München siegt im Nord-Süd-DuellMünchen - Hamburg 3:2 n.V.

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Von Beginn an war die Brisanz dieser Partie zu spüren. München hat nach der Niederlage der Adler Mannheim nun sogar realistische Chancen, auf die Kurpfälzer aufzuschließen, während die Freezers um Platz vier und das daraus resultierende Heimrecht für das Play-off-Viertelfinale kämpfen müssen. Beide Teams zeigten schon im ersten Drittel hochklassiges Eishockey, wenn auch größtenteils ohne zwingende Torchancen. Bis zur 19. Minute. Dann sorgte der von der Münchner Defensive sträflich alleingelassene Adam Mitchell für die Führung der Freezers. Die Red Bulls ließen allerdings nicht lange bitten und erzielten wenige Sekunden vor der Pausensirene den Ausgleich durch Alex Barta.

Im zweiten Drittel klappten beide Mannschaften dann die Visiere hoch und zeigten mehr und mehr, warum sie sich im oberen Tabellendrittel befinden. München erwischte den besseren Start in diesem zweiten Abschnitt und sorgte durch ein Powerplay-Tor von Daniel Sparre erstmals in dieser Partie für eine Führung ihres Teams. Hamburg blieb dennoch gefährlich, vor allem bei zum Teil schlampigen Zuspielen der Red Bulls.

Eines war klar: die Freezers müssen noch mehr tun, wenn sie diese Begegnung noch gewinnen wollten; und das taten sie auch in Form von Philipp Dupuis, der EHC-Goalie Treutle beim Ausgleich nicht gut aussehen ließ. Hamburg hatte in dieser Phase deutlich mehr Spielanteile und es schien, als würde das Spiel kippen. München hielt mit allen Kräften dagegen und versuchte, ebenso körperbetont zu agieren, wie die Gäste. Allerdings mit deutlich weniger Erfolg. Nach einigen unrühmlichen und zum Teil unsportlichen Aktionen, die von den unsicher agierenden Offiziellen mit falschem Maß geahndet wurden, ging dieses Spitzenspiel in die Overtime. „Wir hatten am Ende sicherlich ein wenig Glück. Hamburg hat ein gute Forechecking gespielt und gut dagegengehalten“, so Don Jackson nach dem Spiel.

Da waren gerade einmal 15 Sekunden in der Verlängerung gespielt und es rappelte im Kasten der Gäste. Dem sonst so sicheren Kotschnew unterlief eine kapitale Fehleinschätzung des vermeintlichen Zuspiels von Mads Christensen, die den Red Bulls den Extrapunkt bescherte. „Das war heute ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, müssen aber noch einiges besser machen“, erklärte der Sieg-Torschütze.