Müde Pinguine unterliegen Iserlohn ohne große GegenwehrKrefeld - Iserlohn 1:4

Müde Pinguine unterliegen Iserlohn ohne große GegenwehrMüde Pinguine unterliegen Iserlohn ohne große Gegenwehr
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Im Spiel gegen die Iserlohn Roosters mussten die Pinguine auf die Stammverteidiger Nick St. Pierre und Josh Meyers verzichten, die von Thomas Supis und Robin Weihager achtbar vertreten wurden. In der ersten Hälfte des Anfangsdrittels erspielten beide Teams sich einige Chancen, allerdings ohne zählbaren Erfolg. In der 15. Minute retournierte die Bande einen Puck anders als zu erwarten war und so unglücklich für die Pinguin-Defensive, dass Derek Whitmore frei vor Tomás Duba zum Schuss kam und das 0:1 erzielen konnte. Im Drittelpauseninterview meinte Oliver Mebus richtigerweise, dass die Pinguine sich taktisch sehr diszipliniert verhalten hätten.

Der beständigste Pinguin der letzten Wochen – Tomás Duba – konnte in der 21. Minute mehrfach sein Können unter Beweis stellen. Dann revanchierte sich der Zufall bei den Pinguinen: wieder kam eine Scheibe in deren Verteidigungsdrittel sehr unorthodox von der Glaswand zurück, jedoch landete sie bei Daniel Pietta. Sein Pass auf Adam Courchaine ermöglichte diesem einen Break, den er mit einem schönen Rückhandschlenzer hoch oben rechts in die Maschen zum 1:1 beendete. Drei Minuten später gab es zwar die erste Strafzeit des Spiels für Iserlohn, aber die Roosters erzielten das nächste Tor,  weil Courchaine nach einem ungenauen Zuspiel von Duba an der eigenen blauen Linie die Scheibe an Whitmore verlor, der allein aufs Tor zog und Duba mit einem genauen Schuss ins obere rechte Eck keine Chance ließ. Auch in der zweiten Iserlohner Strafzeit bekleckerten sich die Pinguine nicht mit Ruhm und konnten nur sehr wenig Druck auf das Tor von Matthias Lange ent-wickeln, so dass es trotz teilweise chaotischer Szenen im Drittel der Roosters mit 1:2 aus Sicht der Pinguine in die Pause ging.

Zu Anfang des Schlussdrittels setzten sich bei den Pinguinen die vielen kleinen Unzulänglichkeiten der ersten 40 Minuten fort. In Minute 45 verließ Joel Perrault das Eis, weil ihn ein Puck eines Mannschaftskameraden am Ohr getroffen hatte, aber da stand es schon 1:3, nachdem Boris Blank seinen ehemaligen Teamkollegen Duba mit einem Schuss von links überlistet hatte. Nur drei Minuten später ermöglichte mangelndes Körperspiel der Pinguine den Roosters ein ungestörtes Passspiel in der Krefelder Verteidigungszone, das Jeffrey Giuliano mit einem satten Schuss unten rechts zum 1:4 abschloss. Iserlohn beschränkte sich nun auf das Nötigste, denn bei den Niederrheinern fehlte es eigentlich an allem, was noch eine Wendung des Spiels hätte herbeiführen können. Einzig die rund 300 Iserlohner Fans hatten heute Grund zur Zufriedenheit und verabschiedeten ihre Lieblinge mit großem Beifall, während die Pinguine ziemlich bedröppelt vom Eis schlichen.

Krefelds Trainer Rick Adduono nannte drei Gründe für die Niederlage seiner Pinguine: Iserlohn sei eine gute, starke und disziplinierte Mannschaft, die beste, die Iserlohn in den letzten fünf, sechs Jahren gehabt habe – ihm hätten zwei wichtige Verteidiger gefehlt, die den Unterschied ausgemacht hätten – und die Pinguine hätten zwei große Fehler gemacht, die zum 0:1- bzw. 1:2-Rückstand geführt hätten. Außerdem sei es erst das zweite verlorene Heimspiel gewesen und das sei okay für ihn. Iserlohns Coach Jari Pasanen sagte, man habe zwei Mannschaften gesehen, die beide froh seien, dass es nun eine Spielpause gebe. „Wir haben geduldig und defensiv gespielt. Die Mannschaft hat ihre Defensivaufgaben gut gelöst. Wir wussten, dass Krefeld fünf Spiele in den letzten zehnTagen hatte: Krefeld hat gut gespielt, aber wir hatten zum Schluss mehr Energie.“

Tore:
0:1 (15.)
Whitmore
1:1 (25.) Courchaine (Pietta, Perrault)
1:2 (29.) Whitmore
1:3 (42.) Blank (Bassen, Lange)
1:4 (49.) Giuliano (Forster, Wruck)

Schiedsrichter: Piechaczek – Zehetleitner
Strafen: Krefeld 2, Iserlohn 6
Zuschauer: 5050


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