es ist etwas ganz anderes als Training und bringt uns natürlich voran. Ich glaube, wir machen den richtigen Schritt, um die Saison bald möglichst zu starten. Es war ein hartes Spiel, das sich von Drittel zu Drittel gesteigert hat. Wien ist eine sehr gute Mannschaft und ich bin sehr glücklich über den Sieg“, resümiert Emil Quaas nach dem Spiel.

EC Red Bull Salzburg – Vienna Capitals 3:2

Im Spiel um Platz drei spürte man von Beginn an, dass die Salzburger die Auftaktniederlage gegen Klagenfurt nicht auf sich sitzen lassen wollten. Die Fans der Mozartstädter mussten bis zur 18. Spielminute warten, ehe sie das erste Mal jubeln durften. Tim Harnisch erkannte die Unsortiertheit in der Wiener Hintermannschaft und traf über die Fanghand von Capitals-Goalie Wraneschitz zur erstmaligen Führung in diesem Match.

Die Donaustädter wollten diesen Rückstand nicht auf sich sitzen lassen und kamen mit viel Schwung und Elan aus der Kabine. Es waren aber die Salzburger, die das nächste Tor erzielten. Alexander Pallestrang zog mit der Rückhand aus dem Slot ab und überraschte damit Sebastian Wraneschitz. Eine Sekunde vor Ende des zweiten Spielabschnitts wurden die Capitals für ihren hohen Aufwand erstmals belohnt. Dominik Pfiff bezwang mit einem platzierten Schlagschuss vom Bullykreis erstmals Nicolas Wieser.

Zu Beginn des Schlussabschnittes egalisierten sich beide Mannschaften wieder größtenteils. Mitten in dieser ereignislosen Phase des Spiels konnte John Hughes für Salzburg erhöhen, ehe Colin Campell den Anschluss wiederherstellt, indem er die fehlende Abstimmung der Salzburger Hintermannschaft nutzte und Wieser mit einem platzierten Schuss in den Winkel keine Abwehrchance lässt.

EHC Red Bull München – Klagenfurter AC 1:2

Im Finale des Red Bulls Salute trafen die beiden Tabellenersten der abgelaufenen Saison aufeinander.  Die Mannschaft aus der bayrischen Landeshauptstadt startete wie schon am Vortag sehr schwungvoll in die Partie und zwang „Rotjacken“-Goalie Sebastian Dahm früh zu einigen guten Paraden. Die wohl beste Möglichkeit des Drittels hatten die Red Bulls in Person von Derek Roy.  Schön freigespielt von Konrad Abeltshauser zwang er Ex-Eisbär Dahm, sein ganzes Können zu zeigen.

In Minute 22 durften die zahlreich angereisten Münchner Fans das erste Mal jubeln. Yannic Seidenberg traf mit einem platzierten Handgelenkschuss. Sebastian Dahm wurde gekonnt die Sicht verstellt, so dass der Däne keine Abwehrchance hatte. Die Bayern gaben auch im weiteren Verlauf den Ton an, verpassten aber die Führung weiter auszubauen.

Dies änderte sich direkt zu Beginn der finalen Periode. Ein Missverständnis im Spielaufbau der Münchner Abwehr nutzten die Klagenfurter in Person von Nick Petersen zum Ausgleich. Keine Minute später durften die Kärtner erneut zum Jubelschrei ansetzen, Samuel Witting vollendet einen Konter gekonnt über die Stockhand von Daniel Fiessinger und macht den Doppelschlag perfekt. München versuchte nochmal die drohende Niederlage abzuwehren, schaffte es aber nicht mehr.