Mike Stewart: „Genießen, abhaken, vergessen“Nach dem Augsburger Ausgleich in der Serie

Derek Dinger brachte die Augsburger Panther in Führung. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)Derek Dinger brachte die Augsburger Panther in Führung. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)
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Wieder gab es einige Veränderungen im Aufgebot beider Teams. Bei den Panthern begann Ben Meisner zwischen den Pfosten, der schon in Spiel 3 ab dem Mitteldrittel Jonathan Boutin ersetzte. Dieser fehlte am heutigen Tag verletzungsbedingt. Auf Nürnberger Seite rutschte Brandon Prust für Nichlas Torp zurück in den Kader. Im Tor der Ice Tigers stand Andreas Jenike, der von Coach Rob Wilson das Vertrauen bekam, welcher den erneuten Torhüterwechsel mit „Rotation und dem Glück zwei starke Goalies im Kader zu haben“ begründete, um „Spieler und Goalies während der Serie frisch zu halten“.

Dinger bringt Augsburg in Führung

Der AEV wollte nicht auch noch sein zweites Heimspiel der Serie vor heimischem Publikum verlieren. Dementsprechend aggressiv spielten sie von Beginn an nach vorne und kamen durch Trevor Parkes (2.) und Scott Valentine (4.) zu ersten Chancen, doch Andreas Jenike hielt die Scheibe fest. Erst in der sechsten Spielminute feuerten die Gäste den ersten Warnschuss auf den Kasten von Meisner ab. Die Nürnberger wurden erst Mitte des ersten Spielabschnittes im ersten Powerplay gefährlich, doch Ben Meisner parierte glänzend (11.). Mit Ablauf einer Strafe bekam Mark Cundari die Scheibe in den Lauf, doch ihm versagten die Nerven(12.). Keine Zeigerumdrehung später der verdiente Führungstreffer der Panther. Derek Dinger umkurvte einen Verteidiger und zielte genau in den Winkel zum 1:0 für die Panther (12.).  „Wir haben unser erstes Tor direkt nach einem guten Penaltykilling geschossen und das hat uns das Momentum gegeben“, so Panther-Coach Mike Stewart. Auf der anderen Seite hielt Meisner die Schüsse von Yasin Ehliz (15.). und Segal (19.). Segal war es auch, der wenig zuvor die größte Möglichkeit der Nürnberger vergab und am leeren Tor vorbeilegte (19.). Mit einer verdienten Führung ging es in die erste Pause.

Dinger erhöht, Augsburg legt nach

Nürnberg kam gut aus der Kabine. Nach wenigen Sekunden war Reimer auf und davon, verzog jedoch knapp (21.). Auf der anderen Seite machten es die Panther besser. Derek Dinger zog ab und traf mit einem satten Schuss zum 2:0 aus Augsburger Sicht (22.).Die Schüsse von Steven Reinprecht (31.) und Andrew Kozek (32.) hielt Meisner fest. Jenike parierte Justin Shuggs Schuss (32.). Einer Druckphase der Ice Tigers hielten die Panther stand, was auch Coach Stewart auf „gute Verteidigung und solides Eishockey“  bezieht. Die Augsburger legten nach, als Jaroslav Hafenrichter davonzog und trocken zum 3:0 aus Augsburger Sicht traf (37.). Kurz vor der zweiten Pause sah Danny Syvret den freien Marius Möchel, doch auch dieser schob am leeren Kasten vorbei (39.).

Ice Tigers verzweifeln – Meisner mit erstem Shutout

Die erste Chance des dritten Abschnitts hatten die Hausherren, doch Justin Shugg verzog knapp (32.). Die Gäste aus Nürnberg kämpften und wären durch Routinier Reinprecht fast zum Anschlusstreffer gekommen, aber auch der Nürnberger verpasste knapp (33.). Doch wieder waren es die Augsburger, die erfolgreich waren. Im ersten Powerplay der Panther traf Benjamin Hanowski im Fallen zum 4:0 (47.). Die immer besser ins Spiel kommenden Nürnberger liefen an, doch fanden allesamt ihren Meister in Meisner, der dadurch in seinem ersten DEL-Play-off-Spiel seinen ersten Shutout feiern durfte, denn sportlich passierte trotz Drangphase der Nürnberger nichts mehr. So sah es auch der Gästecoach, der nach dem Spiel sichtlich bedient war. Auch Wilson lobte den Augsburger Goalie und konstatierte, dass „das bessere Team heute gewonnen hätte, es jedoch eine Serie sei und für beide Teams ein harter Kampf ist und bleibt“

Damit gleichen die Augsburger Panther die Serie mit einem verdienten und ungefährdeten Heimsieg aus. Weiter geht es am kommenden Freitag in Nürnberg, wo die Ice Tigers die Panther zum Spiel 5 der Serie empfangen.

Stimmen zum Spiel:

Ice-Tigers-Trainer Rob Wilson: „Augsburg war heute die bessere Mannschaft, aber es ist eine Serie von Spielen und nicht nur ein einziges Spiel. Es geht jetzt über sechs oder sieben Spiele und es bleibt ein harter Kampf für beide Teams.“

Panther-Coach Mike Stewart: „Wir haben das Momentum genutzt und haben gut verteidigt. Wir waren am Laufen. Nürnberg war nicht ungefährlich und hat ein paar gute Chancen ausgearbeitet, aber wir haben heute besser verteidigt. Meisner hat die Schüsse gehalten. Aber wie Rob schon gesagt hat: Wir können das heute genießen, aber dann abhaken und vergessen. Die nächste wichtige Partie kommt bereits am Freitag.“

Tore: 1:0 (12.) Dinger (Shugg), 2:0 (22.) Dinger (Shugg, Guentzel), 3:0 (37.) Hafenrichter (Rekis, Cundari), 4:0 (47.) Hanowski (Shugg, Guentzel).

Strafen: Augsburg 4, Nürnberg 6

Schüsse: Augsburg 34, Nürnberg 30

Zuschauer: 6139

Schiedsrichter: Brill, Piechaczek

Matthias Gherda


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