Metro Stars: Siebte Saisonniederlage - 2:6-Pleite in Wolfsburg

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Matt Davidson ließ sich nach der bitteren 2:6-Schlappe seiner Metro Stars bei Aufsteiger Wolfsburg von seinen Eltern trösten. Joanne und Blair waren extra aus Kanada angereist, um ihren Filius auf dem Eis erleben. Zumindest der Stürmer hatte mit seinem vierten Saisontreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 ein kleines Erfolgserlebnis zu feiern, am Ende kassierte die DEG die siebte Niederlage im zehnten Spiel.

Auch der neue Coach Butch Goring konnte die Pleite nicht verhindern. „Ich habe viele Gründe gesehen, warum die Mannschaft so schlecht in der Tabelle steht“, sagte der Nachfolger des entlassenen Michael Komma. „Die Jungs waren willig, haben aber zu viele Fehler gemacht. Besonders in der Abwehr und in den Special Teams müssen wir uns gewaltig steigern“, analysierte der viermalige Stanley Cup-Sieger mit den New York Islanders.

Bereits nach fünf Minuten klingelte es zwei Mal hinter Andrej Trefilov. Karabin und Musial sorgten für eine frühe Führung für die Gastgeber, die sich für das katastrophale erste Drittel von Ingolstadt (0:6) rehabilitieren wollten. Zwar schafften Davidson und Schneider, der seinen ersten Treffer für die DEG erzielte, zwei Mal den Anschluss zum 1:2 und 2:3, doch kapitale Patzer in der Hintermannschaft machten es den Grizzly Adams einfach. Die weiteren Gegentreffer waren nur eine Frage der Zeit. „Drei Treffer mit einem Spieler weniger sind einfach zuviel. Das war der Unterschied“, urteilte Goring.

Völlig frustriert war Daniel Kreutzer. „Ich dachte nach dem Sieg in Krefeld seien wir auf dem richtigen Weg. Aber das war wohl ein Irrtum. Wir haben wieder die alten Fehler produziert. Der Trainer hat noch viel Arbeit. Wir müssen unseren Fans endlich mal eine gute Leistung zeigen“, schimpfte der deutsche Nationalstürmer. Verteidiger Tommy Jakobsen war nach der Pleite völlig leer im Kopf. „Diese Niederlage muss ich erst mal verdauen. Das war richtig schlecht. Wir sind in der Anfangsphase völlig überfallen worden, hatten nie die Ruhe für einen vernünftigen Spielaufbau. Nun müssen wir schnellstens das Spiel vergessen und Sonntag den ersten Heimsieg einfahren.“

Viel Zeit bleibt Goring nicht, um die Mannschaft endlich in die richtige Bahn zu bekommen. Denn Baustellen sind genügend vorhanden. In der Abwehr produziert das Team zu viele Böcke und kassiert zu einfache Gegentreffer. Im Angriff fehlt die Durchschlagskraft und das Spielverständnis. Die sogenannten Schlüsselspieler verstecken sich zu häufig und bringen zu wenig Leistung für ihr Geld. Und die Special Teams funktionieren gar nicht. In Wolfsburg gab es wieder drei Gegentreffer mit einem Mann weniger, im Powerplay langte es zwar zu einem Treffer, doch sonst drohte für Keeper Marc Seliger nur wenig Gefahr. Goring: „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft schnell ein neues Gesicht vermitteln kann. Der Einsatz stimmte zwar, aber wir müssen es schaffen, cleverer zu spielen.“


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