Metro Stars: Vertragsauflösung mit Martin Ulrich

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Martin Ulrich wird in der kommenden Saison nicht mehr für die DEG Metro Stars auflaufen. Der österreichische Nationalspieler und der neue DEG-Manager Lance Nethery einigten sich auf die Auflösung seines Vertrages. Der Verteidiger, der seit 2001 an der Brehmstraße spielte, will zurück in seine Heimat. „Wir haben eine vernünftige Lösung für beide Seiten gefunden“, erklärte Nethery, der nun eine weitere Ausländerposition zur Verfügung hat, um die Metro Stars nach einer enttäuschenden Spielzeit wieder in die Playoffs zu führen.

Mit welchem Chef an der Bande wollte der Ex-Frankfurter noch nicht verraten. „In den nächsten Tagen habe ich hoffentlich einen Trainer gefunden. Auf jeden Fall wird es jemand, der aus Amerika kommt“, sagt Nethery. Kandidaten gibt es genug. Besonders Don Jackson, Brad Mc Crimmon, die beide zuletzt in der DEL als Assistenten arbeiteten, sowie Lorne Henning haben gute Karten, das Amt von Butch Goring zu übernehmen. Jackson gewann mit den Eisbären Berlin den Titel, Mc Crimmon war in Frankfurt der Co von Rich Chernomaz. Henning arbeitete bei den Anaheim Mighty Ducks.

Damit es im nächsten Jahr wieder in die Meisterrunde geht, hat DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp den Spieleretat erhöht. 150.000 Euro hat Nethery mehr zur Verfügung, um die Mannschaft zu verstärken. „Wir brauchen einen Kader, der zusammenhält, Herz und Leidenschaft auf dem Eis zeigt und die Fans begeistert“, betont der Manager. „Denn im letzten Jahr habe ich die Attribute bei der DEG vermisst.“

Aufgrund der enttäuschenden Saison verloren die Metro Stars auch acht Prozent der Zuschauer. Rund 500 Fans pro Begegnung passierten weniger die Tore der Brehmstraße, rund 250.000 Euro gingen der DEG so verloren. „Das war ein echtes Seuchenjahr. Wir hatten 5000 zahlende Besucher pro Spiel. Wir haben zum Glück den fehlenden Betrag durch Sponsoren, gute Vermarktung und Pokaleinnahmen auffangen können. Nächste Saison wollen wieder auf 5500 Fans zurück“, sagte Schmellenkamp, der weiterhin auf der Suche nach einem neuen Trikotsponsor ist. Denn Kamps wird nicht mehr auf der Brust zu sehen sein. „Wir sind in Gesprächen, haben aber noch keinen Abschluss zu vermelden. Sollten wir keinen neuen Geldgeber finden, müssen wir den Betrag anders aufbringen.“

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