München dreht 0:3-Rückstand – Spieldauerstrafen auf beiden SeitenEin „ziemlich verrücktes Spiel“

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das erste Drittel war geprägt vom gegenseitigen Abtasten, vielen Fehlpässen und einigen Strafzeiten. Ansonsten hatten die ersten 20 Minuten wenig zu bieten. Richtig in Fahrt kam die Partie erst in Drittel zwei.  Den Anfang machten die Rheinländer, die durch einen verwandelten Penalty von Daniel Pietta in Führung gingen. Wenig später erhöhten Mike Collins und Marco Rosa auf 0:3 aus Sicht der Red Bulls, die jetzt komplett, den Faden zu verlieren schienen. Besonders das 0:3 zeigte mangelnde Konzentration, als man im Powerplay einen 3:1-Konter zuließ und den Gegner beinahe unbehelligt ziehen ließ. „Ich war sehr wütend zu diesem Zeitpunkt. So dürfen wir nicht gegen eine Mannschaft wie Krefeld agieren“, so Münchens Trainer Don Jackson. Dies schien extrem am Ego der Münchner gekratzt zu haben. Jedenfalls besannen sich die Gastgeber danach wieder auf ihre Stärken und verkürzten durch Konrad Abeltshauser und Jon Matsumoto auf 2:3. „Zwei individuelle Fehler von uns haben München heute wieder ins Spiel gebracht. Sowas darf einfach nicht passieren“, so Gästecoach Franz Fritzmeier.

Im letzten Drittel sorgte dann der dritte von den Unparteiischen bemühte Videobeweis in diesem Spiel für eine erneute Zwei-Tore-Führung der Gäste. Nur wenig später große Aufregung an der roten Linie: Little von den Pinguinen lag am Boden niedergestreckt von Matt Smaby. Offensichtlich nicht einverstanden mit dieser Strafe zeigte sich der Kanadier uneinsichtig und diskutierte zu heftig mit dem Hauptschiedsrichter, der ihn dafür mit einer 20+20-Minuten-Strafe wegen unsportlichen Verhaltens belegte. Das heißt, Smaby wird München einige Spiele fehlen. Sehr kleinlich ausgelegte Strafzeiten sorgten jetzt dafür, dass der Spielfluss immer weiter gehemmt wurde. Doch dann der Paukenschlag und der große Auftritt des Michael Wolf, der die Krefelder Verteidigung alt aussehen ließ und in doppelter Unterzahl den erneuten Anschlusstreffer für die Red Bulls erzielte. Damit nicht genug: Wenig später war es Sheriff Steve Pinizzotto, der diese Partie aus Sicht der Gastgeber wieder ausgeglichen gestaltete. „Wir haben trotz Rückstand Charakter gezeigt“, so Yannick Seidenberg.

Die Red Bulls drehten jetzt richtig auf und drangen auf den Führungstreffer. Sechseinhalb Minuten vor Ende der 60 Minuten war es soweit: Derek Joslin schenkte Ex-EHC-Goalie Niklas Treutle den fünften Gegentreffer an diesem Abend ein. „Ich bin sehr happy mit der Moral meiner Mannschaft, die sich wieder in diese Partie hineingespielt hatte“, so ein zufriedener Don Jackson. Den vorletzten Akzent in dieser hochklassigen Partie setzte Frank Mauer mit einem Schuss ins leere Tor. Hinterher sorgte Krefelds Urgestein Daniel Pietta noch mit einem Schlägerwurf für eine unnötige und ebenfalls unsportliche Aktion, die ebenfalls mit einer Spieldauerstrafe geahndet wurde. Dann war (endlich) Schluss. „Das war heute ein sehr emotionales Spiel“, so Krefelds Coach Fran Fritzmeier.

Jetzt heißt es für alle Beteiligten erstmal durchatmen und realisieren, was 3580 Zuschauer da heute für ein Spiel gesehen haben. „Das war heute ein ziemlich verrücktes Spiel“, so Red-Bulls-Coach Don Jackson.


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