Mirko Höfflin fällt in Straubing positiv aufAus Mannheim ausgeliehen

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Vom Meister Adler Mannheim zog es das Toptalent Mirko Höfflin auf Leihbasis zu den Straubing Tigers. Im Laufe der Vorbereitung fiel er bisher positiv auf, zeigte sich immer wieder und hat schon das ein oder andere Tor gemacht. Wir haben uns kurz mit ihm unterhalten.

Für den 23-Jährigen läuft es bisher recht gut in den Vorbereitungsspielen bei den Straubing Tigers. Auch diverse Reihenumstellungen scheinen ihm keine größeren Probleme zu machen. Spielte er letzte Woche noch mit Martin Hinterstocker und Ryan Bayda, begann er am gestrigen Freitag mit Connor James und Ryan Bayda. Coach Larry Mitchell probiert viel aus.

Zu seiner Reihe am Freitagabend sagte er: „Mit meiner Reihe bin ich sehr zufrieden.“ Auch im Training passt es, Höfflin sagt: „Wir verstehen uns ganz gut und haben auch im Training Spaß.“ Dass sich der erhöht, dafür ist er aber auch selbst verantwortlich: „Wenn wir Tore schießen, haben wir auch Spaß am Spiel“, lacht er.

Was Tore angeht, hat er schon ein paar gemacht, am Freitag auch noch ein wichtiges zum Ausgleich. Beim Jubeln sah man ihm den Spaß an: „Ich freue mich über jedes Tor“, meint er grinsend.

In den Spielen zeigte der Stürmer, der 2010 in der sechsten Runde von den Chicago Blackhawks an 151. Stelle gedraftet wurde, bereits mehrfach seine Fähigkeiten. Doch in Mannheim gibt es Gedränge um die Plätze: „In Mannheim ist ein dichter Kader, hier habe ich mehr Sicherheit, was die Eiszeiten angeht.“ Denn Eiszeit ist das große Thema. Letzte Saison hatte er insgesamt zwar 48 Spiele, doch „leider nicht so viel Eiszeit gehabt, von daher freue ich mich umso mehr, wenn ich hier wieder aufs Eis komme.“

Mit seinen 23 Jahren wäre vom Alter her auch eine Förderlizenz möglich, allerdings hat er bereits so viele DEL-Spiele, dass genau das gar nicht mehr möglich ist. Wenn, dann hätte man Höfflin in die zweite Liga verleihen müssen. Doch das hätte er nicht mitgemacht: „In die DEL2 zu gehen, war für mich keine Option. Die Idee mit der Ausleihe kam auch ein bisschen von meiner Seite, Mannheim hat sich sofort mit der Idee angefreundet und hatte auch schon mit der Idee gespielt.“

An Mirko Höfflin wären sicher auch andere Clubs interessiert gewesen sein, doch Straubings Manager Jason Dunham gehörte wohl zu den schnellsten. Höfflin erzählt: „Straubing hat sich aufgrund der entstandenen Gerüchte, dass ich ausgeliehen werde, relativ früh gemeldet.“ Es gab aber natürlich noch andere Faktoren als der schnelle Griff zu Telefon. „Da Larry Mitchell ein guter Freund von Geoff Ward ist, war das eine gute Option. Hier ist es ein ähnlicher Spielstil, mit viel Laufen und viel Offensive. Das passt.“

Insgesamt also eine „Win-Win-Win-Situation“ für Mannheim, Straubing und Höfflin. „Ich bin sehr zufrieden mit der Lösung, die wir jetzt gefunden haben. Hier bekomme ich einfach Eiszeit und kann mehr spielen. Das bringt mich natürlich auch in der Zukunft weiter.“

Doch ob er wirklich nach Mannheim zurückgeht, darf man getrost hinterfragen. Denn bei Ausleihen innerhalb der DEL ging bisher kein Spieler zu seinem alten Club zurück. Damit konfrontiert muss er schmunzeln, kurz überlegen und meint dann: „Da habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, aber ich habe ja einen Vertrag bis 2017 in Mannheim. Ich denke, dass ich meinen Weg wieder zurück finde.“

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