Mit frischem (Rücken-)Wind an die TabellenspitzeTeamcheck: EHC Red Bull München

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Nach dem etwas unrühmlichen, vorzeitigen Ausscheiden im Play-off-Viertelfinale der vergangenen Saison wollen die Red Bulls aus München, allen voran Chefcoach Don Jackson, in der kommenden Spielzeit wieder neu angreifen. Auf beinahe allen Positionen wurde das Team verstärkt.

Nach dem Weggang von beiden Stammtorhütern haben sich die Red Bulls mit Danny aus den Birken einen wahren Fels in der Brandung geholt. Als Nationaltorhüter sowie im Trikot der Kölner Haie zeigte er stets hervorragende Leistungen und hat eine beeindruckende Quote von gehaltenen Schüssen. Als Backup dienen in dieser Saison Lukas Lang und Ilya Shapirov.

In der Verteidigung kamen der Finne Toni Söderholm vom IFK Helsingfors, sowie Frédéric St. Denis nach München. St. Denis kann mit mehrjähriger NHL-Erfahrung sowie guten Zweikampfwerten aufwarten. Toni Söderholm gilt als spielstarker Verteidiger und soll für zusätzlichen Druck an der gegnerischen blauen Linie sorgen. Verabschieden mussten sich Andy Wozniewski, Felix Petermann und Grant Lewis.

Gerade im letzten Saisonviertel sowie in den Play-offs hatte es München hin und wieder an der nötigen Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor gefehlt. Um genau diese wiederherzustellen, haben die Red Bulls keine Mühen gescheut und für viel frischen Wind gesorgt. Aus dem deutschsprachigen Raum kamen Frank Mauer vom Deutschen Meister aus Mannheim, Maximilan Kastner sowie Joachim Ramoser. Mit Keith Aucoin, Jason Jaffray sowie Steve Pinizzotto sollen drei weitere Leistungsträger die Münchner noch stärker machen. Steve Pinizzotto führt als dritter von drei Brüdern quasi die Familientradition fort und spielt ebenfalls mit den Red Bulls für ein deutsches Eishockey-Team. Keith Aucoin gehört zwar mit seinen 36 Jahren nicht mehr zu den Jüngsten im Münchner Kader, bringt aber jahrelange Erfahrung aus der NHL mit. Die zwei Tore, die er alleine im letzten CHL-Spiel beisteuerte, beweisen den enormen Wert für das System von Coach Don Jackson. Auch Youngster Dominik Kahun hat in der vergangenen Saison einen gewaltigen Leistungssprung hingelegt und wird neben den etablierten Stammkräften wie Wolf und Mauer eine der Säulen im Spiel der Münchner werden. „Ich möchte noch mehr Verantwortung übernehmen“, so der Youngster nach der CHL-Partie gegen Kosice.

Die Red Bulls haben viel Zeit und Mühe investiert, um die Mannschaft auf den wichtigsten Positionen entscheidend umzubauen. Die ersten Erfolge dieser Umbauaktion zeigten sich schon sowohl in den Vorbereitungsspielen als auch in der Gruppenphase der Champions Hockey League, die München mit vier Siegen und damit ohne Punktverlust absolvieren konnte.

Sollte diese Konstanz weiter bestehen und die Red Bulls dieses Mal vom Verletzungspech der vergangenen Saison verschont bleiben, ist bis in die Play-offs hinein sehr viel möglich. In der Liga ist ein Platz unter den ersten Drei absolut realistisch. Was in der Champions Hockey League möglich ist, bleibt anhand der starken Konkurrenz aus den anderen Profiligen abzuwarten, aber auf der Rechnung sollte man die Red Bulls auch in der CHL immer haben.