München und Wolfsburg kämpfen um den TitelDie Final-Revanche startet am Sonntag

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Moment: das war auch schon das Finale der letzten Saison!

München gelang der Finaleinzug wie im letzten Jahr mit lediglich neun Play-off-Spielen, während die Niedersachsen jene 13 brauchten. Je länger diese Finalserie gehen wird, desto mehr wird dies ein Faktor sein, der für München spricht. Andersherum kommen die Grizzlys direkt aus dem Spielfluss von einer Runde in die nächste.

Die Niedersachsen haben mit den Red Bulls noch eine Rechnung offen, denn diese gewannen letztes Jahr zum ersten Mal in der DEL die Finalserie mit einem 4:0, dem sogenannten Sweep. München wird dagegen mit Sicherheit wieder alles tun, um seinen Meistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Doch mit den Grizzlys und Pavel Gross steht ihnen der vermeintlich unangenehmste Gegner gegenüber. Wolfsburg spielt ein bissiges und körperbetontes Eishockey mit aggressiven Forechecking und gnadenloser Effizienz vor dem gegnerischen Tor, was besonders Nürnberg im Halbfinale zu spüren bekam. Außerdem sind pünktlich zum Finale die Stürmer Kris Foucault und Alexander Weiß auf Wolfsburger Seite wieder fit geworden.

Die Red Bulls müssen dagegen auf Verteidiger Deren Quint verzichten, der aufgrund einer Beinverletzung das Finale verpassen wird. Wiedergenesen wird dagegen bis zum Finale Jason Jaffray sein, der zuletzt aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen im Halbfinale gegen die Eisbären geschont wurde.

Münchens große Stärke ist nach wie vor die unglaubliche Breite des Kaders und die Fähigkeit, dass wenn eine Reihe einmal etwas Stocken gerät, springt die nächste Reihe ein und erzielt die Tore. Gerade in den Play-offs war das der Fall und das ist etwas, was München so unberechenbar macht. Konstant gut bei den Red Bulls sind die Special Teams (Powerplay- und Unterzahlreihen). Mit einem Wert von mehr als 96 Prozent wird München in Unterzahl nur schwer zu knacken sein, zumal auch hinten noch Danny aus den Birken im Tor steht. Der Goalie der Play-offs zeigte bei all seinen Einsätzen eine unglaubliche Ruhe und Abgeklärtheit. Mit einer Quote von lediglich 1,25 Gegentoren pro Spiel hält er den Bestwert aller Play-off-Teams. Doch auch sein Gegenüber Felix Brückmann zeigte in der Serie gegen Nürnberg eine außergewöhnliche Leistung und war mit der Garant für den Einzug der Grizzlys ins Finale.

Das erste Spiel am Sonntag wird zum absoluten Gradmesser für beide Mannschaften werden. Sowohl für das Team von Meistertrainer Don Jackson, als auch für Wolfsburg mit dem schlitzohrigen Perfektionisten Pavel Gross an der Bande.

Bereits am Donnerstag wurde vermeldet, dass das erste Finalspiel ausverkauft sei.

Auch bei den Buchmachern steht die Partie hoch im Kurs: mit einer Quote von 6 auf einen Münchner Sieg, sowie einer Quote von 11 auf einen Sieg der Grizzlys bei 888sport.com.

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