Mitchell beschwert sich über Straubings Karl Stewart

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1. Schuss – 1. Tor. So beginnen in letzter Zeit gerne die Spiele der Straubing Tigers. Diesmal waren es die Hausherren, bei denen erneut Jan Guryca im Tor stand, die bereits nach 18 Sekunden durch Dustin Whitecotton in Führung gingen. Jürgen Rumrich über den Spielbeginn: "Wir sind heute sehr konzentriert aus der Kabine gekommen und haben gleich versucht das Heft in die Hand zu nehmen." Augsburg hatte, ohne den grippekranken Darin Olver und mit nur fünf Verteidigern, wenig auf dem Eis zu melden. Die Niederbayern phasenweise eine Klasse besser. Die Fuggerstädter, bei doppelter Unterzahl hoffnungslos unterlegen, mussten das 2:0 durch Andy Canzanello schlucken. 39 Sekunden später, bei einfacher Unterzahl, durch Calvin Elfring auch noch das 3:0. Das war dann auch zu viel für Augsburgs Goalie Dennis Endras. Er machte nach nicht einmal 12 Minuten Platz für Leonardo Conti.

Im torlosen Mittelabschnitt konnte man wenigstens erkennen wann die Panther einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Straubing konsequenter im Zweikampf, entschlossener an der Bande aber vielleicht etwas zu verspielt. Insgesamt aber immer noch das überlegene Team.

Das Schlussdrittel begann wieder so wie das erste. Straubing schoss ein Tor. Lee Goren drehte einen großen Kreis um Augsburgs Tor und stellte auf 4:0. Das Lebenszeichen zum 4:1 erzielte Austin Wycisk durch ein umstrittenes Tor. Schiedsrichter Richard Schütz war sich seiner Sache aber sehr sicher – er verzichtete, auch nach Reklamation, auf einen Videobeweis und brachte den hervorragend aufgelegten Guryca um einen möglichen Shutout. Augsburg wollte sich nicht geschlagen geben und versuchte noch mal alles. Heute fehlte aber immer mindestens ein Schritt. Und wie so, wenn es nicht läuft entlädt sich der Frust in einem kleinen Fight. Sean Bentivoglio verwickelte Andy Canzanello in ein Tänzchen der besonderen Art. Auslöser war eine Szene zwischen Straubings Karl Stewart und Augsburgs Patrick Seifert. Der Schiedsrichter wertete die Aktion fair. Larry Mitchell sah die Szene anders. "Ich weiß nicht wie oft und wie lange wir uns das in der DEL noch anschauen müssen mit Karl Stewart. Er hat beim ersten Spiel hier Jeffrey Szwez von hinten gecheckt und seinen Arm gebrochen, in vier verschiedene Teile. Der hat dann wochenlang nicht spielen können und Heute versucht ein 19 jähriger Verteidiger, Patrick Seifert, seinen Check zu Ende zu fahren und kriegt beim Stand von 4:1 einen üblen Stockstich im Unterleibbereich."

Larry Mitchell weiter auf der Pressekonferenz: "Gratulation an Jürgen. Der Sieg seiner Mannschaft war mehr als verdient. Wir sind sehr ersatzgeschwächt hier hin gefahren. Mit fünf Verteidigern zwischen 19 und 25 Jahren. Nichts desto trotz hat Straubing nach einem starken ersten Drittel verdient gewonnen. Ich möchte meine fünf Verteidiger loben. Es war sicherlich nicht einfach mit so viel Eiszeit."

Jürgen Rumrich. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Das ist oft nicht immer so leicht wenn man weiß der Gegner ist ersatzgeschwächt. Dann meint man vielleicht es geht locker. Wir haben einen sehr guten Start gehabt und sind dann auch verdient in Führung gegangen. Augsburg hat zum Schluss noch gekämpft und wir haben es vielleicht versäumt das ein oder andere Tor noch nachzulegen."

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Tore 4:1 (3:0/0:0/1:1)

1:0 00:18 Dustin Whitecotton (Lee Goren, Sandro Schönberger)

2:0 11:00 Andy Canzanello (Lee Goren, Derek Hahn) PP2

3:0 11:39 Calvin Elfring (Laurent Meunier, Justin Mapeltoft) PP1

4:0 40:41 Lee Goren (Florian Ondruschka, Dustin Whitecotton)

4:1 45:36 Austin Wycisk (Florian Schnitzer, Nathan Smith)

Strafen: Straubing 16+10Canzanello ; Augsburg 16+10 Bentivoglio

SR Richard Schütz; LR Cori Müns, Stefan Velkoski

Zuschauer 4.473

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