Michael Bakos: „Das beflügelt“Faktor Fan

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Wer in Spiel zwei der Viertelfinal-Serie zwischen den Straubing Tigers und den Grizzly Adams Wolfsburg im Stadion am Pulverturm war, weiß, was Bakos meint.

Ausverkauftes Haus und eine Lautstärke, bei der man nicht nur sprichwörtlich das eigene Wort nicht mehr verstehen konnte. Mit anderen Worten – Play-off-Atmosphäre, wie man es sich wünscht. „Wenn man sieht, was hier in Straubing los ist, kann man uns nicht verübeln, dass wir noch mehr wollen“, so der Kapitän weiter. „Auf dem Eis denke ich nicht an das Geld, das ich verdiene. Die Atmosphäre, das ist es, was man will, das ist das, was Spaß macht.“ Und dann macht er den Niederbayern auch noch ein dickes Kompliment: „Die Fans haben heute einiges dazu beigetragen, dass wir gewonnen haben.“

Auch bei den Spielen in Wolfsburg war der Fanfaktor nicht zu unterschätzen. Bereits im ersten Spiel waren rund 250 reiselustige Niederbayern nach Niedersachsen aufgebrochen und haben die Kleinstädter stimmkräftig unterstützt. Zu Spiel drei gab es den inzwischen schon berüchtigten Sonderzug mit rund 650 Teilnehmern. Deren Anreise gestaltete sich schwieriger als geplant, und als sie vor dem Stadion waren, lief das Spiel bereits. Es lief gut für Wolfsburg. Doch als die Bajuwaren ihre Plätze eingenommen hatten, wechselte das Momentum und Dustin Whitecotton erzielte die Führung, und das auch noch in Unterzahl. Stürmer Carsen Germyn erinnert sich: „Als wir die Fans gesehen und gehört haben, war das klasse. Im zweiten Drittel waren sie ja dann voll da. Immer wenn die Wolfsburger laut wurden, wurden die Straubinger noch lauter.“

Auch Coach Dan Ratushny nimmt die Fans deutlich war: „Die Fans geben uns die ganze Saison schon viel Energie. In Wolfsburg war das unglaublich. Der Zug kam später, aber als sie dann da waren, haben sie uns wirklich geholfen. Das ist großartig. Wenn wir morgen wieder so eine großartige Unterstützung bekommen, bin ich sicher, dass wir die nächste Runde erreichen.“

Carsen Germyn kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. „Was hier los ist, ist unglaublich. Wir haben auf unseren Autos das Tigers-Logo, und wo immer man ist, winken und lachen einem die Leute zu. Das ist ein großartiges Gefühl. Ich war noch nie Teil von so was. Das ist sicher das lustigste Jahr, das ich erlebe, seit ich Eishockey spiele.“

Bereits beim Abflug vom kleinen Flugplatz Wallmühle versammelte sich eine Schaar an daheim gebliebenen um den Flieger nachzuwinken. Bei der Ankunft waren es dann rund 150 Fans, die ihre Helden empfangen haben. Carsen Germyn: „Es war eine Art kleiner Schock. Die haben alle auf uns mit einem Bier gewartet. Die Unterstützung ist das ganze Jahr großartig. Und jetzt ist auch noch jedes Spiel ausverkauft. Außerdem sind die wahnsinnig laut. Ich kenne inzwischen alles Eishallen der DEL, ich bin mir sicher, dass wir die besten Fans haben.“

Im vierten Spiel fehlen Benedikt Brückner, J.M. Daoust und Alex Dotzler, der zwar will, und sich in Stuttgart sogar eine Spezialschiene anfertigen lassen hat, aber noch nicht kann. Coach Ratushny: „Er tut wirklich alles, um aufs Eis zurückzukommen, aber er wird noch etwas brauchen.“ Doch auch hinter Ryan Ramsay, Sandro Schönberger und Karl Stewart stehen Fragezeichen.

Besser sieht die Lage im Wolfsburger Kader aber auch nicht aus. Sicher fehlen die gesperrten Christopher Fischer und André Huebscher. Zudem müssen Armin Wurm, Tyler Haskins, David Laliberté und Matt Dzieduszycki  verletzungsbedingt passen. Außerdem fehlte zuletzt Nathan Paetsch und auch der Einsatz von Marvin Degon scheint ungewiss.

Umso wichtiger wird also wieder der Faktor Fan sein.


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