Mirko Höfflin: Ein Tor, das Selbstvertrauen gibtEin Portrait über den Stürmer der Adler Mannheim

Mirko Höfflins Tor gegen die Kölner Haie - Fotos © Ice-Hockey-Picture-24Mirko Höfflins Tor gegen die Kölner Haie - Fotos © Ice-Hockey-Picture-24
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Nach einem hart umkämpften 2:1-Erfolg im Derby gegen Schwenningen zum Auftakt der Saison ging es für die Adler Mannheim bereits am zweiten Spieltag zum Vizemeister, den Kölner Haien. Auch wenn man im Penaltyschießen letztendlich unterlag, so bleibt von dem Abend das Traumtor von Adler-Stürmer Mirko Höfflin in Erinnerung: Aus dem eigenen Drittel kommend entschied sich der 21-Jährige spontan um und zog anstelle die Scheibe tief zu spielen selbst zum Tor und überwand Danny aus den Birken. Die Experten bei Servus TV wählten den Treffer zum schönsten Tor des Wochenendes.

Ausbildungsplatz: QMJHL

Für den aus Freiburg stammenden Stürmer war es zwar nicht das erste DEL-Tor, aber das erste in der laufenden Saison. Es ist die zweite Saison Höfflins im Trikot der Mannheimer Adler, beziehungsweise im Trikot der Profi-Mannschaft. Denn wie zahlreiche Spieler vor ihm hat auch Höfflin die Abteilung der Jungadler in der Quadratestadt durchlaufen, ehe es ihn nach Nordamerika zog. Mit drei Meisterschaften in der Deutschen Nachwuchs Liga wurde er 2010 von den Chicago Blachawks gedraftet. Dort durfte er jedoch nur an den Trainingscamps teilnehmen und wurde dann auf Leih-Basis in die Québec Major Junior Hockey League (QMJHL) gesteckt. Für Höfflin, so sagt er selbst, war es damals der richtige Schritte, denn so bekam er die Möglichkeit, mit viel Eiszeit sich dem Nordamerikanischen System anzupassen. Sein damaliger Trainer bei den Québec Remparts war kein geringerer als die Torhüter-Legende Patrick Roy, zum jetzigen Zeitpunkt Chef-Trainer bei den Colorado Avalanche.

Bereits das erste Jahr in der Junioren-Liga war für Höfflin ein voller Erfolg: In den 54 Spielen der Hauptrunde kam er auf insgesamt 45 Scorerpunkte (14 Tore, 31 Vorlagen) und legte wenig später in 14 Play-off-Paarungen weitere vier Treffer und zehn Vorlagen nach. Das Potenzial des Stürmers erkannten dann auch die Verantwortlichen der Acadie-Bathurst Titan und sicherten sich nach der Saison die Dienste des agilen Spielers. Neben Roberto Luongo waren dort auch Akteure wie Patrice Bergeron oder auch Mario Lemieux einst aktiv. Dort kam er mit Play-offs auf insgesamt 65 Einsätze und erzielte dabei 46 Scorerpunkte (20 Tore, 26 Vorlagen). Da in der QMJHL nur Spieler bis zum Alter von 20 Jahren spielberichtig sind, bat man Höfflin im Sommer vergangenen Jahres einen Vertrag als “Overage Junior” an, wodurch der Verein insgesamt drei Akteure einsetzen darf, die vor Saisonbeginn die Altersgrenze überschritten hatten. Dieses Angebot lehnte der Stürmer jedoch ab. “Ich wollte den nächsten Schritt machen, den Sprung in den Profi-Bereich schaffen und mit den älteren Spielern sich messen”, so Höfflin.

Auf den Spuren von Marcel Goc?

Der Wechsel nach Mannheim sei damals ganz unkompliziert abgelaufen, schließlich habe er wie Marcel Goc und Co. seine Sommer-Vorbereitung in Mannheim absolviert, erläutert er wie der Wechsel zurück in die Kurpfalz zu Stande kam. Das Höfflin nun mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein kann, liegt dabei auf der Hand: Nach gerade einmal 14 Spielen hat er bereits sein Punkte-Konto aus der vergangenen Saison eingestellt und war zuletzt im Derby gegen Schwenningen mit einem Tor und zwei Vorlagen ein wichtiger Baustein für den Auswärts-Erfolg. Verschmitzt fügt er an, dass es gerne so weitergehen könne und ist erfreut darüber, dass er vom Trainer-Stab mehr Vertrauen und Eiszeit bekommt. Für Höfflin wird es wichtig sein, dieses geschenkte Vertrauen auch weiterhin zurück zu zahlen, denn schließlich läuft sein Vertrag in Mannheim im Sommer 2014 aus.

Dabei trifft es sich fast schon gut, dass er von Bundestrainer Pat Cortina nicht in den Kader der Nationalmannschaft für den Deutschland Cup berufen wurde. Auch wenn er die Jugendmannschaften des DEB durchlaufen habe, so sei dies nun kein “Beinbruch” und gäbe ihm die Chance, sich auf den Verein zu konzentrieren und dort mit guten Leistungen auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich habe er hoffentlich noch einige Jahre im Eishockey-Bereich vor sich, so Höfflin. Im Verein wird er auch umso mehr gebraucht, denn das Lazarett wird in Mannheim nicht kleiner. Dennoch würde die Mannschaft dadurch nicht schlechter werden gab Höfflin an. Gegen Schwenningen nahm er dabei den Platz von Jon Rheault neben Ullmann und Hecht ein und machte dabei eine gute Figur.

Auch wenn es aktuell der Wunsch des jungen Stürmers ist, in Mannheim bleiben zu können, so schielt er dennoch immer wieder gerne mit einem Auge nach Nordamerika und die NHL. Durch die zwei Jahre in Kanada beschäftige er sich immer noch sehr viel mit dem Thema und gibt an, dass ein riesen Traum in Erfüllung gehen würde, wenn er einmal in der NHL spielen könne.

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