Mühsam, aber siegreichMannheim - Augsburg 3:2

Dennis Endras im Tor der Adler. (Foto: Michael Mundt - www.pressepixx.de)Dennis Endras im Tor der Adler. (Foto: Michael Mundt - www.pressepixx.de)
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„Meine Mannschaft hat einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“, meinte Adler-Trainer Harold Kreis nach dem Spiel – elegante Umschreibung für einen zähen Auftritt, genannt Arbeitssieg.

Die Adler fingen temperamentvoll an, aber nur solange, wie Augsburg brauchte, um ins Spiel zu kommen, nämlich gefühlte zwei Minuten. Danach zerstörte das bereits im Adlerdrittel stattfindende Forechecking der Panther jeglichen Spielaufbau der Mannheimer. In der neutralen Zone stellten die Augsburger geschickt die Passwege zu, im Verteidigungsbollwerk Panther Drittel liefen sich zu umständlich agierende Adler regelmäßig fest. Auch in puncto Angriff waren die Augsburger den Adlern bis zur Mitte des zwei Drittel mindestens ein Schnurrbarthaar voraus. Schnellere Kombinationen, mehr Laufbereitschaft zeichneten die Augsburger aus, die Adler mit zu langer Verweildauer am Puck und damit schnell angreifbar, brachten sich einige Male selbst in gefährliche Situationen. Was jedoch bei den Panthern nicht funktionierte, war der finale Zug zum Tor. Die Adler stellten angreifende Panther zu spät, so konnte Augsburg mit Geschwindigkeit durch die neutrale Zone ins Verteidigungsdrittel der Adler eindringen, die dann aber in epischer Breite angelegten Angriffs Bemühungen der Panther gaben den Adler und Dennis Endras genug Zeit, um die Angriffe abzufangen, zumindest bis zur letzten Minute des ersten Drittels. Da brachte ein Konter mit Ansage den verdienten Lohn. Augsburgs gefährlichste Reihe um Derek Whitmore(Assist), Brian Roloff und Sergio Somma (Tor) erzielten das 0:1.

Es dauerte bis zur Mitte des zweiten Drittels, bis die Adler, dem Schiedsrichtergespann sei Dank, die nötigen Emotionen entwickelten, um das Spiel ausgeglichener zu gestalten, das Spiel wurde körperbetonter, es wurde schneller kombiniert.

In der 38. Minute gewann dann Neu-Adler Jochen Hecht ein Bully, der heute eine durchgängig bärenstarke Partie spielende Dennis Seidenberg löste über die Bande auf, Jason Pominville nahm den Puck an und erzielte in der gleichen Minute wie schon in seinem ersten Spiel für die Adler sein erstes Tor im Match und damit den sehenswerten Ausgleich, Patrick Ehelechner im Panther-Tor war ohne Chance.

Im Schlussabschnitt zollten die Panther dann ihrer eigenen aufwendigen Spielweise Tribut, sie wurden müde, eine der daraus folgenden Konzentrationsschwächen nutzten die Adler in Person von Steven Wagner, der, assistiert von Adam Mitchell und Craig MacDonald, das 2:1 (47.) erzielte. Ganz hatten die Adler die Partie jedoch nicht im Griff, sie waren nach wie vor anfällig für Konter, einen solchen schloss Thomas Jordan Trevelyan mit dem Ausgleich zum 2:2 (50.) ab.

Diesen Treffer steckten die Adler aber gut weg, machten weiter Druck und nutzten den nächsten Fehler der Augsburger im Spielaufbau eiskalt aus. Yannic Seidenberg eroberte den Puck und Adam Mitchell versenkte dessen Pass ins Tor und damit zum 3:2-Endstand.

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