München macht die 100 vollDEL kompakt

Der EHC Red Bull München hat die 100-Punkte-Markte geknackt. (Foto: GEPA pictures/ City-Press)Der EHC Red Bull München hat die 100-Punkte-Markte geknackt. (Foto: GEPA pictures/ City-Press)
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Krefeld Pinguine – EHC Red Bull München 1:3 (1:1, 0:2, 0:0)

Durchaus forsch begannen die Krefelder, vor dem eigenen Tor leistete man sich aber den ersten Bock und das ließen sich die roten Bullen nicht entgehen und konnten früh in Führung gehen. Schock? Von wegen! Der KEV machte munter weiter und kam kurz vor der ersten Pause zum Ausgleich. Im zweiten Abschnitt legten die Münchener leicht zu und konnten erneut in Führung gehen. 6,2 Sekunden vor der zweiten Pause schlugen die Oberbayern ein drittes Mal zu. Krefeld hatte zweimal die Chance zu klären, doch die Münchner spielen es in ihrer gewohnten Bierruhe und vollenden. Die Seidenstädter auch im Schlussabschnitt sehr bemüht, München dafür eher im Schongang. Passiert ist auf der Anzeige nichts mehr und so sicherte sich der Tabellenführer drei weitere Punkte.

Tore: 0:1 (5:35) Brook Macek (Keth Aucoin, Florian Kettemer), 1:1 (16:01) Justin Feser (Kurt Davis, Mathias Trettenes), 1:2 (28:12) Steven Pinizzotto (Frank Mauer), 1:3 (39:54/PP) Mads Christensen (Steven Pinizzotto, Keith Aucoin). Zuschauer: 5629.

Augsburger Panther – Straubing Tigers 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)

Im bayerischen Derby des Tages hatten die Augsburger einen Traumstart, denn mit dem ersten Rebound klingelte es das erste Mal. Für die Tigers doppelt bitter, denn ansonsten spielten sie ein sehr gutes erste Drittel. Den Rückstand konnten sie bis zu ersten Pause aber nicht mehr ausgleichen. Im Mitteldrittel nahm das Derby etwas mehr Fahrt auf und Straubing konnte etwa zur Hälfte des Spieles den Ausgleich erzielen. Sehenswert vor allem die Vorarbeit durch Mike Hedden. Nach dem Tor hatten die Niederbayern mehr vom Spiel und so ging es unentschieden in die zweite Pause. Will Augsburg noch Platz zehn erreichen, musste im Schlussdrittel mehr kommen. Und es kam mehr. Augsburg legte erneut flott los und kam früh zum zweiten Treffer. Doch lange dauerte die Freude nicht, denn Arvids Rekis wird zum Pechvogel, als er die Scheibe rutschend über die eigene Torlinie brachte. Das Spiel schwappte nun hin und her, doch aus einer eigentlich harmlosen Situation erzielen die Tigers ihre erste Führung. Augsburg wurde immer offensiver und zog den Goalie, doch es reichte nicht mehr und die Panther verlieren wichtige Punkte.

Tore: 1:0 (0:48) Davis Stieler (Gabe Guentzel, Matt White), 1:1 (28:15) Jeremy Williams (Mike Hedden), 2:1 (41:20) Daniel Schmölz (Scott Valentine, Matt White), 2:2 (43:28) Mike Hedden , 2:3 (51:21) James Bettauer (Alex Oblinger). Zuschauer: 5054.

Adler Mannheim – Iserlohn Roosters 2:3 (0:0, 1:0, 1:3)

Ohne Tore gingen die Teams erstmals in die Kabinen zurück. Zuvor hatten die Adler den besseren Start erwischt, doch im Verlauf kamen die Roosters besser in die Partie und hatten zu Drittelende leichte Vorteile. Kurz nach Wiederbeginn leisten sich die Gäste aber einen Patzer in Überzahl und den daraus entstandenen Konter vergoldeten die Kurpfälzer. Mannheim hatte mehrfach die dicke Chance, die Führung auszubauen, weitere Tore gelangen aber keiner der Mannschaften. Im Schlussabschnitt ging es hoch her. Nach einem Aufbaufehler der Hausherren fiel der Ausgleich und keine zwei Minuten später gingen die Iserlohner gar in Führung. Mannheim auch danach mit guten Chancen, doch die Roosters nutzten einen Konter, um zu erhöhen. Gegen Ende ging Dennis Endras vom Eis, was die Mannheimer mit dem Extraangreifer auch nutzen konnten, doch es reichte nicht mehr für die Quadratestädter, die damit wieder einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Tore: 1:0 (21:25/SH) Chad Kolarik (Luke Adam), 1:1 (48:24) Jack Combs (Travis Turnbull, Jason Jaspers), 1:2 (50:01) Marko Friedrich, 1:3 (56:12) Louie Caporusso (Blaine Down, Sasa Martinovic), 2:3 (58:23/EA) Matthias Plachta (Mathieu Carle, Chad Kolarik). Zuschauer: 11.564.

Kölner Haie – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)

Die Bremerhavener Führung wurde erst nach gut sechs Minuten gewertet, das Tor fiel aber schon in der zweiten Minute. Doch so lange lief die Partie weiter, erst dann gab es eine Unterbrechung und den Videobeweis. Am Ende waren es etwa vier Minuten vergeudete Kraft, denn natürlich musste die Uhr zurück gestellt werden. Die Haie wollten das direkt wieder begradigen und so fiel nach nur wenigen Minuten der Ausgleich. Die Teams schenkten sich nichts, doch weitere Tore gab es vorerst nicht. Im zweiten Drittel erarbeiteten sich die Haie die Führung. Optisch zum Teil klar überlegen, dauerte es aber bis tief ins Mitteldrittel, ehe es soweit war. Danach konnten die Gäste wieder etwas zulegen, zum Ausgleich reichte es aber nicht. Es ging auch im Schlussdrittel flott mit Chancen für beide Seiten weiter. Doch mit einem Doppelschlag sorgten die Domstädter für klare Verhältnisse. Lange war das Spiel offen, doch nun war klar, wer das Eis als Sieger verlassen wird. Mit seinem zweiten Tor des Spieles machte Felix Schütz endgültig alles klar, da half auch das Anschlusstor in den Schlusssekunden nichts mehr.

Tore: 0:1 (1:36) Cody Lampl (Cory Quirk, Mike Hoeffel), 1:1 (8:31/PP) Ben Hanowski (Bill Thomas, Justin Shugg), 2:1 (31:03) Alexandre Bolduc (Ben Hanowski, Justin Shugg), 3:1 (47:12) Felix Schütz (Bill Thomas, Christian Ehrhoff), 4:1 (48:25) Justin Shugg (Alex Suzer, Pascal Zerressen),  5:1 (56:13) Felix Schütz (Philip Gogula, Bill Thomas), 5:2 (59:47) Jason Bast. Zuschauer: 14.201.

Thomas Sabo Ice Tigers – Eisbären Berlin 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.P.

Das Eröffnungsdrittel darf aus Berliner Sicht durchaus als glücklich bezeichnet werden, denn die Nürnberger hatten einige Großchancen, von denen sie aber keine verwerten konnten. Im Mitteldrittel konnten die Franken dann aber gleich ihre erste Chance nutzen und in Führung gehen. Fast wäre direkt im Anschluss der Ausgleich gefallen, doch der Pfosten stand im Weg. Berlin aber nun deutlich besser im Spiel, als im ersten Drittel und so war es das erwartet enge Spitzenspiel, was auch im Schlussdrittel seinen Fortgang nahm. Allerdings neutralisierten sich beide Team zunächst. Erst als die Schiedsrichter das Personal auf dem Eis reduzierten, wurden die Chancen wieder mehr. Doch es dauerte bis wenige Minuten vor der Sirene, ehe der Ausgleich fiel und somit das Spiel in die Overtime ging. Bei diesem Spektakel fiel kein Tor, damit musste die Partie in den Penaltys ihren Sieger finden. Den letzten zu verteilenden Punkt sicherten sich hier die Nürnberger und gewannen somit das Spitzenspiel.

Tore: 1:0 (20:58) Leo Pföderl (John Mitchell, Milan Jurcina), 1:1 (55:14) Jamie MacQueen (Mark Olver, Thomas Openheimer), 2:1 (65:00/GWP) Petr Pohl. Zuschauer: 7672.

Düsseldorfer EG – Grizzlys Wolfsburg 4:7 (2:1, 1:4, 1:2)

Es war einiges los im ISS-Dome. Zunächst konnten die Gäste in Führung gehen, doch gut zwei Minuten später konnten die Düsseldorfer in Überzahl ausgleichen. Diese spielten weiter druckvoll und gingen ihrerseits verdient in Führung. Noch mehr Tore gab es im Mitteldrittel. Hart und verbissen wurde um jede Scheibe gekämpft und so war es ein rassiges Spiel. Und obwohl es auf dem Eis über weite Strecken durchaus ausgeglichen aussah, ging das Drittel klar an die Wolfsburger Gäste, die mit einer Zwei-Tore-Führung in die zweite Pause gehen konnten. Die Grizzlys zeigten sich effektiv bei der Chancenverwertung und die DEG nahm unnötige Strafen, die dem neuen Headcoach Tobi Abstreiter die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Zu Beginn des Schlussdrittels erhöhten die Niedersachsen zügig und sorgten so für eine Vorentscheidung. Wer jetzt auf das große Aufbäumen der DEG gehofft hatte, der wurde enttäuscht. Irgendwie war die Luft aus der Partie. Und gerade als alle am wegdämmern waren, gab es den eingesprungenen Strodel, der verkürzen konnte. Die Rheinländer hatten jetzt nochmal Blut geleckt. Gute zwei Minuten vor Spielende gingen die Düsseldorfer volles Risiko und ersetzten ihren Goalie. Doch das zahlte sich nicht aus, stattessen machte Wolfsburg das Empty-Net-Tor.

Tore: 0:1 (7:03) Tyson Mulock (Alexander Karachun), 1:1 (9:18/PP) Alex Barta (Max Kammerer, Stephan Daschner), 2:1 (14:34) Spencer Machacek (Daniel Weiss, Eduard Lewandowski), 2:2 (23:45) Philip Riefers (Jeff Likens, Fabio Pfohl), 2:3 (24:19) Sebastian Furchner, 3:3 (29:22) Jeremy Welsh (Rob Bordson, Stephan Daschner), 3:4 (32:24/PP) Alex Weiss, 3:5 (36:47) Gerrit Fauser (Torsten Ankert, Christoph Höhenleitner), 3:6 (40:40/PP) Alex Weiss (Brent Aubin, Jeff Likens), 4:6 (48:46) Manuel Strodel (Stephan Daschner, Darryl Boyce), 4:7 (59:41/EN) Mark Voakes (Stephen Dixon, Gerrit Fauser). Zuschauer: 6076.

ERC Ingolstadt – Schwenninger Wild Wings 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.

Der ERC begann mit Druck, der sich früh im Führungstreffer niederschlug. Bis Schwenningen die erste gute Chance hatte, wäre ein zweites Ingolstädter Tor nicht unverdient gewesen. Doch das verpassten die Schanzer und mussten sich mit der knappen Drittelführung zufrieden geben. Ingolstadt war auch im Mitteldrittel die klar tonangebende Mannschaft. David Elsner hätte fast die Führung ausgebaut, doch der Videobeweis machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Nach vierzig Minuten hatten die Ingolstädter bereits doppelt so oft aufs Schwenninger Tor geschossen als andersrum, doch es blieb bei der knappen Führung. Auch das Schlussdrittel hatte seinen Videobeweis, diesmal auf der anderen Seite, doch mit demselben Ausgang. Die Partie und ein schnelles hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. In Überzahl war es dann soweit und die Wild Wings rächten sich mit dem Ausgleichstor für die vielen liegen gelassenen Chancen, die die Panther hatten. So ging es Spiel, das nach zwei Dritteln eigentlich entschieden sein müsste, in die Verlängerung. In dieser musste man bis vier Sekunden vor dem Ende warten, ehe sich die Ingolstädter den zweiten Punkt sicherten, was zwar verdient, aber eigentlich einer zu wenig war.

Tore: 1:0 (3:31) Kael Mouillierat (Tim Stapelton), 1:1 (57:43/PP) Damien Fleury (Tim Bender, Will Acton), 2:1 (64:56) Thomas Greilinger (Tim Stapelton). Zuschauer: 3544.