Metro Stars verlieren auch das Derby - Vierte Heimniederlage

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Neuer Trainer, alte Probleme: Drei Tage nach dem Rausschmiss von Coach Michael Komma schafften die DEG Metro Stars im Derby gegen den Erzrivalen Kölner Haie nicht den erhofften Befreiungsschlag. Vor 10.191 Fans in der nicht ganz ausverkauften Brehmstraße verlor Interimstrainer Walter Köberle nicht nur sein erstes Spiel als Chefcoach, sondern die DEG kassierte die vierte Heimpleite in Folge. Am Ende entführte die Mannschaft von Trainer Hans Zach durch das 5:3 (0:1, 2:1,2:0) drei wichtige Auswärtspunkte. Zwar zeigten sich Metro Stars nach der peinlichen 2:4-Pleite gegen Hannover willig, aggressiv in den Zweikämpfen und läuferisch stark, doch individuelle Fehler sorgten für die siebente Niederlage in Folge gegen die Domstädter.

Dave McLlwain war mit seinem Unterzahltor, der fünfte Treffer im Düsseldorfer Überzahl, nach einem groben Schnitzer von Trond Magnussen der Matchwinner für die Gäste. Per Alleingang sorgte er für die erste Kölner Führung, nachdem die Haie bereits mit 0:2 und 2:3 im Rückstand lagen. Doch nach den Toren von Christian Brittig, der mit einem Schuss von der Mittellinie Chris Rogles überraschte und Patrik Reimers Überzahltreffer kamen die Gäste zurück. Elf Sekunden nach dem 2:0, brachte Jean-Yves Roy den Erzrivalen zurück in die Partie, nur drei Minuten später glich der Angreifer aus.

Im letzten Drittel besorgte Klaus Kathan die erneute Düsseldorfer Führung, doch nur 44 Sekunden später glich Furchner aus. „Das war das entscheidende Tor. Wir haben hart für die Führung gearbeitet und dann wieder viel zu schnell hergeschenkt“, sagte Köberle enttäuscht. Nach Mc Llwains 4:3 setzte die DEG in der Schlussphase alles auf eine Karte, doch das Tor erzielten die Kölner. 15 Sekunden vor dem Ende traf Eduard Lewandowski ins verwaiste DEG-Tor, nachdem Andrej Trefilov den Kasten für einen sechsten Feldspieler geräumt hatte. „Wer gegen Köln Fehler macht, wird gnadenlos bestraft. Wir brauchen jetzt endlich ein Erfolgserlebnis. Die Jungs sitzen alle deprimiert in der Kabine“, verriet Köberle. „Es ist unheimlich schwer, eine so schlimme Negativserie zu durchbrechen.“

Klaus Kathan ärgerte sich über die vermeidbare 81. Derbyniederlage im 159. Spiel. „Es kann nicht sein, dass wir so viele Fehler machen und wie eine Jugendmannschaft verlieren.“. Dagegen hatte Kölns Verteidiger Brad Schlegel Mitgefühl mit der DEG: „Es war eng und umkämpft, am Ende war das Glück auf unserer Seite. Einen Verlierer hatte die Begegnung eigentlich nicht verdient.“