Monat der Entscheidung

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Dabei vermochte nicht nur das Ergebnis zu gefallen, sondern vor allem die Art und Weise, in der es zustande kam, denn phasenweise wurden die Adler fast schwindlig gespielt.

Das ist von besonderer Bedeutung, weil der Januar für die Augsburger die Weichen in Richtung Playoff-Teilnahme stellen soll. Allein sieben Heimspiele stehen an, die man teilweise geschoben hatte, bis das Stadion wieder über größere Kapazität verfügt. Nun muss sich zeigen, ob die Fans trotz teilweise eingeschränkter Sicht aufs Eis ihrem Club die Treue halten und durch die Zuschauereinnahmen dessen Existenz sichern helfen. Bereits heute Abend gegen die DEG Metro Stars dürfte es darüber, genau wie über das derzeitige Leistungsvermögen der Mannschaft, Aufschlüsse geben.

Werbung in eigener Sache haben die Spieler zuletzt gemacht, auch wenn es am 30. Dezember in Iserlohn zunächst noch nicht wunschgemäß lief. Trainer Larry Mitchell hatte diese Begegnung quasi schon zum Auftakt des Januar-Programms erklärt und konnte sich nach einem 0:3-Rückstand im ersten Drittel zumindest über die Charakterstärke seines Teams freuen, das noch für den Ausgleich sorgte und im Penaltyschießen sogar noch gewann. Gegen Mannheim lief es dann schon besser und die Mannschaft machte mehr als deutlich, dass ein einstelliger Tabellenplatz als Zielsetzung alles andere als unrealistisch ist. Starkes Über- und Unterzahlspiel sowie eine überragende erste Sturmreihe mit Darin Olver, Barry Tallackson und Noah Clarke sind bislang die Grundpfeiler des Erfolges.

Aber hier liegt auch das Problem der Panther, denn die übrigen Angreifer, allen voran die Kontingentspieler, treffen zu wenig. Mit dem neuverpflichteten Riley Armstrong, der gegen die Adler nicht nur wegen seines Tores  überzeugen konnte und offensiv wie defensiv Qualitäten hat, könnte sich das vielleicht ändern, denn ohne weitere Ausfälle hat Coach nun genügend Alternativen und kann, beziehungsweise muss, regelmäßig Denkpausen auf der Tribüne verteilen. Vergangenen Sonntag traf es Mike Radja, der aber nicht der einzige Kandidat ist. „Es ist derzeit ein Kreis von fünf Spielern, die in Frage kommen“, so Larry Mitchell. Bei Grant Stevenson und Kyle Wanvig war zumindest zuletzt eine Steigerung zu erkennen, aber der Druck auf sie und die anderen Betroffenen wächst. Die richtigen Antworten müssen die Spieler nun selbst geben, dann könnte Ende des Monats die Perspektive für die Panther deutlich freundlicher aussehen.

Mindestens genauso wichtig ist aber, dass der Augsburger Stadtrat bei seiner Sitzung am 27. Januar eine echte Lösung für die Stadion-Problematik auf den Weg bringt und notdürftigen Nachbesserungen eine klare Absage erteilt. Wie gesagt, es ist ein Monat der Entscheidung...      (mor)

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