Mit Herz, Kampf und Siegeswillen

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Seit

dem 23. Oktober haben die Kölner Haie keinen Treffer mehr erzielt, seit

dem 4:2-Erfolg gegen Wolfsburg am 9. Oktober keinen Sieg mehr errungen.

Dazwischen lag ein halbes Dutzend Schlappen, die die Domstädter und ihr

Cheftrainer Igor Pawlow in Serie einstecken mussten. Und da aller

schlechten Dinge drei sind: Im Vorjahr begann in Krefeld an Pawlows

alter Arbeitsstätte nach der Länderspielpause eine kleine Krise, die

mit drei Niederlagen begann und ausgerechnet gegen Köln mit einem

beeindruckenden 6:0 beendet wurde.

Doch

heute Abend war alles ganz anders. Fünf Tore, davon das letzte durch

den „schrecklichen Ivan“ Ciernik, versöhnte den allergrößten Teil der

Zuschauer, die endlich mal wieder ein positives Flair in der Kölnarena

verbreiteten. Eisbären-Coach Don Jackson attestierte den Gastgebern,

dass sie härter gespielt hätten als seine Jungs. Igor Pawlow fand gar,

dass die Mannschaft sich „neu gefunden“ hätte. Jedenfalls gaben die

Haie nach langer Auszeit ein deutliches Lebenszeichen von sich. Sagte

auf der Pressetribüne ein Kollege zu einem anderen: „Heute haben sie

eine ganz andere Sportart als zuvor gespielt.“

Glück

für die Gastgeber, dass sie zu Anfang des Schlussabschnitts den

ersehnten Ausgleich erzielten. Mit Herz, Kampf und Siegeswillen hatten

Lüdemann & Co. auch die Fans hinter sich. Pressesprecher Philipp

Walter: „Endlich brauchten wir mal nicht hinterher zu hecheln.“ Aus

einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aus welcher keiner negativ

auffiel, ragten Marcel Müller (gegen seinen Ex-Verein) und der

zweifache Torschütze Bryan Adams heraus.

Die

Kontrahenten traten vor einer endlich einmal respektablen Kulisse

nahezu vollzählig an. Beim deutschen Meister war lediglich Jeff Friesen

wegen einer Spieldauer-Disziplinarstrafe aus dem letzten Match vor der

Länderspielpause gesperrt, während Pawlow bis auf den verletzten

Christoph Ullmann auf alle Cracks zurückgreifen konnte. Sogar der

wochenlang fehlende Christoph Melischko, der allerdings in der gesamten

Spielzeit keine Eiszeit erhielt, war mit von der Partie. Der

Führungstreffer für den Meister und Tabellenführer fiel fast

programmgemäß. Wer anders als der in München beim Deutschland Cup so

überragende Tyson Mulock hätte dafür verantwortlich sein können. Doch

die Haie waren nach dem Ausgleich wie ausgewechselt. Der berühmte Ruck

ging durch die Truppe von Kapitän Mirko Lüdemann. Fast folgerichtig

fiel das 2:1.

Im

optisch ausgeglichenen Mitteldrittel zeigten die Hauptstädter zeigte

Offensivqualitäten und gingen nicht einmal unverdient ihrerseits in

Führung. Doch dann… siehe oben.

­

 

Tore:

0:1 (2;10) T. Mulock (Rankel, Regehr), 1:1 (10;30) Adams (Lüdemann,

Bartek), 2:1 (14;09) Frosch (Hecquefeuille), 2:2 (28;30) Walser

(Degon), 2:3 (30;34) Regehr (Roach, Rankel), 3:3 (41;10) Adams

(Rudslätt), 4:3 (56;05) Julien (Jaspers, Moritz Müller), 5:3 (59;30)

Ciernik (Julien). – Zuschauer: 14.098. – Schiedsrichter: Brill

(Zweibrücken), Looker (Neuss). - Strafminuten: Köln 10, Berlin 12.

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