Mike Bales bringt den Erfolg zurück

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Mit Torhüter Mike

Bales (Foto by city-press) kehrte bei den Straubing Tigers der Erfolg zurück. Nach fünf

Niederlagen in Folge konnten die Niederbayern am Freitagabend die

Hannover Scorpions zuhause mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) bezwingen.

 

Stellvertretend für

den Sieg standen der nach dreiwöchiger Verletzungspause ebenso wie

Calvin Elfring und Nathan Barrett zurückgekehrte Mike Bales und der

zweifache Torschütze Cam Severson. Der Wert des Goalies auf Seiten des

DEL-Neulings offenbarte sich im Spiel gegen die Scorpions einmal mehr.

Mehr als 96 Prozent der Schüsse wehrte der Kanadier ab, darunter waren

drei ausgesprochene „Big Saves“ gegen Thomas Dolak (12.), Derek Bekar

(35.) und Jason Ulmer (50.), die Hannover von der Siegerstraße

abhielten.

 

Cam Severson schoss

seinerseits die Tigers mit Ankündigung zum Sieg, hatte Bales’ Landsmann

doch die Länderspielpause genutzt, um über seine Internetseite

mitzuteilen, dass er mehr Führungsaufgaben übernehmen und sich auch

vermehrt in die Torschützenliste eintragen wolle: „Meine Rolle in

dieser Mannschaft ist die eines Schlüsselspielers, der einer der

Besseren ist, Tore macht und seinen Beitrag zum Siegen leistet.“ Der

28-Jährige ließ gegen Hannover diesen Worten Taten folgen und

verdoppelte sein bisher maues DEL-Torkonto von zwei auf vier Treffer.

 

Das Spiel zwischen

Straubing und Hannover glich einer Steigerung. Nach einem vor allem von

Seiten der Gäste müde vorgetragenen und torlos verlaufenem

Auftaktdrittel sahen die 3.584 Zuschauer in der 29. Minute den ersten

Powerplay-Treffer durch Cam Severson, der dem nachlässigen Rob Hisey

die Scheibe abluchste und mit der Rückhand den bis dahin agilen

Christian Künast, der diesmal das Vertrauen von Scorpions-Trainer Hans

Zach ausgesprochen bekommen hatte, im Tor der Scorpions überraschte.

Nach dem Rückstand wirkte Hannover zwar deutlich engagierter und

laufbereiter, zwingende Torchancen hatten allerdings weiterhin

Seltenheitswert.

 

Auf Touren sollte die

Begegnung erst in den letzten zwanzig Minuten so richtig kommen. Rob

Hisey machte mit seinem Überzahltreffer im Nachsetzen (42.) seinen

Fehler aus dem Mittelabschnitt wieder gut und stellte den Ausgleich für

Hannover her, ehe erneut Cam Severson (47.) bei numerischer

Überlegenheit mit einem trockenen Schuss aus kurzer Distanz zum 2:1 für

Straubing traf. Die offenbar zu spät wach gewordenen Hannoveraner

versuchten zwar, sich gegen die Niederlage zu stemmen, waren aber

andererseits auch auf Christian Künast angewiesen, der in der 52.

Minute nacheinander Schüsse von Markus Jocher, Stefan Mann und Matt

Kinch prächtig parierte und so die Scorpions bis in die Schlussphase

hinein im Spiel hielt.

 

Als Hans Zach 69

Sekunden vor dem Ende den Torhüter vom Eis nahm und damit ein

6:4-Powerplay herstellte, hatte die Maßnahme nicht den gewünschten

Erfolg. Nur sieben Sekunden später besiegelte Straubings Kapitän Sepp

Lehner mit einem Empty-Net-Goal das Schicksal der Niedersachsen.

 

Hans Zach sprach nach

der Partie von einem verdienten Sieg der Straubinger, die kompakt,

kampfstark und hochmotiviert aufgetreten wären: „Es war ein Kampfspiel,

bei dem wir unsere Überzahlchancen nicht ausreichend nutzen konnten.“

Für Christian Künast gab es lobende Worte vom Trainer: „Er ist ein

stabiler Torwart, das hat er heute bewiesen.“

 

Sein Gegenüber Erich

Kühnhackl durfte sich über den zweiten Sieg der Straubinger im dritten

Saisonspiel gegen Hannover freuen. Der Dreier kam außerdem zu einem

maßgeblichen Zeitpunkt, denn die Tigers konnten dadurch wieder die

Tuchfühlung zu Tabellenplatz zwölf herstellen: „Der Sieg war sehr

wichtig, gegen einen solchen Gegner zu gewinnen, ist gut für das

Selbstvertrauen. Die Jungs haben sich sehr gut aus der Affäre gezogen.“

 

Bereits am Sonntag kommt es zum nächsten Heimspiel im Stadion am Pulverturm, dann gastieren die Frankfurt Lions an der Donau.

 

TORE:

1:0 (28:23) Severson (Lundbohm, Casparsson) 5:4

1:1 (41:33) Hisey (Morczinietz, Nickulas) 5:4

2:1 (46:40) Severson (Oswald, Barrett) 5:4

3:1 (58:58) Lehner ENG/4:6

 

Strafminuten: Straubing 22 – Hannover 22

Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)

Zuschauer: 3.584

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