Mit sechs Punkten und einem kuriosen Tor in die PauseBrett Olson mit Tor des Jahres

David Elsner, Pat Cannone und Maury Edwards.  (Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH)David Elsner, Pat Cannone und Maury Edwards. (Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH)
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Ingolstadts Doug Shedden sollte in den nächsten Tagen darüber nachdenken, Lotto zu spielen. Es läuft bei ihm und seinem Team derzeit einfach rund: Nach dem mehr als überzeugenden Sieg gegen Krefeld am Freitag, bei dem die Panther über 60 Minuten sehr konzentriert zu Werke gingen und den Pinguinen nicht den Hauch einer Chance ließen, sagte der Coach der Schanzer: „Ich bin sehr zufrieden mit der Art, wie wir offensiv gespielt haben, wie wir in der Defensive agiert haben und auch die Special Teams waren sehr gut. Aber sein wir ehrlich, Krefeld ist ein strauchelndes Team, hat sieben Mal hintereinander verloren. Das war wahrscheinlich nicht unser schwerstes Heimspiel diese Saison.“ Und schob nach: „Wenn wir jetzt noch am Sonntag in Wolfsburg gewinnen, können wir mit einem perfekten Wochenende in die Pause gehen und am Sonntag den Super Bowl genießen.“ Auf die anschließende Frage nach seinem Favorit für das NFL-Endspiel meinte er lakonisch: „Naja, beide Mannschaften sind sehr gut, aber gegen den alten Mann zu wetten, ist schwierig.“ Und bekanntermaßen kann sich Patriots-Quarterback Tom Brady im zarten Alter von 41 Jahren den nunmehr sechsten Championship-Ring anstecken.

Mit dem Sieg in Wolfsburg hat es ebenfalls geklappt – beide Prognosen also eingetroffen. Im Vergleich zum Heimspiel am Freitag gegen Krefeld, das nach Meinung von Jochen Reimer eines der konstantesten dieser Saison war und das man weitgehend im Cruise Control-Modus spielen konnte, war jedoch die Partie bei den Niedersachsen ein etwas wildes Spiel, in dem die Schanzer fünf Mal in Führung gehen mussten, um am Ende knapp mit 7:5 zu gewinnen.

Tor des Jahres von Brett Olson zum perfekten Zeitpunkt

Dass man die Begegnung schließlich für sich entscheiden konnte, lag ganz entscheidend an einem mehr als kuriosen Treffer von Ingolstadts Arbeitstier Brett Olson viereinhalb Minuten vor dem Ende. ERC-Verteidiger Maury Edwards blockte einen Schuss aus halblinker Position von Wolfsburgs Cole Cassels, Jerry D'Amigo stach die trudelnde Scheibe dem Wolfsburger Möchel vor der Nase weg, Brett Olson schlug sie volley aus der eigenen Zone – und nicht nur das: Das Hartgummi flog in hohem Bogen am völlig verdutzten Grizzlys-Goalie Gerald Kuhn ins Tor der Niedersachsen zur letztlich entscheidenden Führung  für die Gäste. David Elsner setzte 27 Sekunden später den Schlusspunkt nach feinem Zusammenspiel mit Patrick Cannone und Mike Collins


Damit gehen die Panther in den Top 6 stehend in die Länderspielpause und liegen nur zwei Punkte hinter der DEG auf Rang fünf und – mindestens genauso wichtig, zumindest für die Fans ERC – einen Punkt und einen Platz vor den Augsburger Panthern. Die Düsseldorfer sind nach dem Heimspiel am Freitag in einer Woche gegen die Adler Mannheim der erste Auswärtsgegner der Schanzer nach der Länderspielpause. Das Polster auf Bremerhaven (7. Platz) , erster Gegner der der DEG nach der Pause, beträgt mittlerweile sechs Punkte, so dass man in Ingolstadt schon ein bisschen mehr auf die direkte Play Off-Qualifikation hoffen darf. 

Bleiben die Panther so erfolgreich wie in den letzten Wochen, winkt sogar das Heimrecht im Play Off-Viertelfinale. Und das wäre nach der Achterbahnfahrt in diesem Jahr mit starkem Beginn und einem extrem schwachen Herbst fast so etwas wie ein Sechser im Lotto.


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