Metro Stars: Zweite Heimschlappe im ISS Dome - 3:6 gegen Berlin

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Eigentlich ist Don Jackson ein netter, freundlicher Mensch, der keiner Fliege etwas zu leide tun kann. Doch nach der erneuten Niederlage seiner DEG Metro Stars brach es aus dem Trainer heraus. „Die Eisbären waren hungriger auf den Sieg und auf die Tore. Wir haben Spieler, die zu viel rum fahren anstatt hart zu arbeiten. Sie haben nicht realisiert wie gut die DEL wirklich ist“, beschimpfte der Amerikaner nach der 3:6-Pleite gegen Meister Berlin seine Kringeldreher.

Nach einer schwachen Vorstellung kassierte der Vizemeister bereits die zweite Heimschlappe im ISS Dome und wurde mit einem gellenden Pfeifkonzert der nur 6279 Fans verabschiedet. „Der Mannschaft fehlte der richtige Biss, um das Spiel für sich zu entscheiden. Es sind nicht die Neuen, es sind nicht die Alten – es ist das ganze Team“, schimpfte Manager Lance Nethery.

Dabei durfte die DEG sogar 54 Sekunden von einem Sieg über den Titelverteidiger träumen. Nachdem die Eisbären es im Mittelabschnitt versäumten, eine 2:1-Führung von Patrick Jarrett und Stefan Ustorf auszubauen, drehten Jean-Luc Grand-Pierre und Craig Johnson, der einen Penalty verwandelte, das Spiel. Doch dann zeigten die Hauptstädter ihre wahre Klasse, legten durch Roach, Hördler, Rankel und Beaufait nach und entführten verdient die drei Punkte.

„Es war eine komische Begegnung mit vielen Achterbahnmomenten“, meinte Eisbären-Manager Peter-John Lee. „Aber unsere Jungs haben Charakter bewiesen und sind zurückgekommen. Das stimmt mich sehr zuversichtlich.“ Auch Pierre Pagé war zufrieden. „Die Mannschaft verinnerlicht, dass es auch im September wichtig ist, Punkte zu holen. Ich war während der Vorbereitung oftmals sehr böse mit dem Team, aber nun läuft es.“

Im Gegensatz zur DEG, die sich nur ganz selten als verschworene Einheit präsentierte. „Wir probieren es, aber wir schöpfen unser Potenzial noch lange nicht aus. Wir müssten wesentlich aggressiver zu Werke gehen“, analysierte Nationalspieler Alexander Sulzer, der den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich markierte. „Am freien Montag sollten sich alle Spieler mal Gedanken machen und am Dienstag sehr motiviert zum Training kommen.“

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