Mühsamer Arbeitssieg gegen aggressive Kampfhähne

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Zweifelsohne gehörten die Iserlohn Roosters bislang nicht zu den Lieblingsgegnern der Augsburger Panther, denn gerade vor eigenem Publikum tat man sich gegen die Hähne eigentlich immer ziemlich schwer. Außerdem kamen die Gäste mit einem klaren 6:3-Erfolg gegen Ingolstadt an den Lech gereist, während die Hausherren am Freitag beim Spitzenspiel in Berlin die erste Niederlage der neuen Saison kassiert und damit auch die Führung in der Tabelle eingebüßt hatten .

Das galt es wettzumachen. Die Panther begannen auch wie die sprichwörtliche Feuerwehr und konnten dank sechs Minuten Powerplay zu Anfang auch einige sehr gute Chancen verbuchen, zur Führung allerdings reichte es zunächst nicht. Schiedsrichter Oswald, der seine erste DEL-Partie leitete, hatte zusammen mit seinen Assistenten alle Hände voll zu tun, der aggressiven Stimmung der Akteure auf beiden Seiten Herr zu werden. Die Spielkultur blieb dabei weitgehend auf der Strecke. Roosters-Goalie Mike Fountain hielt seine Mannschaft mit guten Paraden im Spiel und war auch während einer Minute mit einem Schläger eines seiner Mitspieler von den Panthern nicht zu bezwingen. Dies gelang erst dem jungen Christopher Oravec, der kurz vor der ersten Pause in Überzahl eine Vorlage von Kapitän Duanne Moeser verwerten konnte, indem er die Scheibe aus kurzer Distanz unhaltbar abfälschte.

Lange währte die Freude aber nicht, denn Shawn Anderson warf kurz nach Wiederanpfiff den abgefangenen Puck direkt vor den Schläger des heranstürmenden Christian Hommel. Nach dessen Querpass hatte Matt Higgins keine Probleme, den Ausgleich zu erzielen. Eigentlich hätten die Hausherren das umgehend korrigieren können, doch auch mit zwei Mann mehr auf dem Eis stellten sich die Panther zu ungeschickt an. Doch kurz darauf war man erneut in doppelter Überzahl und diesmal klappte es besser. Shawn Carter brachte Augsburg nach einer schnellen Kombination wieder in Front. Trotzdem war den Hausherren die Linie in ihrem Spiel etwas verloren gegangen und hatten es nur dem Pech der Sauerländer zu verdanken, dass nicht prompt wieder der Ausgleich erfolgte. So hatte Jason Cipolla in der 34. Minute nur den Pfosten getroffen, Bryan Adams verfehlte gar das leere Tor. Erst zum Ende des Mitteldrittels fingen sich die Panther wieder und hatten mehrere erstklassige Chancen, die sie allerdings nicht verwerten konnten.

Im Schlussabschnitt lagen dann bei vielen Akteuren die Nerven blank und auf der Strafbank herrschte viel Betrieb. Zeitweilig hatten beide Mannschaften nur jeweils drei Feldspieler auf dem Eis, aber Kapital konnte keine der beiden Seiten daraus schlagen. Als Scott King dann nach einer schönen Einzelleistung erneut den Ausgleich erzielte, kam noch mehr Härte ins Spiel. Schiedsrichter Oswald war nicht zu beneiden, bemühte sich aber redlich und verlor nur selten den Überblick. Die Augsburger hatten es sich selbst zuzuschreiben, dass sie unter Druck gerieten, denn von den Chancen her hätten sie die Partie frühzeitig für sich entscheiden müssen.

So aber folgte das Penaltyschießen. Nach fünf Schützen auf jeder Seite - Delisle und Beardsmore hatten für Augsburg verwandelt, King und Higgins für Iserlohn – war das Ende immer noch nicht erreicht. Xavier Delisle aber traf dann auch beim zweiten Mal und sicherte so den Gastgebern den Zusatzpunkt.

Roosters-Trainer Dave Whistle zeigte sich nach der Partie zufrieden über den Punktgewinn. „Angesichts der vielen Unterzahl-Phasen geht das in Ordnung.“ Mehr erwartet hatte sich dagegen der Coach der Augsburger Panther. „Ich bin schon enttäuscht von diesem Wochenende. In Berlin hätten wir ein oder zwei Punkte holen können, heute bereits nach den ersten Minuten deutlich in Führung liegen müssen. Die Mannschaft hat ihrer wahres Gesicht noch nicht gezeigt.“ (mor)

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