Metro Stars vor Finaleinzug - Zwei Matchbälle nach 6:1 gegen Köln

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Deutscher Meister wird nur die DEG“, schallte es schon während der Partie aus 10.000 Kehlen. Soweit ist es noch lange nicht, aber zumindest haben sich die Metro Stars gegen die Kölner Haie den ersten Matchball erarbeitet. Das Team von Trainer Don Jackson behielt auch im zweiten Halbfinalheimspiel an der ausverkauften Brehmstraße die Oberhand und schickte den Erzrivalen mit einer 6:1-Packung zurück in die Domstadt.

Dabei sah es in den ersten zehn Minuten gar nicht nach einer Düsseldorfer Herrlichkeit aus. Die Gastgeber wirkten nervös und im Spielaufbau fahrig, die Haie dagegen waren bissig. Die Folge war die Führung der Gäste durch Jeremy Adduono. Der Stürmer reagierte als Erster nachdem Philipp Gogulla an Andrej Trefilov gescheitert war.

Doch der KEC konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen. Im Gegenteil, das Team von Hans Zach bracht die Metro Stars durch Disziplinlosigkeiten zurück in die Partie. Acht Minuten am Stück, davon vier mit zwei Mann mehr auf dem Eis, durften die Düsseldorfer im Powerplay ran, zwei Mal klingelte es hinter Keeper Thomas Greiss. Zunächst gelang Tore Vikingstad im Nachschuss der Ausgleich, nur 29 Sekunden später legte der Norweger nach einer tollen Kombination über Daniel Kreutzer und Klaus Kathan nach.

Die DEG obenauf und weiter auf Torejagd. Chris Ferraro und Fabian Brännström sorgten bereits im Mittelabschnitt für klare Verhältnisse, im Schlussdrittel machten Vikingstad seinen Hattrick sowie Peter Ferraro das halbe Dutzend voll und somit die 2:1-Führung in der Serie perfekt. Denn im Gegensatz zum ersten Heimspiel spielten die Metro Stars konsequent in der Defensive und ließen nur wenige Kölner Möglichkeiten zu. Für Tino Boos war dies wohl zu viel. Der Haie-Angreifer leistete sich eine völlig unnötige Kopfnuss gegen Peter Ferraro und wurde von Schiedsrichter Roland Aumüller per Matchstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt. Der Nationalspieler wird mindestens am Donnerstag fehlen, auch eine längere Strafe erscheint möglich. „Das ist nicht zu entschuldigen. Tino ist Profi und darf sich nicht zu so einer Situation hinreißen lassen“, schimpfte Hans Zach.

Dagegen war im DEG-Lager eitel Sonnenschein. „Das war natürlich ein wichtiger Sieg. Aber wir brauchen uns nur eine Stunde freuen, denn am Donnerstag geht es wieder weiter“, blieb Klaus Kathan auf dem Teppich. „Denn wer Hans Zach kennt, der weiß, wie er seine Mannschaft wieder aufrichtet.“ Kapitän Daniel Kreutzer sieht sein Team nun im Vorteil. „Hoffentlich können wir nun den Sack in Köln zumachen. Wir haben aggressiv gespielt und die Haie zu Fehlern gezwungen. Das war der Schlüssel.“

Tore:

0:1 Adduono (4:53), 1:1 Vikingstad (17:52, Kreutzer, 5:3), 2:1 Vikingstad (18:21, Kreutzer, Kathan, 5:3), 3:1 C. Ferraro (23:28, P. Ferraro, Reimer), 4:1 Brännström (Tory, P. Ferraro), 5:1 Vikingstad (50:02, Kreutzer, Kathan, 5:4), 6:1 P. Ferraro (54:57)

Schiedsrichter: Aumüller (Ottobrunn)

Zuschauer: 10217 (ausverkauft)

Strafzeiten: Düsseldorf 22 - Köln 35 plus Matchstrafe (Boss) und 10 Minuten Disziplinar Souza


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