Mit starkem Goalie zum Sieg gegen BerlinDavid Leggio lässt keinen Treffer zu

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Nach dem 6:3-Erfolg im Derby gegen die Augsburger Panther waren zum des zweiten Spiel EHC Red Bull München in der großen Olympiahalle die Eisbären Berlin zu Gast. Das Team von Uwe Krupp gewann fünf der letzten sechs Partien: einzig im letzten Spiel gegen die Red Bulls mussten sich die Eisbären geschlagen geben. In einer intensiv geführten Partie gewannen die Red Bulls auch diese Partie mit 3:0 (0:0, 2:0, 1:0).

Bereits vor Spielbeginn wurde die Begegnung als ausverkauft gemeldet. Schon die erste Partie bot auf und neben dem Eis Spektakel. Auch diesmal standen die Akteure dem in nichts nach. Nach einem kurzen Abtasten begannen beide Teams mit kontrolliert offensivem Eishockey aus der obersten Schublade, wenngleich auch die zwingenden Torchancen ausblieben. Einen Konter der Berliner konnte David Leggio im Kasten Red Bulls entschärfen.

Wie schon im vergangenen Spiel gegen München begannen die Eisbären allerdings einen verhängnisvollen „Minutenschlaf“, den die Münchner mit der Kälte einer Hundeschnauze ausnutzten und mit 2:0 in Führung gingen. Die für ihre Zuverlässigkeit bekannte Eisbären-Defensive bröckelte nun immer. Alleingänge und sogar eine doppelte Überzahlsituation blieben ungenutzt. Dass dann Emotionen auf beiden Seiten hochkochten, ist schon fast eine logische Schlussfolgerung daraus. Bis auf einen unschönen Check von hinten seitens der Red Bulls blieb es allerdings eine durchweg faire wie temporeiche Begegnung.

Das sollte sich auch in den letzten 20 Minuten nicht ändern. Berlin musste jetzt etwas riskieren, wenn es das Spiel noch drehen wollte. Genau das taten die Eisbären auch, doch das Tor der Red Bulls schien wie vernagelt für die Hauptstädter: nicht zuletzt dank einer sehr guten Leistung von Münchens Schlussmann David Leggio. Durch die pausenlosen Offensivaktionen ergaben sich zunehmend Freiräume, die Youngster Dominik Kahun wenige Minuten vor Ende zur Entscheidung nutzte. Die 10.000 Zuschauer brachten die Halle an den Rand eines Erdbebens: „Das war eine tolle Atmosphäre heute. Schon beim Deutschland-Cup hat es unglaublich Spaß gemacht, hier zu spielen“, so Uwe Krupp. Sogar einige Eisbären-Fans ließen sich von der Stimmung mitreißen. Derweil war Uwe Krupp von der Leistung seiner Mannschaft wenig begeistert: „Wenn wir München schlagen wollen, müssen wir mehr zeigen.“

„Es war ein Spiel mit hohem Tempo. Wir haben gegen eine Top-Mannschaft gewonnen. Die Spieler können sehr stolz auf sich sein“, erklärte Münchens Trainer Don Jackson.

Tore: 1:0 (21:19) Jérôme Samson (Dominik Kahun, Frédéric St. Denis), 2:0 (22:49) Tobias Wörle (Richard Regehr, Florian Kettemer), 3:0 (57:01) Dominik Kahun (Michael Wolf, Frédéric St. Denis/5-4). Strafen: München 12 + 10 (Steve Pinizzotto), Berlin 16. Zuschauer: 10.000.

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