Metro Stars: Unnötiger Rückschlag in Hannover

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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„Darum sagen wir auf Wiedersehn, die Zeit mit euch war wunderschön“ - ausgerechnet der Hit der Düsseldorfer Kultband „Die Toten Hosen“ dröhnte direkt nach dem Spiel aus der Lautsprecheranlage der Preussag-Arena. Verständlich, dass die Hannover Scorpions die Partie gegen die DEG genossen hatten, denn der Vorletzte siegte gegen müde Metro Stars mit einer allenfalls durchschnnittlichen Vorstellung verdient mit 3:2 (1:1, 2:0, 0:1). Ein empfindlicher Rücksschlag für die DEG im Rennen um die Playoff-Teilnahme. Nach drei Erfolgen ein derber Dämpfer für die Düsseldorfer, die jetzt weiter bibbern müssen und es verpassten, sich unter den ersten Acht festzusetzen. „Das war eine unnötige Niederlage. Wir waren nicht frisch genug und zu langsam im Spielaufbau. Jetzt stehen wir wieder unter Druck“, ärgerte sich DEG-Mittelstürmer Tore Vikingstad. Dabei hatte es für den achtfachen Champion prima angefangen. Die DEG nutzte gleich das erste Überzahlspiel zum 1:0. Wie bereits am Freitag gegen Ingolstadt war es wieder der auch heute beste Angreifer Marcus Thuresson (stürmte in Reihe eins für den wegen einer Bänderdehnung im Knie ausgefallenen Clayton Young), der einen Mikesch-Schuss zur frühen 1:0-Führung für die Metro Stars abfälschte. Dass die DEG danach einen Gang zurückschaltete und sich mit einer Verwaltung des Resultats begnügte, rächte sich bitter. Die Gastgeber kamen besser ins Spiel und trafen. Dreimal stachen die „Skorpione“ zu. Erst ihr Kapitän Len Soccio, dann der Ex-Düsseldorfer Lorenz Funk, als die Metro Stars den Start ins Mitteldrittel verpennten, dann der Schwede Mattias Lööf in Überzahl brachten Hannover mit 3:1 in Front. Erst nach Pat Mikeschs 2:3-Anschluss wachte die überspielt wirkende DEG noch einmal auf, setzte in der Schluss-Phase noch einmal alles auf eine Karte und nahm Andrej Trefilov für einen weiteren Feldspieler aus dem Tor, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. „Das war ein enges Spiel. Leider waren wir körperlich nicht auf höchstem Niveau, da wir viele angeschlagenen Akteure haben. Es fehlte die Spritzigkeit, besonders bei den Leistungsträgern“, sagte Trainer Mike Komma. „Die Last liegt immer auf den selben Schultern.“



Tore:

0:1 Thuresson (4.), 1:1 Soccio (19.), 2:1 Funk (21.), 3:1 Lööf (44.), 3:2 Mikesch (49.)

Schiedsrichter: Dahle (Berlin)

Zuschauer: 6626.

Strafminuten: Hannover 12 Düsseldorf 12

Top Die topmoderne Preussag-Arena. Prima Sicht von allen Plätzen, gute Stimmung, breite Auswahl bei Speisen und Getränken.

Flop Die Stadionzeitschrift „Life“. In dem hat die DEG das letzte Spiel 5:1 gegen Iserlohn statt 4:1 gegen Ingolstadt gewonnen und der inzwischen gefeuerte Martin Hohenberger wird als „Verstärkung“ bezeichnet.

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