„Mit dieser Einstellung haben wir keine Chance“ - 4:7 gegen Roosters

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Wer gehofft hatte, dass sich die Verletzungssituation bei den Augsburger Panthern langsam entspannen würde, sah sich getäuscht. Denn am Sonntagabend standen Trainer Paulin Bordeleau auch Patrick Buzas und Manuel Kofler nicht zu Verfügung und reihten sich damit in die Liste mit Arvids Rekis, Mark Murphy, Rainer Suchan, Stefan Ortolf und Yannick Dubé ein. In Krefeld hatte es am Ende nicht mehr gereicht, die Partie noch umzudrehen, also galt es heute eher mit den Kräften sparsam umzugehen und einen größeren Rückstand zu vermeiden. Sollte das wirklich so geplant gewesen sein, hat das die Spieler nicht sonderlich interessiert, denn auf Sicherheit waren sie nicht bedacht. Das Ergebnis war mit 4:7 entsprechend.

Nach 20 Sekunden war Dimitri Kotschnev bereits zum ersten Mal in Schwierigkeiten, konnte seinen Kasten aber noch sauber halten. Danach hatten die Gäste zunächst die Initiative, doch ihr Überzahlspiel verstrich ohne zählbaren Erfolg. Ganz im Gegenteil die Hausherren, denn als sie wieder komplett waren, bauten sie wieder richtig Druck auf und Steffen Tölzer schloss eine gefällige Kombination mit der durchaus verdienten Führung ab. Danach verflachte die Partie aber zusehends und es gab kaum mehr durchdachte Spielzüge auf beiden Seiten zu sehen. So kennt man Begegnungen der beiden Mannschaften, die nur in Ausnahmefällen spielerische Leckerbissen waren. Erst in den Schlussminuten des ersten Drittels brachten die Augsburger mehr Ordnung in ihr Angriffsspiel, konnten aber selbst klare Chancen nicht zum Ausbauen der Führung nutzen.

Mit einem Mann mehr gingen die Panther in den Mittelabschnitt, weil Brad Purdie noch auf der Strafbank saß. Eine Sekunde vor seiner Rückkehr gelang Shane Joseph, der einen Schuss von Harlan Pratt abfälschte, schließlich das 2:0. Doch nun waren auch die Roosters aufgewacht und keine zwei Minuten später nutzten Martin Schymainski eine Unaufmerksamkeit in der Augsburger Hintermannschaft zum Anschlusstreffer, dem Brad Purdie nach einem schnellen Konter im Alleingang den Ausgleich folgen ließ. Doch nicht nur die Augsburger hatten deutlich nachgelassen, auch der durchwegs schwache Schiedsrichter blieb in vielen seiner Entscheidungen rätselhaft. Immerhin scheiterte Jeremy Adduono mit seinem mehr als umstrittenen Penalty an Rolf Wanhainen im Augsburger Tor. Doch das änderte nichts daran, dass die Panther in der Defensive weiterhin große Probleme haben. Als man die Scheibe einmal mehr nicht vor dem eigenen Gehäuse weg bekam, drehte Paul Traynor das Spiel endgültig um und brachte die Sauerländer erstmals an diesem Abend in Führung. Die Gäste hatten nun eindeutig die Oberhand und bei den Hausherren war jede Linie und auch das Selbstbewusstsein verloren gegangen. Ein wunderschönes Zusammenspiel und ein sehenswerter Move durch den Torschützen Dominik Hammer brachten zwar noch vor der zweiten Pause den Ausgleich, doch quasi im Gegenzug sorgte Adduono nach Pass von Ready umgehend wieder für die Führung der Gäste.

Geschlagen geben wollte man sich aber noch nicht. Einmal Pfosten, einmal knapp vorbei lautete die Bilanz der Panther für die ersten Sekunden des Schlussabschnittes. Eine Fehlentscheidung des Unparteiischen leitete dann die Vorentscheidung ein. Statt auf Halten des Stocks gegen Iserlohn entschied er Haken gegen Tölzer und diese Überzahl nutzte Michael Wolf zum 3:5. Auch wenn später Sulkovsky und Hock noch für die Roosters und Pratt für Augsburg trafen, die Partie war zu diesem Zeitpunkt gelaufen. Ein Pfeifkonzert verabschiedete die Panther in die Kabine, wobei seitens der Fans immer mehr Craig Darby in der Kritik steht, der auch bei sämtlichen Gegentoren auf dem Eis war.

„Das erste Drittel war super, doch nach unserem 2:0 hat die Mannschaft das System und jegliche Einstellung verloren. Warum? Ich weiß es nicht“, so Bordelau nach dem Spiel. „Aber so können wir nicht gewinnen, schon gar nicht mit den derzeitigen Ausfällen. Einigen Spieler fehlt immer noch die Bereitschaft, hart zu arbeiten.“ Sein Gegenüber Geoff Ward war froh über drei Punkte „in dem erwartet schweren Spiel. Aber wir haben unsere Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“. (mor)

Tore: (1:0 / 2:4 / 1:3)

1:0 (03:47) Tölzer ( Joseph ; Brigley )

2:0 (20:39) Joseph ( Pratt ; Henderson ) 5:4

2:1 (22:25) Schymainski ( Potthoff ; Dmitriev )

2:2 (24:45) Purdie ( Ready ; Furey )

2:3 (33:28) Traynor ( Purdie ; Adduono )

3:3 (38:55) Hammer ( Fendt ; Menauer )

3:4 (39:41) Adduono ( Purdie ; Ready )

3:5 (46.10) Wolf ( Roy ; Greig ) 5:4

3:6 (50:21) Sulkovsky ( Hock ; Traynor )

4:6 (52:33) Pratt (Darby ; Menauer ) 5:4

4:7 (59:42) Hock (Wolf ; Roy ) ENG

Zuschauer: 2862

Strafzeiten: Augsburger Panther 14 + 10 Henderson, Tölzer; Iserlohn Roosters 16

Schiedsrichter: Christian Oswald

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