Metro-Stars zu Gast bei der Deutschland-Tour

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Die DEG-Cracks Benjamin Barz, Thomas Jörg und Robert Dietrich waren heute Ehrengäste bei der Deutschland-Tour. Dr. Wolfgang Barz, Vater von Neuzugang Benjamin, ist seit einigen Jahren leitender Anti-Doping-Arzt dieser Veranstaltung. Die drei Spieler wurden interviewt und haben dabei von eigenen Erfahrungen mit dem Radsport berichtet. So fuhr Benjamin Barz beispielsweise im Sommer einige Alpen-Etappen nach.

Wenn am 2. September die Top-Stars aus der umfangreichen DEG-Geschichte gegen ihre langjährigen Konkurrenten antreten, dann ist einer dabei, den die Statistik der Bundesliga als Sonderfall ausweist. Genau auf 23 Spielzeiten in der ersten Liga kommt zwar auch Udo Kießling – aber der gebürtige Crimmitschauer spielte in dieser Zeit in acht verschiedenen Klubs. Alois Schloder jedoch, der Träger der legendären Nummer 15 des EV Landshut und des Nationalteams begann und beendete seine Karriere bei den Niederbayern, ohne auch nur ein Spiel für einen anderen Klub gemacht zu haben. „Ich habe dadurch sicher auf eine Menge Geld verzichtet“, vermutet der „Loisi“, der im letzten Jahr in die europäische Ruhmeshalle aufgenommen wurde, nicht zu Unrecht. Zusammen mit den DEG-Recken Walter Köberle und Wolfgang Boos gewann er als Kapitän der Adlerträger unter Xaver Unsinn 1976 in Innsbruck Olympia-Bronze. Trotz eines Profi-Angebots aus den USA „blieb er im Lande und nährte sich redlich“, was ihm letztendlich zum beruflichen Vorteil gereichte.

1974 startete er seine berufliche Laufbahn bei der Stadtverwaltung Landshut, in der er zum Leiter des Sportamtes aufstieg. Derzeit arbeitet er die Sportgeschichte seiner Heimatstadt in einer Dokumentation auf; Ende November ist der Abschnitt von 1937 bis 1973 im Rahmen einer Ausstellung im Rathaus zu sehen. Für die spielerische Klasse des langjährigen Nebenmanns von Erich Kühnhackl beim EVL wie in der Nationalmannschaft spricht auch seine Bundesligastatistik: 805 Spiele, 496 Tore und 457 Vorlagen. Dabei war er in den letzten Jahren seiner Karriere in die Abwehr zurückgegangen; er machte erst mit 38 Schluss. Dabei behielt er die Brehmstraße in bester Erinnerung: „Da war immer eine Menge los. Auch wenn wir manchmal beschimpft wurden, war das immer Motivation pur. Ich freue mich jedenfalls riesig aufs Abschiedsspiel.“ Der Spielbeginn ist am Samstag, dem 2. September, um 18.00 Uhr.